Wittmann setzt Aufholjagd fort, Drama um Aston Martin

Von Andreas Reiners
DTM
Marco Wittmann

Marco Wittmann

Marco Wittmann setzt im elften DTM-Saisonrennen in Brands Hatch das nächste Ausrufezeichen im Titelkampf: Mit seinem vierten Sieg holt er weiter auf. Dramatisch wurde es bei Aston Martin.

Marco Wittmann setzt seine Aufholjagd fort. Und die DTM-Titelkonkurrenten weiter unter Druck. Der BMW-Pilot fuhr im elften Rennen des Jahres in Brands Hatch von der Pole Position zu seinem vierten Saisonsieg. Und wie: 0,3 Sekunden hatte der 29-Jährige am Ende Vorsprung. Der Titelkampf in der DTM wird so immer heißer.

Denn: Mit dem 15. Sieg seiner Karriere steht der Fürther vor dem zwölften Lauf am Sonntag als Gesamtdritter bei 146 Punkten. Heißt: Das Audi-Topduo hat er immer besser im Blick.

Auch wenn Tabellenführer René Rast und Nico Müller nur wenig Federn lassen mussten: Rast wurde hinter Wittmann hauchdünn Zweiter, er hat 178 Punkte. Müller, der als Dritter ebenfalls auf das Podium fuhr, liegt bei 151 Zählern.

Unter dem Strich war es trotz des BMW-Siegs war mal wieder eine Audi-Demonstration. Denn hinter dem Toptrio folgte das Audi-Duo Robin Frijns und Loic Duval.

Heißt: Wittmann ist im Titelkampf ziemlich alleine auf weiter Flur, denn fünf Audi landeten in den Top sieben. Zweitbester BMW-Pilot? War Philipp Eng auf Platz sechs. Das ist aber zu wenig: Er verliert im Titelkampf den Anschluss, hat 119 Punkte.

Drama beim Neuling

Bitter war für Aston Martin das Heimspiel: Denn es war mehr drin. Immerhin: Paul di Resta sammelte am Anfang 16 Runden lang Führungskilometer. Dramatisch: Der Schotte lag als Achter bis kurz vor dem Ende auf Punktekurs, musste dann aber aufgeben.

Auch sonst ging viel schief: Daniel Juncadella drückte beim Start von Startplatz zehn aus den BMW-Konkurrenten Timo Glock in seinen Teamkollegen Jake Dennis, der auf Startplatz sieben stand.

Die Folge: Dennis schied aus, Juncadella bekam eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Und: Der Boxenstopp von Ferdinand von Habsburg in der neunten Runde nach einem Ausflug ins Gras verlief katastrophal, er fiel weit zurück. Juncadella holte als Zehnter immerhin noch einen Trostpunkt.

Zwei Autos nicht am Start

Nicht am Start war Pietro Fittipaldi, Enkel des früheren Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi. Der WRT-Pilot war im Qualifying bei kniffligen Misch-Bedingungen am Ende der Start-Ziel-Geraden durch den Kies und schließlich mit dem Heck voran heftig in die Streckenbegrenzung gerauscht. Fittipaldi geht es gut, seinem Audi nicht: Der Bolide war so zerstört, dass er nicht mitfahren konnte.

Ebenfalls nicht dabei: Joel Eriksson. Bei dem BMW des Schweden gab es ein technisches Problem im Bereich der Antriebswelle. Man hätte das Getriebe wechseln müssen – in der Kürze der Zeit war das jedoch nicht möglich.

Frühstart bei di Resta

Di Resta kam am besten weg und holte sich von Startplatz vier aus die Führung, legte aber einen Frühstart hin. Er kassierte dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe. Polesetter Wittmann lag dahinter vor Duval, Rast, Müller, Rockenfeller und Frijns.

Kurz vor Halbzeit des Rennens hatten die drei Titelkandidaten in der Spitzengruppe gestoppt, und Wittmann lag vor Müller und Rast. Wenig später folgte nach 16 Führungsrunden auch di Resta, der zudem seine Strafe absaß und auf Platz sieben durchgereicht wurde.

Kurze Zeit später schnappte sich Rast dank DRS Müller, während Wittmann seine Führung souverän verteidigte und auf fünf Sekunden ausbaute. Dahinter lagen Duval und Rockenfeller vor di Resta. An der Spitze tat sich lange nichts, ehe Rast am Ende aufdrehte und den Fünf-Sekunden-Rückstand auffraß. Eine Runde länger, und der 32-Jährige hätte den Sieg geholt.

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