Wirbel um die Aston-Martin-Autos: Das steckt dahinter

Von Andreas Reiners
DTM
Die Vantage DTM sollen weiterhin verkauft werden

Die Vantage DTM sollen weiterhin verkauft werden

Im Zuge des DTM-Ausstiegs von R-Motorsport gab es Wirbel um die Aston Martin Vantage DTM, denn die stehen weiterhin bei HWA in Affalterbach. Doch warum ist das so?

Gerüchte sind im Motorsport so eine Sache. Sie können sich schon mal schnell verselbständigen. So war es dann auch nach dem DTM-Ausstieg von R-Motorsport.

Bereits zuvor sickerte durch, dass die von R-Motorsport und HWA 2019 in der DTM eingesetzten Aston Martin Vantage immer noch in Affalterbach stehen, vier Einsatzautos und ein Testträger, der im Laufe der Saison aufgebaut worden war.

Fest steht: Das Ende der Zusammenarbeit wurde zwar schon im vergangenen Oktober verkündet, vollzogen ist die Trennung aber noch nicht. In Details gehen die Beteiligten nicht, von einem Rechtsstreit will man noch nicht sprechen, auch wenn Anwälte eingeschaltet worden sind, um im Idealfall eine außergerichtliche Einigung anzustreben.

Doch klar: Vor dem Hintergrund kamen Fragen auf, es wurde spekuliert: Kann R-Motorsport die Rechnungen nicht bezahlen und hat HWA die Autos deshalb einbehalten? Oder wegen eines Streits mit R-Motorsport nach der Trennung im Oktober die Boliden nicht herausgerückt?

HWA-CEO Ulrich Fritz dementiert bei SPEEDWEEK.com energisch: «Das ist völliger Schwachsinn, das stimmt in keinster Weise. Dass wir die Autos als Pfand nehmen oder sonst wie einen Zugriff darauf verweigern, entbehrt jeder Grundlage. Das ist einfach nicht richtig», sagte er.

Fakt ist: SPEEDWEEK.com hatte im November berichtet, dass die Autos verkauft worden seien, R-Motorsport-Teamchef Florian Kamelger hatte das damals in einem Gespräch bestätigt. Tatsächlich war das auch der Plan. Ein langfristiger übrigens.

«Wir hatten am Anfang der Saison gemeinsam mit R-Motorsport festgelegt, dass die Autos nach der Saison verkauft werden sollen», sagte Fritz. Ein Verkauf der Autos ist durchaus üblich und hätte nach dem kurzen, aber kostenintensiven Abenteuer auch noch etwas Geld in die Kassen gespült.

Doch der Deal, der zunächst sicher schien, ist bis heute nicht durch. «Wir hatten einen Käufer in Hongkong gefunden, aber aufgrund der schwierigen Situation dort hat sich der Verkauf bislang verzögert», so Fritz.

Ein Verkauf ist trotzdem weiterhin geplant. «Wir haben keine Eile und schauen, wer sonst noch interessiert sein könnte oder ob der ursprüngliche Interessent die Autos doch noch nimmt. Da sind wir flexibel.»


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