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Testpilot Lorenzo Savadori: Aprilia hat für 2026 noch einmal nachgelegt

Sechs Tage Sepang, hunderte Kilometer und körperlich am Limit: Aprilia-Testpilot Lorenzo Savadori zieht ein positives Fazit und sieht in der RS-GP für 2026 einen klaren Fortschritt.

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Aprilia-Testpilot Lorenzo Savadori blickt nach insgesamt sechs intensiven Testtagen in Sepang – dem Shakedown mit Testfahrern und Rookies sowie dem anschließenden MotoGP-Test mit allen Stammfahrern – auf ein arbeitsreiches, aber vielversprechendes Programm zurück. Beim offiziellen Test sprang der Italiener für den nach einer Operation nur zuschauenden Jorge Martin ein und absolvierte dabei ein enormes Pensum an Runden. Zusammen mit Marco Bezzecchi arbeitete Savadori akribisch an der Entwicklung.

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Die körperliche Belastung war entsprechend hoch. Savadori erklärte: «Mein Nacken funktioniert leider nicht richtig, weil ich körperlich ziemlich erschöpft bin. Sechs Tage hier und jeden Tag 60 oder mehr Runden – das ist nicht einfach. Aber ich möchte mich wirklich bei den Leuten in der Rennabteilung in Noale bedanken, denn das 2026er-Bike ist gut und wir starten mit dem richtigen Fuß in die neue Saison, weil das Motorrad sehr konkurrenzfähig wirkt. Natürlich ist es in der MotoGP nie genug und wir müssen immer weiter zulegen, aber meine Einschätzung und die von Marco sind gleich. Das ist gut für Noale, weil wir in die gleiche Richtung pushen.»

Details: Was bei der 2026er-Aprilia besser ist

Der Testfahrer bestätigte damit zugleich, dass die 2026er-Aprilia einen Schritt nach vorne gemacht hat – und das, obwohl das 2025er-Modell bereits auf hohem Niveau unterwegs war. Verbesserungen seien nicht auf eine spezifische Region beschränkt: «Es geht nicht nur um einen Bereich, sondern um kleine Details am gesamten Motorrad – etwas mehr Topspeed, Verbesserungen beim Bremsen und bei der Beschleunigung. Es sind kleine Änderungen in verschiedenen Bereichen, deshalb fällt das Gesamtresultat positiv aus.»

Ein Schwerpunkt lag auch auf der Aerodynamik. Savadori arbeitete bereits im Shakedown an verschiedenen Lösungen und bereitete das Paket für die Stammfahrer vor: «Ja, ich habe alle aerodynamischen Lösungen bereits beim Shakedown getestet, um das Motorrad, die Leistungsabgabe und die Motorbremse vorzubereiten. Wenn man neue Aero-Teile ausprobiert, muss man auch die elektronische Strategie anpassen. Wir haben das Paket für Marco vorbereitet, und hier testet er es zum ersten Mal.»

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Unterschiede seien klar spürbar: «Ja, natürlich spüre ich den Unterschied und er gefällt mir. Wir müssen das auch auf einer anderen Strecke ausprobieren, denn hier gibt es im Moment viel Grip, ganz anders als beim Rennen. Wir müssen das besser verstehen und werden es natürlich in Thailand testen.»

Ob er dort selbst erneut zum Einsatz kommt, ist noch offen: «Ich weiss es nicht, es steht nicht im Programm.» Aktuell ist geplant, dass Jorge Martin wieder fährt. Nach den vielen Kilometern zeigte sich Savadori physisch angeschlagen, betonte jedoch, dass dies vor allem dem enormen Pensum geschuldet sei: «Bei mir ist es rein körperlich. Nach sechs Testtagen werde ich langsam müde, weil ein MotoGP-Bike physisch sehr fordernd ist und 60 Runden pro Tag ungefähr 300 bis 400 Kilometer bedeuten – rund 380 Kilometer täglich. Das ist einfach sehr viel Arbeit. Insgesamt sind wir aber zufrieden.»

Handling überzeugt: Weniger Kraftaufwand als früher nötig

Das Fazit zur Entwicklung fällt eindeutig aus. Das 2025er-Bike sei bereits abgehakt: «Ja, ja. Ich habe beim Shakedown zwei Runs gemacht, aber sofort mit der Arbeit am 2026er-Bike begonnen. Und ich wiederhole: Es ist ein Stück besser als das 2025er-Modell. Wenn man bereits ein sehr gutes Motorrad hat – und das hatten wir im vergangenen Jahr –, ist es nicht einfach, es weiter zu verbessern. Deshalb möchte ich mich wirklich bei Noale und der Rennabteilung bedanken, denn wir haben einen Schritt nach vorne gemacht.»

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Besonders bemerkenswert: Im Vergleich zu älteren MotoGP-Aprilias ist die aktuelle Generation deutlich fahrbarer und körperlich weniger fordernd. Savadori bestätigte: «Ja, absolut. Das Motorrad ist viel einfacher zu fahren, man braucht weniger Kraft. Es hat sich in allen Bereichen verbessert, ist agiler und präziser beim Richtungswechsel. Dass ich müde aussehe, liegt daran, dass ich sehr viele Runden gefahren bin. Ich bin auch nur ein Mensch – das ist normal.»

Ergebnisse MotoGP Sepang-Test (kombiniert)

Pos.

Fahrer

Hersteller

Zeiten

1.

Alex Marquez (E)

Ducati

1:56,402 min

2.

Marco Bezzecchi (I)

Aprilia

+0,124 sec

3.

Fabio Di Giannantonio (I)

Ducati

+0,383

4.

Marc Marquez (E)

Ducati

+0,387

5.

Joan Mir (E)

Honda

+0,472

6.

Francesco Bagnaia (I)

Ducati

+0,527

7.

Franco Morbidelli (I)

Ducati

+0,581

8.

Pedro Acosta (E)

KTM

+0,714

9.

Maverick Vinales (E)

KTM

+0,724

10.

Raul Fernandez (E)

Aprilia

+0,843

11.

Enea Bastianini (I)

KTM

+0,888

12.

Ai Ogura (J)

Aprilia

+0,924

13.

Luca Marini (I)

Honda

+1,163

14.

Alex Rins (E)

Yamaha

+1,178

15.

Brad Binder (ZA)

KTM

+1,188

16.

Johann Zarco (F)

Honda

+1,199

17.

Fabio Quartararo (F)

Yamaha

+1,467

18.

Jack Miller (AUS)

Yamaha

+1,754

19.

Toprak Razgatlioglu (TR)

Yamaha

+1,924

20.

Diogo Moreira (BR)

Honda

+2,074

21.

Lorenzo Savadori (I)

Aprilia

+2,164

22.

Augusto Fernandez (E)

Yamaha

+2,876

23.

Andrea Dovizioso (I)

Yamaha

+4,279

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