Mit Platz 10 im ersten Vorlauf von Anaheim 2 verpasste Dominique Thury (Yamaha) nur um einen Platz den direkten Finaleinzug. Entsprechend motiviert startete der Glücksritter aus Schneeberg, der auf eigene Faust in den USA an den Start geht, in den Hoffnungslauf, in dem die letzten 4 Finalteilnehmer ermittelt werden. Entschlossen und siegeshungrig Obwohl Thury nur auf Platz 7 startete, zeigte er im LCQ enormen Kampfgeist und arbeitete sich stringent nach vorne. Besonders in der Sandsektion und in den Whoops machte er immer wieder Boden gut und zeigte mehrere clevere Überholmanöver: Hinterschneiden, Außenlinien, Innenlinien. Thury war in Bestform und erreichte die Top-4 der Transferplätze. Doch das reichte dem Schneeberger nicht. Er überholte weiter und erreichte den Spitzenreiter Crockett Myers (Suzuki), den er auch noch überholte und in Führung ging. Erstmals in der Karriere von Thury leuchteten die grünen 'Leader Lights' an seinen Gabelholmen auf – wie verrückt war das denn? Erstmals leuchteten die grünen 'Leader Lights' an seinen Gabelholmen – wie verrückt war das denn?
Am Ende wollte es Thury wissen und unbedingt den Sieg nach Hause bringen, doch er kam von der Strecke ab und schaffte es gerade noch rechtzeitig vor dem Rest des Feldes. Mit Platz 2 stand Thury erstmals in diesem Jahr im Finale. Technisch anspruchsvolle Strecke «Anaheim 2 war großartig», freute sich der Deutsche. «Ich habe mich gut gefühlt und war froh, dass die Strecke so tiefe Spurrillen hatte und technisch anspruchsvoll war.» In dieser Saison haben die Streckenbegrenzungen (Tuff Blocks) einen dreieckigen Querschnitt. Die Fahrer bleiben im Falle einer Kollision nicht so schnell mit den Fußrasten hängen, was die Sicherheit verbessert. «Ich war froh, dass es dieses Jahr diese neuen Tuff Blocks gibt», erklärt Thury. «Die haben mir im LCQ echt den Hintern gerettet.» Die neuen Tuffblocks haben mir den Hintern gerettet.Dominique Thury
«Leider bin ich im Main Event wieder auf einem Tuff Block gelandet, doch diesmal konnte ich es nicht abfangen. Ich bin auf Platz 12 liegend gestürzt und am Ende 15. geworden. Trotzdem war es ein richtig guter Tag auf einer schönen Strecke. Meine Starts brauchen noch etwas Arbeit, aber abgesehen davon fühle ich mich besser als je zuvor auf dem Bike. Ich bin zufrieden damit, wo ich mental in diesem Jahr stehe. Das war etwas, womit ich früher immer Probleme hatte. Genau das macht den größten Unterschied.» Thury sieht in diesem LCQ extrem gut ausRicky Carmichael
Auf Platz 15 holte Thury 7 Meisterschaftspunkte und rangiert nach 3 absolvierten Events auf dem 22. Platz der Tabelle.