BMW nach Debakel: «Das hat wehgetan»

Von Otto Zuber
DTM
Bruno Spengler und Timo Glock

Bruno Spengler und Timo Glock

Nach zwei starken Rennwochenenden haben die BMW-Fahrer im fünften Lauf des Jahres auf dem Hungaroring keine Punkte geholt. Bruno Spengler belegte als bestplatzierter BMW Fahrer den zwölften Rang.

Nach dem Qualifying, in dem Augusto Farfus als Achter das beste BMW Ergebnis erreicht hatte, setzten die meisten BMW-Fahrer im Rennen auf einen sehr frühen Boxenstopp. Diese Strategie zahlte sich jedoch nicht aus. Timo Glock kam als 14. ins Ziel und liegt in der Fahrerwertung nun mit 72 Punkten auf dem zweiten Rang hinter Gary Paffett (Mercedes, 79). Farfus, Marco Wittmann, Joel Eriksson und Philipp Eng (AUT, SAMSUNG BMW M4 DTM) belegten die Plätze 15, 16, 17 und 18.

Reaktionen auf das Samstagsrennen in Budapest:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): Das war natürlich nicht das Ergebnis, das wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten bei den heutigen Bedingungen bereits im Qualifying Probleme, die richtige Balance für unsere Fahrzeuge zu finden. Das hat sich leider im Rennen fortgesetzt. Wir haben es mit einer aggressiveren Strategie versucht und die meisten Autos früh zum Reifenwechsel rein geholt, aber das hat auch nicht viel gebracht. Wir haben einfach die Reifen nicht so zum Arbeiten gebracht, wie es nötig gewesen wäre. Das müssen wir uns mit Blick auf das morgige Rennen anschauen. Denn grundsätzlich haben wir hier die Pace, um weiter vorn mitzufahren. Das haben die freien Trainings gezeigt.

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG): Das Rennen hat deutlich gezeigt, wie dicht das Feld in der DTM zusammenliegt. Wir müssen nun zunächst analysieren, woran es im Qualifying gelegen hat und wie wir die Reifen besser zum Arbeiten bekommen. Man hat auch gesehen, dass das Überholen hier sehr schwierig ist. Wir hatten zwar mehrere Strategieoptionen, aber keine davon hat uns nach vorn gebracht.

Marco Wittmann (#11 BMW Driving Experience M4 DTM, BMW Team RMG – Qualifying-Ergebnis: 13. Platz, Rennergebnis: 16. Platz, Punkte: 26): Wir hatten eine andere Strategie als die meisten anderen Fahrer, sind länger draußen geblieben und haben ein wenig auf Regen gehofft. Der kam aber nicht. Im Pulk, wenn alle DRS haben, ist es mit dem Überholen schwierig. Heute hatten wir keine Chance.

Augusto Farfus (#15 Shell BMW M4 DTM, BMW Team RMG – Qualifying-Ergebnis: 8. Platz, Rennergebnis: 15. Platz, Punkte: 2): Das war ein schwieriges Rennen für BMW. Die Pace im Rennen war nicht gut, und mit der Strategie lagen wir auch nicht richtig. Jetzt hoffe ich auf ein besseres Rennen morgen.

Timo Glock (#16 DEUTSCHE POST BMW M4 DTM, BMW Team RMR – Qualifying-Ergebnis: 16. Platz, Rennergebnis: 14. Platz, Punkte: 72): Das Auto hat sich im Rennen eigentlich ganz gut angefühlt, aber leider hat uns auf die Spitze Speed gefehlt. Woran das gelegen hat, müssen wir uns ganz genau anschauen – und es morgen besser machen.

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM): Wir haben nach dem schwierigen Qualifying alles versucht und eine mutige Strategie fürs Rennen gewählt. Mehr konnten wir heute leider nicht tun. Wir werden dieses Ergebnis genau analysieren und alles versuchen, um es morgen besser zu machen. Gratulation an Paul di Resta zum Sieg.

Philipp Eng (#25 SAMSUNG BMW M4 DTM, BMW Team RMR – Qualifying-Ergebnis: 17. Platz, Rennergebnis: 18. Platz, Punkte: 26): Das hat heute schon wehgetan. Wir müssen jetzt die Köpfe zusammenstecken, um zu verstehen, was da passiert ist. Morgen haben wir eine neue Chance.

Bruno Spengler (#7 BMW Bank M4 DTM, BMW Team RBM – Qualifying-Ergebnis: 10. Platz, Rennergebnis: 12. Platz, Punkte: 23): Ich habe gekämpft wie ein Löwe. Mit einer aggressiven Strategie wollte ich doch noch Punkte holen. Es war einen Versuch wert, so früh zu stoppen. Wir waren am Ende allerdings nicht schnell genug, um in die Top-10 zu kommen. Hoffentlich sind wir morgen besser aufgestellt.

Joel Eriksson (#47 BMW M4 DTM, BMW Team RBM – Qualifying-Ergebnis: 15. Platz, Rennergebnis: 17. Platz, Punkte: 15): Der Start war eigentlich ziemlich gut. Aber dann waren wir mehrfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Anstatt Plätze gutzumachen, bin ich zurückgefallen, weil mich jemand abgedrängt hat. Dadurch wurde es dann immer schwieriger.

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