Sechs Strafen! MotoGP baut nachträglich Barcelona-Ergebnis um
Wegen sechs Strafen, fünf davon wegen regelwidrigen Reifendrucks, wurde gut 90 Minuten nach Ende des Catalunya-GP noch das Rennergebnis in der MotoGP umgebaut. Wer die Gewinner und Verlierer sind.
Um 14 Uhr begann der Catalunya-GP der MotoGP – und um kurz nach 18 Uhr stand das Ergebnis final fest. Ein langer und ereignisreicher Nachmittag war es in Montmelo bei Barcelona.
Gleich zwei schwere Unfälle überschatteten das Rennen und sorgten jeweils für rote Flaggen, Unterbrechungen und Neustartprozeduren. So verlängerte sich der Grand Prix bis ungefähr halb vier. Doch das war noch nicht das Ende: Denn nach dem Rennen wurde bekanntgegeben, dass gleich gegen sechs Fahrer wegen irregulären Reifendrucks ermittelt wird. Dazu kam eine Strafe zu einem Rennunfall.
Betroffen von den Reifendruck-Ermittlungen waren der Zweitplatzierte Joan Mir, Toprak Razgatlioglu, Raul Fernandez, Alex Rins, Jack Miller und Francesco Bagnaia. Alle «Verdächtigen» mit Ausnahme von Ducati-Werkspilot Bagnaia bekamen nachträglich 16 Sekunden auf ihre Renndauer aufgerechnet. Dazu kam noch eine sechste Strafe: Ai Ogura hatte noch im Rennen eine Long-Lap-Strafe für den Crash mit Pedro Acosta bekommen, der den Spanier kurz vor Renn-Ende von der Bahn beförderte. Diese wurde nachträglich in eine 3-Sekunden-Strafe umgewandelt.
Was bedeutet das nun für das Rennergebnis?
Klar, die großen Verlierer sind die Bestraften. Aber gleich mehrere andere Fahrer profitieren teilweise enorm durch die Strafenflut knapp 90 Minuten nach Ende des Rennens. So rückt Fermin Aldeguer von Platz 3 auf Platz 2 vor. Ducati-Werkspilot Pecco Bagnaia, der ja zwischenzeitlich sogar die Strafe fürchten musste, rückt aufs Podium vor, ist Dritter.
Viele Fahrer machen zwei Plätze gut
Marco Bezzecchi, Fabio Quartararo, Maverick Vinales, Franco Morbidelli und Luca Marini machen gleich zwei Plätze gut. Yamaha-Wildcardfahrer Augusto Fernandez schaffte durch die Strafen sogar den Sprung von Platz 17 auf 15, also in die Punkte. Jack Miller wurde zwar bestraft, profitierte aber auch von den Strafen der anderen, sodass er nur eine Position verlor.
Einer der größten Profiteure des Chaos ist KTM-Mann Brad Binder. Er war beim ersten und ursprünglichen Rennstart abgebogen und in die Garage gefahren, startete aus der Boxengasse und lag entsprechend weit hinten. Bei einem regulären Grand Prix wäre er vermutlich auf den letzten Plätzen gelandet. Beim ersten Restart schaffte er es aufs Grid. Am Ende kam er als Neunter ins Ziel, wurde zum Siebten hochgestuft.
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