Grandioses Debüt: Manzi siegt mit neuer Yamaha R9
Mit der neuen R9 möchte Yamaha in der Supersport-WM 2025 an die Erfolge der R6 anknüpfen. Ten Kate-Pilot Stefano Manzi bewies mit dem Sieg beim Saisonauftakt auf Phillip Island die Schlagkraft des Dreizylindermotorrads.
Das erste Rennen der Supersport-WM 2025 auf Phillip Island war großartig. Dass nach spätestens zehn Runden ein Reifenwechsel vorgenommen werden musste, sorgte für zusätzliche Würze, das Ergebnis wurde dadurch aber nicht wesentlich verfälscht.
Den Sieg räumte Yamaha-Pilot Stefano Manzi ab. Saisonübergreifend war es sein vierter Sieg in Serie, denn der Italiener gewann 2024 den zweiten Lauf in Estoril und danach beide Rennen beim Finale in Jerez – allerdings mit der R6. Nun sorgte Manzi für den geschichtsträchtigen ersten Sieg der neuen Yamaha R9.
"Für irgendwas in meiner Karriere wollte ich eine Legende sein", schmunzelte der 25-Jährige im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Mit dem Sieg hatte ich nicht gerechnet. Wir hatten schon realisiert, dass wir mit dem neuen Bike in manchen Bereichen stärker sind. Allerdings haben wir nicht bei so heißen Bedingungen getestet und wussten nicht, wie das Motorrad darauf reagieren würde. Aber mein Team hat eine großartige Abstimmung erarbeitet. Wir sind auch noch nicht am Ende, sondern können uns weiter steigern."
Manzi galt vor dem Saisonauftakt nicht als Favorit. Beim vorgelagerten Test wurde er Achter, ebenso in der Superpole. "Es ist fantastisch, die Ära der R9 mit einem Sieg zu beginnen. Ich muss mich bei Yamaha und dem Team bedanken, denn sie haben viel Arbeit in dieses Projekt gesteckt", betonte der VR46-Pilot. "Das Rennen war nicht einfach, denn es war ein harter Kampf und der Boxenstopp machte die Sache auch nicht einfacher. Als wir aus der Box kamen und Masia einen Vorsprung hatte, dachte ich, entweder habe ich etwas falsch gemacht oder er. Also war mein Ziel, ihn einzuholen und zu gewinnen. Es war schwer, wie immer in dieser Klasse, aber ich bin ein Kämpfer."
Supersport-Rookie Jaume Masia (Ducati) hatte tatsächlich die Mindestzeit für den Boxenstopp unterschritten und erhielt eine Zeitstrafe von 3,5 sec!
Aber Manzi weiß: Phillip Island war schon immer eine besondere Rennstrecke, auf der sich die Stärken und Schwächen eines Motorrades anders auswirken als auf den meisten Pisten in Europa. "Wenn man auf der einen Rennstrecke schnell ist, bedeutet das nicht, dass man überall schnell ist. Wir benötigen also noch viele Kilometer auf anderen Pisten, um sicher zu sein", sagte der Yamaha-Pilot. "Ich hatte vor Phillip Island ohnehin viele Fragezeichen, wo wir stehen werden, denn im Winter waren wir unter uns. Jetzt haben wir einen gewissen Eindruck."
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