Cooper Webb (Yamaha) über Sieg und Beinahe-Crash mit Ken Roczen (Suzuki)
Titelverteidiger Cooper Webb (Yamaha) holte beim Triple Crown Event von Houston (Texas) seinen ersten Tagessieg in der laufenden Supercross-Saison, doch im 3. Lauf überstand er einen heiklen Moment.
Titelverteidiger Cooper Webb (Yamaha) ist bekannt dafür, dass er etwas Anlaufzeit benötigt, um seine Höchstform zu erreichen. In diesem Jahr schien er aber besonders lange zu brauchen, denn nach 3 Runden rangierte der Star Racing Yamaha-Pilot nur auf dem 6. Platz. In Houston meldete er sich beim ersten Triple Crown Event der Saison 2026 zurück und wurde mit einem 4-2-3-Ergebnis Tagessieger. Er gewann zwar kein Finale, war aber am Ende mit 9 Punkten der Konstanteste und, das muss dazu gesagt werden, er hatte verdammt viel Glück, denn sein missglückter Sprung in der ersten Runde des dritten Finals hätte böse enden können.
Webbs Beinahe-Crash im dritten Finale
Vor dem Absprung über den Zielhügel in der ersten Runde des 3. Laufs touchierte Webb die Husqvarna von RJ Hampshire und erwischte den Absprung nicht, sodass er den Doppelsprung einzeln nehmen musste. Direkt hinter ihm flog aber Ken Roczen (Suzuki) heran, der den Sprung voll nahm. Schon während der Flugphase sah Ken, dass Cooper unter ihm rollte, streckte in der Luft das linke Bein aus, um seine Flugbahn noch etwas nach links abzulenken und landete knapp vor ihm. «Die Situation in der ersten Runde war wirklich heikel», erklärte Ken nach dem Rennen. «Cooper ist kurz vor der Ziellinie mit jemandem zusammengestoßen und nach links geschossen. Zum Glück hat er abgebremst, ich bin über den Hügel gesprungen und die Situation hätte wirklich schlimm enden können. Mir blieb in diesem Moment beinahe das Herz stehen.» Auch Aaron Plessinger (KTM) verfehlte Webb bei seiner Landung nur knapp.
Mir blieb in diesem Moment beinahe das Herz stehen.Ken Roczen
Webb hatte also riesiges Glück, dass er nicht von den nachfolgenden Fahrern getroffen wurde. Er beendete das Rennen auf Rang 3 hinter Eli Tomac (KTM) und Hunter Lawrence (Honda) und holte sich mit dem Tagessieg 25 Punkte. Damit verkürzte er seinen Rückstand zur Spitze von 24 auf 17 Punkte und verbesserte sich in der Tabelle von Rang 6 auf Platz 5.
Knoten endlich geplatzt
Wie Cooper Webb selbst zugab, stand er in Houston enorm unter Druck, denn das Unternehmen Titelverteidigung schien nach 3 Meisterschaftsläufen in weite Ferne gerückt zu sein. Trotz guter Vorbereitung und harter Arbeit wollten sich die Ergebnisse in diesem Jahr einfach nicht einstellen und führten zu Selbstzweifeln. «Dieser Sieg gibt mir endlich wieder Selbstvertrauen», meint Webb. «Entscheidend war die Unterstützung meiner Frau, die mir half, die Situation nüchtern zu betrachten.»
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