Ken Roczen (Suzuki): «Ich versuche, meine positive Einstellung zu halten»
Der deutsche Suzuki-Pilot Ken Roczen gewann das erste Finale des Triple Crown Supercross von Indianapolis und flog im zweiten Finale heftig ab, wodurch er in der Tabelle weiter in Rückstand geriet.
Beim
Guter Auftakt in den Tag
Der Tag im Lucas Oil Stadium begann nahezu einwandfrei. Im ersten Finale startete er zwar gut, aber nicht perfekt, überholte in den ersten Runden Justin Cooper, Jorge Prado und Cooper Webb und gewann das Rennen mit einer souveränen Leistung. Der Start zum zweiten Finale war etwas schlechter und Ken wollte seine im ersten Rennen gezeigten Manöver direkt wiederholen, doch er strauchelte am Table der On-Off-Sektion, sprang einen nachfolgenden Dreifachsprung nur doppelt und wurde vom nachfolgenden Aaron Plessinger, der den Sprung voll genommen hatte, beim Absprung am dritten Hügel getroffen. Beide Piloten krachten zusammen und gingen spektakulär zu Boden. Beide kamen glücklicherweise mit dem Schrecken davon. Für Plessinger war der Tag in Indiana damit dennoch beendet, Ken konnte weiterfahren und startete eine Aufholjagd vom Ende des Feldes bis auf Platz 10. Einzelheiten zu Kens Crash finden Sie in
Der Crash aus der Perspektive von Ken Roczen
«Ich bin an Prado vorbeigegangen und dann mit den Rädern in unterschiedliche Spurrinnen gekommen», erinnert sich der Thüringer. «Deshalb konnte ich den nachfolgenden Sprung nicht voll nehmen. In dem Moment dachte ich mir, dass das in der ersten Runde wirklich kein guter Zeitpunkt ist. Ich habe zurückgeschaut und Plessinger schon hinter mir gesehen. In diesem Moment wusste ich, dass die Sache nicht gut ausgehen würde. Er ist dann voll in mein Bike gekracht und ich bin sehr hart auf dem Rücken gelandet. Bei Aaron habe ich mich danach sofort entschuldigt.»
«In dem Moment dachte ich mir, dass das in der ersten Runde wirklich kein guter Zeitpunkt ist.»Ken Roczen
Versuch der Schadensbegrenzung
Damit waren Kens Ambitionen auf den Sieg pulverisiert. Dass er nach diesem Einschlag noch die Pace hatte, vom Ende des Feldes bis auf Platz 10 nach vorne zu fahren, zeigt seinen enormen Kampfgeist. «Für mich war es leider wieder eine nicht genutzte Gelegenheit», meint der Deutsche, «aber ich versuche trotzdem, positiv zu bleiben.»
Die Folgen des Crashs
Während Aaron Plessinger nach dem Zwischenfall aufgeben musste, konnte Ken Roczen nicht nur das zweite Finale zu Ende fahren, sondern er startete auch zum dritten Finale. Auf die Frage, ob ihn der Einschlag im dritten Rennen behindert habe, antwortete er: «In der Aufwärmrunde habe ich die Folgen des Sturzes noch gespürt, aber im Rennen hat es mich eigentlich nicht behindert.»
Kritik an der Strecke
Der Kurs von Indianapolis gilt als einer der härteren Strecken im Kalender. Die Strecke war in ständiger Veränderung und es bildeten sich tiefe Spurrinnen. «Ich verstehe nicht, warum ausgerechnet hier ein Triple Crown veranstaltet wird», meint Roczen. «Indianapolis ist eine brutale Strecke. Hier ein Triple Crown zu veranstalten, ist wirklich nicht die beste Idee. Drei Starts und drei Rennen über 17 Runden auf solch einer zerfahrenen Strecke sind einfach zu viel.»
Rückstand jetzt auf 28 Punkte angewachsen
Am Ende wurde Roczen mit einem 1-10-3-Ergebnis Fünfter der Tageswertung, während Tabellenführer Hunter Lawrence mit einem 2-4-1-Resultat gewann und sich damit weitere 25 Punkte sicherte. Für Platz 5 gibt es in den USA 17 Zähler und damit erhöhte sich Roczens Rückstand nach 9 von 17 absolvierten Events auf 28 Punkte. Damit ist er nicht aus dem Rennen, aber für den Titelgewinn wird es jetzt zunehmend schwieriger.
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