Wie geht das? IDM-Champ Mikhalchik besser als Redding
Als Vertreter von BMW-Werkspilot Michael van der Mark gab Ilya Mikhalchik beim Meeting in Aragón sein Renndebüt in der Superbike-WM. Der Ukrainer war erfolgreicher als der teuer eingekaufte Scott Redding.
Für BMW war der Saisonauftakt der Superbike-WM 2022 im MotorLand Aragón eine schwere Prüfung. Von den ursprünglich erhofften Ergebnissen war man weit entfernt, die M1000RR funktionierte bei den wärmeren Bedingungen schlechter als Tage zuvor beim kühleren Test.
Dennoch war die Performance der BMW-Piloten teils sehr unterschiedlich. Im ersten Superbike-Lauf sorgte Ilya Mikhalchik als Achter für das beste Finish, im Superpole-Race Eugene Laverty mit der elften Position und im zweiten Rennen Loris Baz als Siebter.
In WM-Punkten: Baz eroberte 14, Laverty zehn, Mikhalchik neun und Redding einen.
Dass ausgerechnet der Engländer als Vizeweltmeister 2021 das Schlusslicht ist, überrascht – besonders im Vergleich mit dem Auftritt von Mikhalchik, der beim Saisonauftakt für den verletzten Michael van der Mark zum Einsatz kam.
Der Ukrainer ist als dreifacher Deutscher Meister kein unbeschriebenes Blatt, auch zeigte der 25-Jährige aus Kiew bereits im Superstock-1000-Cup und der Supersport-WM ordentliche Leistungen.
"Ich nehme ganz sicher mehr Positives als Negatives mit aus meinem ersten Wochenende in der Superbike-WM. Es ging vor allem darum, dass ich Michael vertreten habe, und wir haben in der Superpole und im ersten Rennen starke Ergebnisse gezeigt. Das ist vor allem gut, weil wir vorher nicht so viel testen konnten", freute sich Mikhalchik.
"Sonntag war nicht unser Tag. Im Superpole-Race konnte ich von Anfang an nicht richtig pushen. Dann habe ich einen kleinen Fehler gemacht und bin gestürzt. Danke an das Team, das das Bike innerhalb von zwei Stunden komplett neu aufgebaut hat. So haben wir es aufs Grid für Rennen 2 geschafft", berichtete der BMW-Pilot weiter. "Das Bike hat sich eigentlich gar nicht schlecht angefühlt, aber die Streckentemperaturen waren zu hoch und es war schwierig für mich, einen Rhythmus zu finden. Nach ein paar Runden wurde mein Gefühl besser. Meine Pace hätte für Platz 7 oder 8 gereicht, aber es war zu spät. Ich bin allein gefahren und habe zur Top-10-Gruppe aufgeschlossen. Diese Ergebnisse machen mich nach dem starken Samstag sicherlich nicht glücklich."
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