Wie schlagen sich die neuen Supersportwagen?

Von Felix Schmucker
ADAC GT Masters
Markenvielfalt im ADAC GT Masters: Porsche 911 GT3 R, Audi R8 LMS, Corvette C7 GT3 und BMW M6 GT3

Markenvielfalt im ADAC GT Masters: Porsche 911 GT3 R, Audi R8 LMS, Corvette C7 GT3 und BMW M6 GT3

In der ADAC-GT-Masters-Saison 2016 starten sechs neue GT3-Modelle. Wo stehen die Newcomer nach vier Rennen in der 'Liga der Supersportwagen'? Drei von sechs Fahrzeugen konnten bereits Siege einfahren.

Vier von 14 Rennen im ADAC GT Masters 2016 sind gefahren. Zwischen dem vergangenen Rennwochenende auf dem Sachsenring und dem Motorsport-Festival gemeinsam mit der DTM auf dem Lausitzring (3. bis 5. Juni) hat die 'Liga der Supersportwagen' eine kleine Pause. Eine gute Gelegenheit, einen Blick auf das bisherige Abschneiden der neuen GT3-Modelle, die erstmals eine komplette Saison im ADAC GT Masters bestreiten, zu werfen.

Audi R8 LMS: Die zweite Generation des Mittelmotorwagens aus Ingolstadt ist mit den meisten Vorschusslorbeeren aller Modelle in die Saison gestartet, denn schon 2015 bestritt der R8 wichtige Langstreckenrennen, fuhr dabei Siege ein und bewies so schon seine Tauglichkeit, bevor manch Konkurrenzmodell überhaupt der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die gute Frühform münzten die sechs Audi-Teams im ADAC GT Masters in erfolgreiche Rennresultate um. Von den zwölf möglichen Podesträngen belegten sie acht, jeweils vier zweite und dritte Ränge. Connor De Phillippi und Christopher Mies (beide Montaplast by Land-Motorsport) führen die Fahrerwertung an, De Phillippi ist zudem Spitzenreiter in der Juniorenwertung. Auf den ersten Sieg im ADAC GT Masters wartet der neue R8 LMS allerdings noch.

BMW M6 GT3: Mit seinem bulligen Äusseren begeisterte der M6 GT3 die Fans bei seiner Vorstellung. Das Coupé aus München wird im ADAC GT Masters ausschliesslich von Schubert Motorsport eingesetzt. Jesse Krohn und DTM-Pilot Martin Tomczyk, der beim Saisonauftakt Stammfahrer Louis Delétraz ersetzte, bescherten dem BMW beim Schubert-Heimspiel in Oschersleben mit einem fünften Rang im ersten Rennen einen guten Einstand. Im zweiten Rennen gab es ebenfalls Zählbares zu vermelden: Von Startplatz 18 kämpfte sich das Duo bis auf Rang acht im Ziel nach vorn. Auch am Sachsenring zeigte sich der M6 schnell. Doch eine technische Unregelmässigkeit kostete den guten fünften Startplatz und damit die Chance auf eine mögliche Podestplatzierung im ersten Rennen. Nach einem Ausfall im zweiten Lauf hoffen Krohn/Delétraz auf mehr Glück auf dem Lausitzring.

Corvette C7 GT3: Die von Callaway Competition konzipierte und gebaute C7 GT3 knüpfte in der Saison 2016 auf Anhieb an die Erfolge des Vorgängermodells Z06.R GT3. ADAC GT Masters-Rekordsieger Daniel Keilwitz und sein Teamkollege, der französische Rookie Jules Gounon, legten in den ersten vier Rennen eine steile Entwicklungskurve hin: Rang sieben, Platz vier, Sieg. Unterbrochen wurde diese Serie nur durch einen Ausfall bei einer Startkollision im zweiten Rennen in Oschersleben auf Platz zwei liegend. Ergibt so Gesamtrang drei in der Fahrerwertung.

Lamborghini Huracán GT3: Bei einem Gaststart im ADAC GT Masters 2015 auf dem Red Bull Ring hinterliess der Huracán mit einem Sieg bleibenden Eindruck. Und auch 2016, in der ersten kompletten Motorsportsaison des in Italien gefertigten 'Lambos', liess der erste Erfolg nicht lang auf sich warten. Christian Engelhart und Rolf Ineichen (beide GRT Grasser-Racing-Team) holten sich den Sieg im zweiten Oschersleben-Rennen – eine mindestens genauso grosse Überraschung wie der Gast-Triumph im Vorjahr, weil mit Ineichen ein nicht-professioneller Pilot am Steuer sass und damit für einen der seltenen Gesamtsiege eines "Gentlemen"-Fahrers sorgte. Die GRT-Teamkollegen Luca Stolz und Gerhard Tweraser präsentierten sich am Sachsenring stark, sammelten neben einer Pole-Position auch viele Führungskilometer.

Mercedes-AMG GT3: Das grösste Erbe der sechs neuen Supersportwagen im ADAC GT Masters trat der Mercedes-AMG GT3 an. Mit dem Vorgängermodell SLS AMG GT3 gewannen Sebastian Asch und Luca Ludwig 2015 die Fahrerwertung. Dass der neue Mercedes-AMG dem Meisterauto in nichts nachsteht, bewiesen Asch/Ludwig schon in den ersten vier Rennen: Sieg beim ADAC GT Masters-Debüt des Mercedes, zwei Pole-Positions und ein weiterer Sieg auf dem Sachsenring bedeuten Rang zwei in der Fahrerwertung. Inklusive zweier weiterer Punkteresultate des Schwesterautos führt das AMG-Team Zakspeed die Teamwertung an.

Porsche 911 GT3 R: Gute Performance in Oschersleben, Pech am Sachsenring: So kann man die ersten zwei Rennwochenenden aus Sicht der neusten Generation des '911ers' zusammenfassen. Robert Renauer und Martin Ragginger (beide Precote Herberth Motorsport) belegten nach einem vierten und einem sechsten Rang in Oschersleben den vierten Gesamtrang in der Fahrerwertung. Nach einer Kollision und einem Ausrutscher neben die Strecke gingen die beiden Routiniers am Sachsenring leer aus. Das Porsche-Team KÜS TEAM75 Bernhard schaffte es auf dem Sachsenring erstmals in die Punkte, das Konto der Markenkollegen von bigFM Racing Team Schütz Motorsport ist bisher noch leer. Die Porsche-Teams hoffen auf die Rennen auf dem Lausitzring: Dort zählte der 'Elfer' in den vergangenen Jahren zu den schnellsten Modellen.

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