DTM-Überraschung: Maxime Martin verlässt BMW

Von Andreas Reiners
DTM
Maxime Martin

Maxime Martin

Maxime Martin wird BMW nach fünf Jahren als Werksfahrer verlassen. Der Belgier sucht eine neue Herausforderung.

Maxime Martin kehrt BMW den Rücken: Der Belgier sucht 2018 eine neue Herausforderung und wird die Münchner deshalb nach fünf Jahren als Werksfahrer verlassen. Welche Pläne Martin verfolgt, ließ er noch offen. Wen BMW für ihn in den DTM-Kader holt, steht offiziell auch noch nicht fest. BMW wird den Kader wahrscheinlich bei der Saisonabschlussfeier am Freitag bekanntgeben.

Kandidaten sind Joel Eriksson und Philipp Eng, die beide im Oktober beim Young Driver Test im Einsatz waren. Der Schwede Eriksson, der seit 2016 Teil des BMW Motorsport-Juniorprogramms ist, nahm in diesem Jahr erfolgreich an der Formel-3-Europameisterschaft teil und feierte mit sieben Siegen den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Eng trat für das BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters an und erreichte insgesamt vier Podiumserfolge, darunter einen Sieg beim Saisonauftakt in Oschersleben. Zudem war er für ROWE Racing in der Blancpain GT Series im Einsatz.

Die Entscheidung von Martin kommt durchaus überraschend. Er hatte sich in vier Jahren DTM als feste Größe und für BMW insgesamt zudem als sehr vielseitig erwiesen. In 64 Rennen feierte er drei Siege und insgesamt zehn Podestplätze. Drei Mal startete er von der Poleposition. In der Gesamtwertung kam er je zwei Mal auf den siebten (2014, 2015) und den achten Platz (2016, 2017). Auch im GT-Sport feierte Martin zahlreiche Siege mit BMW: Das Highlight seiner bisherigen Karriere war der Triumph bei seinem Heimrennen – den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BEL) – mit dem BMW M6 GT3. Martin hatte sich 2012 mit Platz zwei in der BMW Sports Trophy aus dem Kundensport-Programm für Einsätze im Werksfahrer-Aufgebot empfohlen. Zunächst startete Martin 2013 als Stammpilot für das BMW Team RLL in der American Le Mans Series (ALMS). In der folgenden Saison feierte der Belgier seine Premiere in der DTM – und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters Jean-Michel, der in den 1980er Jahren bereits für BMW in dieser Rennserie angetreten war.

«Ich möchte Maxime Martin für seinen Einsatz in den vergangenen fünf Jahren im Namen von BMW Motorsport herzlich danken», sagt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. «Maxime hat gezeigt, dass man es bei uns aus dem Kundensport bis an die Spitze des Werkssports schaffen kann. Es war immer beeindruckend zu sehen, wie mühelos er die Umstellung zwischen DTM- und GT-Fahrzeug hinbekommen hat. Wir wünschen ihm auf seinem weiteren Weg im Motorsport alles Gute.»

Martin meint: «Ich hatte definitiv eine tolle Zeit bei BMW, davon fünf Jahre als offizieller BMW Werksfahrer. Die zwei Jahre zuvor war ich bereits mit dem Marc VDS Racing Team in einem BMW gefahren. Somit war ich insgesamt sieben Jahre lang mit der Marke verbunden, zunächst über den Kundensport, dann als Werksfahrer. Wir haben zusammen großartige Erfolge gefeiert, mit Siegen und Podiumsplatzierungen in der DTM, dem Sieg bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps sowie zweiten Plätzen beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Ich möchte mich bei Jens Marquardt, Adam Baker und Rudi Dittrich bedanken, die vor fünf Jahren an mich geglaubt und mir die Chance gegeben haben, als Werksfahrer zu BMW zu kommen. Doch manchmal braucht man Veränderungen und neue Herausforderungen. Deshalb habe ich entschieden, mich einer solchen neuen Herausforderung zu stellen. Ich freue mich auf das, was mich erwartet, aber es war eine großartige Zeit bei BMW, und ich möchte allen danken, die daran beteiligt waren.»

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