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Superbike WMKolumne
Vor Karriereende: Andrea Iannone baut Luftschlösser
In der Superbike-WM konnte Andrea Iannone seine Karriere nach Dopingsperre fortsetzen und gab sich anfänglich geläutert. Doch in den vergangenen zwei Jahren hat er sich nicht viele Freunde gemacht.
Im Artikel erwähnt

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Andrea IannoneAndrea IannoneFoto: Gold & Goose
Andrea Iannone© Gold & Goose
Andrea Iannone ist ein Faszinosum. Er hat lediglich ein MotoGP-Rennen gewonnen und wird in Italien dennoch im gleichen Satz mit Fahrern wie Andrea Dovizioso und Marco Melandri genannt, die ein Vielfaches erreicht haben.
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Der 36-Jährige ist extravagant, mit der in Italien bekannten Popsängerin Elodie Di Patrizi liiert und immer wieder in TV-Sendungen zu Gast, wodurch er Bekanntheit weit über Motorsportkreise hinaus erlangt hat. Iannone hat charakterprägende Zeiten hinter sich und es ist bewundernswert, wie er sich nach seiner vierjährigen Dopingsperre in den Profisport zurückgekämpft hat. Seine acht Podestplätze mit dem Team Pata Go Eleven Ducati in der Superbike-WM waren starke Leistungen, herausragend ist sein einziger Sieg im MotorLand Aragon 2024. Damals betonte Andrea, wie dankbar er Ducati und dem Go-Eleven-Team ist, dass sie ihn wieder Rennen auf höchstem Niveau fahren lassen. Doch bereits im ersten Quartal 2025 war von dieser Verbundenheit nichts mehr zu spüren. Mitte Mai eskalierte die Situation, bei der Veranstaltung in Brüx (Most) war der Tenor bei Go Eleven eindeutig: Entweder der Fahrer geht – oder die Mechaniker. Im Familienteam der Ramellos waren keine langen Überlegungen notwendig, 2026 sitzt Lorenzo Baldassarri auf der neuen Ducati Panigale V4R.
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Iannone stand sich mit seinen überzogenen Forderungen regelmäßig selbst im Weg und lässt immer wieder Empathie und Diplomatie vermissen. Er hat nie wirklich begriffen, dass ihn Ducati weder im Aruba-Werksteam haben möchte, noch dass er in einem Kundenteam wie ein Werksfahrer behandelt wird. Als Anerkennung für seine Leistungen erhielt er für 2025 immerhin bestes Material und auch personelle Unterstützung durch das Werk aus Bologna. Für Andrea war das nie genug.
Monatelang fabulierte er davon, welche Optionen er für 2026 habe. Doch nach und nach nahmen sämtliche Hersteller die Fahrer für ihre Werks- und Satellitenteams unter Vertrag – und Iannone blieb außen vor.
Bis heute ist er der Überzeugung, er werde im nächsten Jahr in der Startaufstellung stehen. Einige rechnen ihm hoch an, dass er nie aufgibt. Für andere leidet er unter Realitätsverlust. Es entspricht den Tatsachen, dass Iannone bei Promoter Dorna einen Teamplatz für 2026 beantragt hat, eine Garantie für dessen Bewilligung gibt es nicht. Immer wieder gab es Berichte, er würde mit dem australischen Team Advocates Ducati zusammenarbeiten, doch dieses hat sich zur Britischen Meisterschaft bekannt und wird dort antreten.
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Iannone müsste für nächste Saison also selbst etwas auf die Beine stellen, wir reden von einer Investition in der Größenordnung von 1,5 Millionen Euro. Dorna sammelt bis Anfang November Bewerbungen und vergibt dann die Stammplätze; bereits in der Weltmeisterschaft vertretene Teams werden grundsätzlich bevorzugt behandelt. Erhält ein Team die Zusage, muss es bis Mitte November eine Garantie hinterlegen, um damit die Ernsthaftigkeit seiner Bestrebung zu unterstreichen. In der Superbike-WM ist es so, dass die Dorna ein Unterstützungsbudget hat: Würde das Startfeld beispielsweise von 23 auf 24 erhöht, fiele der Anteil am Kuchen für alle Beteiligten kleiner aus. Entsprechend kritisch stehen die vorhandenen Teams neuen Bewerbern gegenüber. Theoretisch ist es möglich, dass ein Team an der WM teilnimmt und auf jegliche Bezuschussung verzichtet.
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Doch kann oder will ein neues Team diesen Weg nicht beschreiten, muss es abwarten, ob von den bestehenden Teams eines wegfällt, um dessen Platz einzunehmen. Einzige Wackelkandidaten für 2026 sind Petronas Honda und MGM Ducati. Ducati-Insider bewerten die Chance, dass wir Andrea Iannone 2026 mit einem eigenen Team in der Superbike-WM sehen, als "sehr gering". Sagen aber nach einmal Luft holen: "Wenn es einer hinbekommt, dann Andrea." Der Routinier müsste innerhalb dreieinhalb Monate ein komplettes Team mit entsprechender Infrastruktur auf die Beine stellen, das Budget auftreiben und Personal verpflichten, denn Ende Februar beginnt in Australien die Saison 2026. Fahrerlagerkenner halten das für nicht umsetzbar und sind überzeugt, dass Iannone Luftschlösser baut – und seine WM-Karriere beendet ist.
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