Pole-Position für Bentley und Ford in Hockenheim

Von Oliver Müller
ADAC GT Masters
Sie waren wie schnellsten Piloten in Hockenheim: Luca Stolz (li.) und Frank Kechele

Sie waren wie schnellsten Piloten in Hockenheim: Luca Stolz (li.) und Frank Kechele

Beim Saisonfinale des ADAC GT Masters fuhren Bentley-Pilot Luca Stolz und Frank Kechele im Ford GT die jeweils besten Zeiten in der Qualifikation. Gute Ausgangslage für die Tabellenführer Sebastian Asch/Luca Ludwig.

An diesem Wochenende ist es soweit. Eine spannende ADAC-GT-Masters-Saison 2015 findet mit den beiden Läufen am Hockenheimring ihr Finale. Und schon in der Qualifikation wurde richtig Action geboten. In Abschnitt 1, der für den Lauf am Samstag Relevanz hat, fuhr Luca Stolz im Bentley Continental GT3 mit 1:39,596 Minuten Bestzeit. Damit lag der Pole-Setter nur 0,087 Sekunden vor dem zweitplatzierten Christian Engelhart (Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R). Porsche-Spezialist Engelhart ist dieses Wochenende wieder als Teamkollege von Meisterschaftsanwärter Klaus Bachler im Einsatz. Die Top 3 komplettierte Sebastian Asch im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 (Team Zakspeed), der mit 0,098 Sekunden Rückstand ebenfalls nur knapp geschlagen wurde.

Für Asch und Teamkollege Luca Ludwig geht es im Lauf am Samstag bereits um alles: Denn verlieren beide dann nicht mehr als fünf Meisterschaftspunkte auf die Verfolger Dominik Baumann und Klaus Bachler, ist ihnen der Titel schon vorzeitig sicher. «Wir können mit Platz drei auf jeden Fall zufrieden sein. Das bedeutet: Ich stehe ausserdem noch auf der richtigen Seite im Grid. Die Ausgangsposition ist also gut», freute sich Asch nach der Quali auf den Samstagslauf. «Wir wollen morgen natürlich alles so wie immer machen und mit Routine agieren - so als ob es ein ganz normales Rennen ist», gab der Sohn vor Tourenwagen-Legende Roland Asch die Marschroute für das Rennen zur möglichen Titelentscheidung vor.

Hinter dem Trio an der Spitze platzierte sich Rahel Frey im Audi R8 LMS ultra (YACO Racing). «Die zweite Startreihe, das ist ein super Ergebnis», strahlte die Schweizerin nach getaner Arbeit. Damit stellte sie ihren Wagen in Mitten der Titelkandidaten und könnte so das berühmte Zünglein an der Waage in der Meisterschaftsentscheidung sein. «Wir haben nichts zu verlieren und greifen an. Sicherlich ist der Puls der Piloten um uns herum höher als unserer», bleibt sie cool. Ein grosses Lächeln zauberte es ausserdem auf Freys Lippen, dass sie sogar DTM-Pilot und Gaststarter Bruno Spengler schlagen konnte. «Ich finde es super, dass er hier ist. Ich denke, dass die Serie dadurch sicher noch mehr Aufmerksamkeit bekommt. Aber vor allem sehen diese Piloten auch einmal, wie hoch das Level im ADAC GT Masters ist», sagte sie selbstbewusst.

Spengler, der in Hockenheim mit Meisterschaftsaspirant Dominik Baumann im Schubert-BMW fährt, landete am Ende auf Position fünf. «Viel mehr war nicht drin. Der Platz ist OK», bilanzierte er. Spengler ist der erste aktive DTM-Fahrer, der im ADAC GT Masters antritt. Dementsprechend hatte der Kanadier auch eine für ihn ganz besondere Herausforderung zu bewältigen, wie er gegenüber SPEEDWEEK.com erklärte: «Ich musste mit kalten Reifen aus der Box heraus fahren. Das bin ich gar nicht mehr gewöhnt. Ich fahre ja seit über zehn Jahren mit Heizdecken.» Grundsätzlich ist Spengler vom ADAC GT Masters begeistert. «Das ist eine super schöne Meisterschaft. Die Stimmung ist gut. Tolle Autos, starke Fahrer. Das macht Spass.»

Spannung ist auch für den zweiten Lauf des Wochenendes am Sonntag programmiert. Von der Pole-Position wird der Ford GT GT3 starten. Beim Gaststart des Wagen von Lambda Performance fuhr Pilot Frank Kechele eine Zeit von 1:38,916 min und damit satte 0,376 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Luca Ludwig im Zakspeed-Mercedes. Damit steht Ludwig vier Plätze vor den Titelkonkurrenten Klaus Bachler im Porsche und fünf vor BMW-Mann Dominik Baumann.

Beide Rennen des ADAC GT Masters starten jeweils um 13:15 Uhr und werden wie üblich auf SPORT1 übertragen.

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