Drastische Limitierung: Yamaha R9 wird eingebremst!
FIM und Dorna reduzieren Drehzahl um 800 U/min: Die maximale Drehzahl der Yamaha YZR-R9 in der Supersport-WM darf ab dem Rennwochenende in Aragon nur noch 11.000 U/min statt 11.800 U/min betragen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Motorrad-Weltverband FIM und Rechteinhaber Dorna haben vor dem Rennwochenende der Supersport-WM in Aragon (Spanien) verkündet, dass die Balance of Performance erneut angepasst wird.
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Im Nachgang zum neunten Saisonlauf in Magny-Cours (Frankreich) wurde die Entscheidung getroffen, die Maximal-Drehzahl der Yamaha YZF-R9 deutlich zu reduzieren. Statt bisher 11.800 U/min stehen den Yamaha-Piloten künftig nur noch 11.000 U/min zur Verfügung. Die Anpassung erfolgt gemäß Artikel 2.5.3.1.3 des WM-Reglements und basiert auf der jüngsten Analyse der Leistungsdaten aller beteiligten Hersteller. Mit der Entscheidung reagieren die Verantwortlichen auf die Dominanz der Yamaha R9, die zuletzt durch ihr breites nutzbares Drehzahlband deutliche Vorteile gegenüber der Konkurrenz zeigte.
Für die Yamaha-Teams bedeutet die Maßnahme eine spürbare Veränderung im Set-up und in der Fahrweise. Besonders auf den langen Geraden, wie sie in Aragon prägend sind, könnte die Reduzierung von 800 U/min einen deutlichen Einschnitt in die Höchstgeschwindigkeit bedeuten. Auch die Gangabstufung und die Auslegung der Motorcharakteristik müssen nun neu bewertet werden, um die verlorene Drehzahl bestmöglich zu kompensieren.
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Die Balance of Performance ist seit Einführung im Supersport-Reglement ein sensibles Thema. Ziel ist es, die unterschiedlichen Motorkonzepte – vom Vierzylinder bis zum Zweizylinder – auf ein vergleichbares Leistungsniveau zu bringen. In der Vergangenheit führte dies bereits mehrfach zu Diskussionen, da Eingriffe wie Drehzahlbegrenzungen oder Zusatzgewichte den Wettbewerb stark beeinflussen können.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Ob die Yamaha durch den Eingriff tatsächlich eingebremst wird oder ob die Teams schnell Lösungen finden, bleibt abzuwarten. Mit erfahrenen Fahrern und einer starken Basis dürfte die R9 auch in Aragon eine Rolle an der Spitze spielen. Gleichwohl eröffnen sich für Hersteller wie Ducati, Kawasaki, Honda oder Triumph neue Chancen, die bislang oft im Schatten von Yamaha standen.
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