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Philipp Öttl nach Strafen gefrustet: Drei Long-laps!

Platz 9 im ersten Supersport-Rennen auf dem Balaton Park Circuit war für Philipp Öttl zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber immerhin ein weiteres Top-10-Ergebnis. Am Sonntag gab er nach drei Long-Lap-Strafen gefrustet auf.

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Nach zwei sechsten Plätzen zuletzt in Donington Park sowie davor in Misano einem vierten bzw. in Most einem dritten Rang schien Philipp Öttls Saison 2025 allmählich in eine gute Richtung zu gehen. Da war Platz 12 in der Superpole und demzufolge in der Startaufstellung fürs erste Rennen am Samstag ein kleiner, aber noch korrigierbarer Rückschritt für den Ducati-Piloten vom Feel-Racing-WorldSSP-Team.

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Das gelang dem 29-jährigen Bayern in diesem mit einem guten Start auch. Die erste Runde beendete er auf der achten Position, zwei Umläufe später ging es rauf auf die sieben. Dass es am Ende nur Rang neun wurde, erklärte er im Gespräch mit SPEEDWEEK.com anschließend so: "Das war an sich okay, aber trotzdem ein schwieriges Rennen, weil wir am Anfang des Rennens vor allem am Kurveneingang so stark pushen mussten, dass mir gegen Ende des Rennens der Vorderreifen eingegangen ist. Sonst war es nicht so schlecht."

Den zweiten Lauf nahm er vom 14. Startplatz aus in Angriff, mutmaßlich allerdings etwas voreilig. Wegen Frühstarts kassierte er eine doppelte Long-Lap-Strafe, die er von seinem Bauchgefühl her nicht nachvollziehen konnte. "Keine Ahnung, ob das tatsächlich so war. Ich bin ehrlich genug, um zu sagen, da habe ich einen Fehler gemacht. Normalerweise merkt man, wenn man einen Jump-Start macht, aber das habe ich in der Situation nicht gemerkt. Ich habe schon mal einen Jump-Start gemacht, da war mir das selbst klar. Diesmal bin ich mir absolut nicht sicher."

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Doch damit nicht genug, denn "… anscheinend habe ich die erste Long Lap nicht gescheit ausgeführt und habe dafür eine weitere bekommen. Da war das Rennen ohnehin schon im Eimer, denn in der Startkurve musste ich aufmachen und bin rausgedrängt worden. Es war einfach ein scheiß Tag. Am Samstag habe ich den Start gut erwischt und bin gleich von 12 auf 7 vor, heute ging es gleich zurück auf gefühlt 25. Es tut mir leid fürs Team, wir müssen beim nächsten Rennen einfach wieder angreifen", erklärte er seinen Frust, der ihn veranlasste, das Rennen nach der achten von 18 geplanten Runden zu beenden.

Der Sache auf den Grund zu gehen, machte für Philipp Öttl keinen Sinn. "Du musst denen ja erst einmal 1.320 Euro zahlen, damit du das nochmal anschauen kannst. Das sehe ich aber nicht ein. Die werden es schon besser sehen als ich. Trotzdem bleibe ich dabei, dass es zumindest strittig war."

Als Positives will er in die lange Pause bis Magny Cours am ersten September-Wochenende mitnehmen, dass es zuletzt schon in die richtige Richtung ging. "An diesem Wochenende steckte ich durch den Sturz im Zeittraining, bei dem ich mit einem zusammengestoßen bin, gleich in Schwierigkeiten. Aber das passiert an so einem Wochenende halt manchmal. Dadurch hat mir leider ein bisschen Streckenzeit gefehlt."

Zum Balaton Park Circuit meinte er: "Ich glaube, die Strecke ist gut, nur leider sind nicht viele Fans gekommen. Die Sicherheit ist hier kein Problem. Ich mag zum Beispiel Most super gern, aber dort ist die Sicherheit meines Erachtens problematischer. Ich habe mir hier nix dabei gedacht, aber das sollte man als Rennfahrer sowieso nie. Vom Layout her gibt es schönere Strecken. Von daher war es nicht gerade Liebe auf den ersten Blick, aber unterm Strich ist sie okay."

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Auch wenn jetzt die lange Sommerpause kommt, sind acht von zwölf Rennen, also zwei Drittel, bereits gefahren. Zeit, um an nächstes Jahr zu denken. Dazu sagte Öttl: "Ich würde gern in der Supersport bleiben und wenn es möglich ist, auch bei dem Team. Ich arbeite gern mit Italienern zusammen. Ich fühle mich auch bei Ducati und der ganzen Atmosphäre bei den Italienern, bei denen ich schon gefahren bin, sehr wohl und könnte mir mit denen auch eine längere Zukunft vorstellen kann – auch was die Zeit nach der Karriere betrifft."

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