Iker Lecuona immer selbstbewusster: «Habe Nicolo ans Limit gebracht!»
Ducati-Werkspilot Iker Lecuona glänzte bei der Superbike-WM in Most mit zwei weiteren zweiten Plätzen. Der Spanier ist überzeugt, dass der Druck auf Seriensieger und Teamkollege Nicolo Bulega wächst.
Iker Lecuona präsentierte sich beim Rennwochenende der Superbike-WM in Most erneut als erster Verfolger von Ducati-Teamkollege Nicolo Bulega. Mit Platz 2 im Superpole-Rennen und Rang 2 im zweiten Hauptrennen baute der Spanier seine beeindruckende Serie weiter aus: Lecuona stand nun bereits zum zwölften Mal in Folge als Zweiter auf dem Podium und festigte damit den zweiten Rang in der Fahrerwertung.
Besonders das zweite Rennen machte dem Ducati-Piloten Mut. Lecuona kam nur 0,594 Sekunden hinter Bulega ins Ziel und war damit näher dran als viele seiner Konkurrenten in dieser Saison. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Spanier nach dem Rennsonntag.
Fokus auf Rennende kostete zu Rennbeginn etwas Performance
«Ich bin mit meiner Arbeit an diesem Wochenende sehr zufrieden», erklärte Lecuona beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Von Samstag zu heute haben wir das Motorrad etwas verändert. Im ersten Rennen hatte ich gegen Rennende zu kämpfen. Deshalb haben wir heute nach einer besseren Balance gesucht und zwischen Warm-up und Sprint sowie vom Sprint zum zweiten Rennen einige Änderungen vorgenommen.»
Die Anpassungen zeigten Wirkung, auch wenn sich das Fahrverhalten im Rennen veränderte. «Heute hatte ich zu Rennbeginn mit frischen Reifen etwas stärker zu kämpfen. Dafür kam ich gegen Rennende näher an Nicolo heran. Ich war sehr nah dran», berichtete der Spanier. «Wir beide sind sehr schnell gefahren und lagen im Rennen unter dem Rundenrekord. Unser Renntempo war richtig schnell.»
Lecuona sieht Most als bislang stärkstes Wochenende seiner Saison. «Es war mein bisher bestes Rennwochenende des Jahres. Gestern konnte ich bereits mit ihm kämpfen. Heute im Sprint fuhren wir verrückt schnelle Rundenzeiten und Lauf 2 war nochmals schneller als gestern sowie deutlich schneller als das Rennen im vergangenen Jahr.»
Wird Bulegas Vorsprung auf Lecuona kleiner?
Besonders interessant: Trotz der Dominanz seines Teamkollegen sieht Lecuona weiterhin Lernpotenzial. «Ich lerne mit jedem Rennen etwas dazu und an diesem Wochenende habe ich viel gelernt. Selbst im abschließenden Rennen habe ich von Nicolo einige Linien übernommen.»
Die größte Erkenntnis für den Ducati-Piloten: Der Abstand zu Bulega wird kleiner. «Er konnte nicht davonfahren. Wir haben einen Schritt gemacht», betonte Lecuona selbstbewusst. «Ich habe Nicolo ans Limit gebracht. Ich war aber auch am Limit.»
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