Warum Andorra die höchste Dichte an MotoGP- und Superbike-Piloten hat
Das kleine Fürstentum Andorra ist der Lebensmittelpunkt zahlreicher Piloten aus dem MotoGP- und Superbike-Paddock. Warum der zwischen Frankreich und Spanien gelegene Zwergstaat so beliebt ist.
Andorra befindet sich in einem Hochtal der Pyrenäen, eingebettet in die Grenzregion zwischen Spanien und Frankreich. Der Tourismus, besonders der Wintersport, ist heute der wichtigste Wirtschaftsfaktor – zusammen mit dem Bankwesen. Das Fürstentum gilt aufgrund äußerst geringer Einkommenssteuersätze als Steueroase. Einkommen bis 24.000 Euro sind steuerfrei, danach fallen bis 40.000 Euro 5 Prozent Einkommenssteuer an. Wer mehr als 40.000 Euro verdient, zahlt ab diesem Betrag rund 10 Prozent – ein Schnäppchen! Zahlreiche Besucher kommen aber auch in die Pyrenäen, um günstig Alkohol und Tabak einzukaufen.
Von den Vorzügen Andorras als Lebensmittelpunkt machte der ehemalige Rennfahrer Ruben Xaus gerne Gebrauch, der daraus ein Geschäftsmodell entwickelte und weitere Zweiradkünstler in den 1278 gegründeten Zwergstaat lockte. GP-Stars wie Jorge Martin, Fabio Quartararo, Jack Miller, Pol und Aleix Espargaro, Alex Rins, Brad und Darryn Binder, Johann Zarco oder Joan Mir fanden in Andorra ebenso ein neues Zuhause wie aktuelle und frühere Superbike-Asse wie Chaz Davies, Leon Camier, Jake Dixon, Tarran Mackenzie, Remy Gardner oder auch die Supersport-Piloten Albert Arenas und Marcos Ramirez.
Durch Freundschaften ist Andorra ein beliebter Treffpunkt für gemeinsame Trainings geworden, so wie jüngst auch Alex und Sam Lowes sowie Valentin Debise in die Pyrenäen reisten.
Nur Supersport-Pilot Xavier Cardelus (Yamaha) einen Pass aus Andorra
Nicht in Erklärungsnot, warum er ausgerechnet in Andorra lebt, kommt Xavier Cardelus. Wie sein gleichnamiger Vater wurde der 27-Jährige im Fürstentum geboren. Cardelus fuhr in diesem Jahr mit Orelac Ducati seine Rookie-Saison in der Supersport-WM. Für 2026 wechselt der WM-Zwölfte zum neuen Yamaha-Team Cerba Racing.
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