Zukunft von Lewis Hamilton: Extra-Druck wegen Formel-1-Talent Ollie Bearman
Mit Ollie Bearman gehört ein starkes Talent zum Fahrerkader von Ferrari. GP-Veteran David Coulthard ist überzeugt: Ferrari kann sich die Chance nicht entgehen lassen, den Briten zu befördern.
Wie gut Ollie Bearman im Formel-1-Ferrari ist, bewies der Brite bereits in der Saison 2024. Weil eine akute Blinddarmentzündung dafür sorgte, dass der damalige Ferrari-Stammpilot Carlos Sainz in Saudi-Arabien nicht antreten konnte, kam kurzerhand der junge Ferrari-Nachwuchsstar zum Zug, der damals noch in der Formel 2 unterwegs war.
Bearman sprang nach dem zweiten Training ein – und schaffte es dennoch im Qualifying fast in die Top-10. Er musste sich mit dem elften Startplatz begnügen, nachdem er den Q3-Einzug um nur 36 Tausendstel verpasst hatte. Im Rennen schlug er sich noch besser, am Ende durfte er sich über den siebten Platz und seine ersten sieben WM-Zähler freuen.
Im darauffolgenden Jahr durfte er beim Ferrari-Motorkunden Haas seine erste Saison in der Königsklasse bestreiten. Für den US-Rennstall tritt der mittlerweile 21-jährige Hoffnungsträger auch in diesem Jahr an. Die Frage lautet, wie lange sich Bearman mit dem Cockpit im Mittelfeldteam begnügen will. Oder anders gesagt: Wie lange kann Ferrari die Beförderung ins eigene Werksteam hinauszögern, um den schnellen Briten nicht zu verlieren?
Genau das fragten sich auch der frühere F1-TV-Reporter Will Buxton und Ex-GP-Pilot David Coulthard im Podcast «Up To Speed». Und Coulthard warnt: Das Timing für die Beförderung ist entscheidend. «Sie werden diese Chance nicht verstreichen lassen wollen, und das sorgt für zusätzlichen Druck, was Lewis Hamiltons Zukunft angeht. Ich gehe davon aus, dass Lewis derjenige ist, der sich zuerst verabschieden wird.»
«Denn wenn ein Star am Aufsteigen ist, muss man diese Gelegenheit nutzen, und wenn er zu lange dort bleibt, ohne herausgefordert zu werden – denn seien wir ehrlich: Es ist ein grosser Unterschied, ob man bei Haas fährt und über den Erwartungen liegt, oder ob man bei Ferrari fährt und eine halbe Zehntelsekunde langsamer ist als der Teamkollege –, dann ändert sich alles», ist sich der Schotte sicher.
«Es geht also darum, den richtigen Moment zu finden, um ihn ins Rampenlicht zu rücken – das echte Rampenlicht, und dieses ist viel, viel heisser, als es sich irgendeiner dieser Fahrer im Mittelfeld wirklich vorstellen kann», betont der 55-Jährige.
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