US-Supercross Lites Ost
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Mit einem Sieg beim 5. Lauf der US-Supercross-Meisterschaften in Glendale verbesserte sich Ken Roczen in der Meisterschaft auf den 2. Tabellenrang. Tomac stürzte, Hunter Lawrence ist Tabellenführer.
5. Lauf der US-Supercross-Meisterschaften im riesigen und gut gefüllten State Farm Stadium von Glendale (Arizona): Schon in den Qualifyings zeigte sich der deutsche Suzuki-Pilot Ken Roczen bestens aufgelegt und beendete das 450er-Qualifying auf Platz 3 mit 0,3 Sekunden Rückstand zu Polesetter Jorge Prado (KTM), der die erste Pole in seiner noch jungen Supercross-Karriere holte.
Der Spanier konnte nach dem erfolgreichen Qualifying auch den zweiten Vorlauf gewinnen. Den ersten Heat dominierte Tabellenführer Eli Tomac (KTM), der sich auf Platz 2 qualifiziert hatte. Ken Roczen wurde am Start zum zweiten Vorlauf etwas abgedrängt und hing später hinter seinem Teamkollegen Jason Anderson fest. Allerdings begrenzte der Thüringer im Vorlauf auch das Risiko, versuchte es nicht mit der 'Brechstange', sondern fuhr taktisch klug. Platz 4 war für einen guten Startplatz im Finale ausreichend.
Ken Roczen startete von der linken Seite des Startgatters zwischen Chase Sexton (Kawasaki) und Eli Tomac, doch schon in der ersten Linkskurve nach der langen Startgeraden geriet Christian Craig (Honda) ins Straucheln und stürzte. Eli Tomac und Colt Nichols (Suzuki), die sich direkt dahinter befanden, hatten keine Chance auszuweichen und gingen ebenfalls zu Boden. Vince Friese (Kawasaki) zog den Holeshot, doch noch in der ersten Runde setzte sich Hunter Lawrence (Honda) an die Spitze.
In den ersten 3 Runden musste sich Ken Roczen gegen die Attacken von Cooper Webb (Yamaha) verteidigen, doch Ken fand seinen Rhythmus, schloss die Lücke zu Lawrence und ging in der 5. Runde mit einem beherzten Scrub am Zielhügel in Führung. Seine Boxen-Crew zeigte ihm danach die Message 'Animal' an und besonders in den Sandsektionen konnte der Deutsche immer wieder Boden gutmachen und sich in Führung liegend absetzen.
Eli Tomac schien sich zunächst die linke Hand angeschlagen zu haben, aber mit einer halben Minute Rückstand nahm er nach seinem Desaster in der ersten Runde das Rennen wieder auf und kämpfte sich Schritt für Schritt nach vorne. Der Tabellenführer musste sich mit Platz 12 zufriedengeben. Damit verlor Tomac ausgerechnet bei seinem Heimrennen die Tabellenführung und fiel auf Platz 3 zurück.
Nach der Hälfte des Finals hatte Roczen einen Vorsprung von 4 Sekunden herausgefahren. Malcolm Stewart (Husqvarna) stürzte im Sand und musste das Rennen angeschlagen beenden. Ken Roczen gewann am Ende souverän mit einem Vorsprung von 3,3 Sekunden vor Hunter Lawrence und Cooper Webb. Webb war am Ende bereits knapp 17 Sekunden zurückgefallen. Mit Platz 2 in Glendale übernahm Hunter Lawrence in Glendale nach 5 von 17 Rennen die Meisterschaftsführung. Ken Roczen verbesserte sich von Platz 3 auf 2 und verkürzte seinen Rückstand zur Tabellenspitze von 12 auf 5 Punkte. Hunter Lawrence wird in der kommenden Woche in Seattle mit dem Red Plate des Meisterschaftsführenden antreten.
«Es ist unglaublich», erklärte Roczen auf dem Podium. «Friese hat mir in der ersten Kurve die Linie abgeschnitten, sonst hätte ich sicher den Holeshot gezogen. Ich konnte danach Hunter überholen und ich wusste, dass es ein langes Finale werden würde. Die Strecke war sehr schnell. Ich möchte diesen Sieg meinem Team-Manager Larry Brooks widmen, der heute nicht hier sein kann.» Larry Brooks gab vor wenigen Tagen bekannt, dass er an Darmkrebs erkrankt ist. «Wir denken jeden Tag an dich und dieser Sieg gehört dir.»
Ich widme diesen Sieg meinem Team-Manager Larry Brooks, der heute nicht hier sein kann.Ken Roczen
Ken Roczen (D), Suzuki
Hunter Lawrence (AUS), Honda
Cooper Webb (USA), Yamaha
Justin Cooper (USA), Yamaha
Jorge Prado (E), KTM
Joey Savatgy (USA), Honda
Chase Sexton (USA), Kawasaki
Aaron Plessinger (USA), KTM
Dylan Ferrandis (F), Ducati
Justin Hill (USA), KTM
Jason Anderson (USA), Suzuki
Eli Tomac (USA), KTM
Garett Marchbanks (Kawasaki)
Christian Craig (USA), Honda
Shane McElrath (USA), Honda
Ferner: 22. (DNF) Malcolm Stewart (USA), HusqvarnaDNS: RJ Hampshire (USA), HusqvarnaDNS Austin Forkner (USA), Triumph
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 106
Ken Roczen (D), Suzuki, 101, (-5)
Eli Tomac (USA), KTM, 98, (-8)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 91, (-15)
Chase Sexton (USA), Kawasaki, 89, (-17)
Justin Cooper (USA), Yamaha, 75, (-31)
Jorge Prado (E), KTM, 73, (-33)
Jason Anderson (USA), Suzuki, 73, (-33)
Joey Savatgy (USA), Honda, 66, (-40)
Dylan Ferrandis (F), Ducati, 62, (-44)
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