Lucas Auer und die Formel 1: Was sagt Force India?

Von Andreas Reiners
DTM
Lucas Auer

Lucas Auer

Die Ampeln in der Formel 1 stehen für Lucas Auer auf Grün. Zumindest, was den Young Driver Test Anfang August in Ungarn betrifft.

Denn: Alle Beteiligten äußern sich lobend über den 22-Jährigen, der in seiner dritten DTM-Saison zu einem Titelkandidaten gereift ist. «Er hat alles, was er für die Formel 1 braucht. Er fährt schon jetzt wie ein Großer. Aber er soll sich auf das DTM konzentrieren», sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Mercedes DTM-Teamchef Ulrich Fritz würde sich für Auer freuen, auch wenn er möglicherweise nach dem 2015er-Champion Pascal Wehrlein das nächste hoch veranlagte Talent ziehen lassen muss. «Ich bin glücklich für Lucas. Es ist toll zu sehen, wie er sich entwickelt hat. Wenn er einen Formel-1-Test absolvieren kann, ist das eine großartige Möglichkeit für ihn», sagte er.

Fehlt jetzt nur noch die endgültige Bestätigung von Force India, für die Auer im Cockpit sitzen soll. «Wenn wir so weit sind, es anzukündigen, bin ich mir sicher, werdet ihr glücklich sein», sagte Force-India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer der APA im Rahmen des Formel-1-Rennens im österreichischen Spielberg. «Wir sind beeindruckt von Lucas, er macht einen tollen Job in der DTM», so Szafnauer. Auers Chancen stünden «ziemlich gut», auch wenn der Rennstall nicht nur den Österreicher auf dem Schirm hat, sondern auch noch weitere Kandidaten in Betracht zieht.

Force India ist so etwas wie das Sprungbrett in die Formel 1 für DTM-Piloten. Beide Male waren es Mercedes-Piloten. 2010 ging Paul di Resta als Meister in die Königsklasse, der Schotte ist inzwischen wieder in die Tourenwagenserie zurückgekehrt.

Esteban Ocon fuhr 2016 nicht einmal eine Saison, ehe er zunächst für den Rest des Jahres bei Manor für Rio Haryanto einsprang, der Indonesier konnte keine Sponsorengelder mehr aufbringen. Zur neuen Saison ging der Franzose, der in der DTM in seiner angefangenen Rookie-Saison einige Probleme hatte, schließlich zu Force India.

«Paul di Resta ist von der DTM zu uns gekommen, und Paul hat einen sehr guten Job gemacht. Es gibt nicht viele, die von der DTM hierherkommen, aber Esteban hat das getan. Dabei war er in der DTM gar nicht so überzeugend», meinte Szafnauer, der aber unterstrich, dass die DTM grundsätzlich einen guten Pool an Fahrern für die Formel 1 bereit halte: «Wenn man von dort den Schritt machen will, sind wir sicher das beste Team dafür. Sie fahren dort komplexe Autos und wir können sie dabei beobachten», so Szafnauer.

Dass Ocon 2016 gemeinsam mit Auer in der DTM fuhr, hatte Szafnauer so noch gar nicht auf dem Schirm. Er könnte sich mit Ocon zumindest mal über die Vorzüge Auers unterhalten. «Das ist ein guter Hinweis, ich werde ihn fragen», sagte Szafnauer. Ein Blick auf den Gesamtstand tut es für den Anfang auch: Nach drei Nullern in Folge wurde Auer am Norisring zuletzt Zweiter und liegt nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Mattias Ekström.

 

 

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