Kein Glück am 30. Geburtstag: Philipp Öttl stürzte in der Startrunde
Zum 30. Geburtstag erlebte Philipp Öttl bei der Supersport-WM im Balaton Park ein enttäuschendes Sonntags-Rennen. Nach frühem Sturz blieb der Ducati-Pilot ohne Punkte.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Für Philipp Öttl hätte es ein besonderer Tag werden sollen: Am Sonntag feierte der Ducati-Pilot seinen 30. Geburtstag – doch im zweiten Lauf der Supersport-WM im Balaton Park gab es sportlich nichts zu feiern.
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Bereits der Start verlief alles andere als optimal. Von Position 8 ins Rennen gegangen, verlor Öttl in den ersten Metern mehrere Plätze. «Ich war mir nicht sicher, ob ich zu früh gestartet bin. Ich verlor auf jeden Fall einige Positionen beim Start», schilderte der Deutsche beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Ungarn. Sturz in Kurve 5 begrub alle Hoffnungen In der Anfangsphase unterlief ihm dann ein folgenschwerer Fehler: «In die erste Kurve hinein habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Dann verschätzte ich mich in Kurve 5 beim Anbremsen. Ich kam von der Linie auf den schmutzigen Teil der Strecke. Und dort rutschte das Motorrad weg.»
Der Sturz bedeutete faktisch das vorzeitige Aus im Kampf um Punkte. Dennoch setzte Öttl das Rennen fort – aus taktischen Gründen: «Ich bin weitergefahren, weil ich dann im Falle eines Rennabbruchs startberechtigt gewesen wäre. Dann wäre vielleicht noch etwas möglich gewesen.» Am Ende wurde er mit sechs Runden Rückstand jedoch nicht gewertet.
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Dabei hatte sich der Tag zunächst vielversprechend entwickelt. «Die Änderungen, die wir im Warm-up gemacht haben, hatten positive Auswirkungen. Ich fühlte mich sehr gut. Es war richtig schade, dass das Rennen so zeitig vorbei war», erklärte Öttl, der das Wochenende insgesamt ernüchtert bilanzierte: «Das war ein Tag, an dem leider gar nichts zusammengepasst hat.»
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Öttl verliert wichtige Punkte, ist aber weiterhin WM-Vierter Besonders bitter: Im Kampf um die Weltmeisterschaft wäre deutlich mehr möglich gewesen, denn mit Ausnahme von Yamaha-Pilot Albert Arenas ließen alle Spitzenfahrer einige Punkte liegen. «Heute hätten wir viele Punkte auf Debise gutmachen können», ärgerte sich der Ducati-Pilot. Stattdessen baute Albert Arenas mit seinem Sieg die WM-Führung weiter aus. Nach vier von zwölf Rennwochenenden liegt Öttl als Vierter 61 Punkte zurück.
Ein strukturelles Problem sieht der Bayer weiterhin im Qualifying: «Wir müssen unser Qualifying verbessern, damit ich weiter vorne starten kann.» Zudem spielte der Balaton Park den Ducati-Piloten nicht in die Karten: «Dieser Kurs ist keine unserer stärkeren Strecken. Drei Yamahas auf dem Podium verdeutlichen das.» Mit Blick auf das nächste Rennwochenende in Most zeigt sich Öttl dennoch vorsichtig optimistisch: «Wir sind WM-Vierter, das ist nicht schlecht. Die anderen sind aber konstanter vorne dabei.» Und weiter: «Most ist eine Strecke, auf der unser Motorrad besser funktioniert. Yamaha war dort aber im vergangenen Jahr auch stark. Andererseits waren sie im letzten Jahr auf allen Strecken stark.»
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