René Rast: Whatsapp-Protest mit altem Nokia

Von Andreas Reiners
DTM
René Rast

René Rast

René Rast tickt ein wenig anders als andere Motorsport-Stars. Der DTM-Pilot hat zum Beispiel einen doppelten Gasfuß. Und eine spezielle Taktik, wenn das Handy mal wieder nervt.

René Rast ist ohne Frage ein etwas anderer Rennfahrer. Er hat zum Beispiel den doppelten Gasfuß. Ein Spleen, eine kleine Angewohnheit. Er drückt dann bisweilen den linken auf den rechten Fuß.

«Ich will vermeiden, dass mein Fuß bei Bodenwellen vom Gaspedal geht. Dadurch könnte ich den Bruchteil einer Sekunde verlieren. Deswegen drücke ich mit dem linken nochmal nach, damit er auch auf jeden Fall unten bleibt», sagte Rast. Kein Vorteil, den man irgendwie groß messen könnte. Dafür aber ein Automatismus. «Ich mache das überall, seitdem ich Motorsport mache.»

Was er auch macht: Bis tief in die Nacht Daten wälzen. Wo andere Piloten am Rennwochenende abends versuchen zu entspannen, sitzt er vor dem Laptop, schwänzt dazu kein Meeting, auch die freiwilligen nicht. Ein wichtiges Element für seinen Erfolg, sowohl bei seinem Titelgewinn als Rookie 2017, als auch bei seiner historischen Aufholjagd 208 mit sechs Siegen in Serie, die am Ende nicht ganz zur Titelverteidigung reichten.

Nun verriet der 32-Jährige, dass er auch in Sachen Smartphone etwas anders tickt als viele andere. «Ich wäre froh, wenn ich es nicht immer dabei haben müsste», sagte er dtm.com. Teilweise nerve es extrem, sagte Rast.

Seine Taktik: Er kramt ein altes Nokia heraus, «damit ich nur angerufen werden kann und keine Whatsapp-Nachrichten erhalte. Kein Handy, ist manchmal auch eine große Erleichterung.»

Was auch interessant ist: «Ich beschäftige mich gerne mit Finanzen, mit allen Produkten, die es da gibt», erklärte er auf die Frage, was er geworden wäre, wenn er als Rennfahrer den Sprung nicht geschafft hätte: «Wahrscheinlich wäre ich später mal in die Richtung Investment gegangen.»

Wie viele seiner Rennfahrer-Kollegen hatte er in seiner Jugend ein bestimmtes Vorbild: «Michael Schumacher. Er war der Deutsche in der Königsklasse. Wenn ich Formel 1 geschaut habe, habe ich ihm immer die Daumen gedrückt.»

Treffen würde er gerne Ayrton Senna. «Ihn hätte ich gerne mal getroffen. Er ist einfach eine Legende. Durch seinen Tod ist dieser Ruf nochmal verstärkt worden. Wenn man sich die Interviews und Videos von damals anschaut, sieht man, dass er ein Rennfahrer war, den es nicht alle Tage gibt.»


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