Eisspeedway-EM: So richtig zufrieden war keiner der deutschen Fahrer
Luca Bauer verpasste knapp das Finale, Marc Geyer und Franz Mayerbüchler landeten auf den hinteren Plätzen. Folgerichtig war im Anschluss an das EM-Finale keiner der Deutschen so richtig zufrieden.
Wie erwartete konnte Luca Bauer beim EM-Finale im finnischen Varkaus um den Finaleinzug mitfahren, doch als Drittplatzierter war im Last-Chance-Heat nach zwölf Punkten in den Vorläufen Schluss für den Bayern. Am Ende stand für ihn Gesamtrang fünf.
«Natürlich wäre ich gerne wieder aufs Podest gefahren, das war auch mein Ziel,. Auch wenn ich mich da nicht im direkten Favoritenkreis gesehen habe, weil mir diese Bahnen einfach nicht so liegen. Mit meinen Punkten war ich dennoch zufrieden und in den Läufen mit Koivula und Huusko war es recht gut. In den letzten Läufen war halt der Kurvenausgang vom Eis her recht kaputt und dann konnte ich da einfach nicht mehr so fahren, wie es mir liegt. Ab meinem vierten Lauf hatte ich einfach Probleme mit dem Tempo auf meiner favorisierten Linie und im Last-Chance-Heat war einfach auch der Start nicht gut genug», bilanzierte Bauer im Anschluss an das EM-Finale.
Bauer weiter: «Nichtsdestotrotz war ich zum Teil schneller als manche auf gutem Eis. Auf den Bahnen, die mir liegen, bin ich da schon recht zuversichtlich für die WM. Das Rennen hat mir gezeigt, dass wir das Tempo gehen können und gut mit dabei waren. Ich fahre auf jeden Fall zufrieden nach Hause.»
Wenig begeistert zeigte sich der mehrfache EM-Medaillengewinner damit, dass ein Warm-up am Renntag bereits im Vorfeld des Rennens dem Eis zugesetzt hatte. «Wir geben da einen Haufen Geld aus und investieren vieles, da sollte aber auch der Veranstalter so viel investieren, um ein ordentliches Training anzubieten, anstelle von einem Warm-up», kritisierte Bauer. « Wir standen da acht Stunden lang bei Minusgraden und hatten kein richtiges Fahrerlager. Das ist der falsche Weg und so ging das damals in Sanok auch los, dass man kein Training fuhr, weil man kein Eis mehr aufbauen wollte, was Kosten für den Veranstalter bedeutet hätte.»
Mayerbüchler und Geyer auf den Plätzen 15 und 16
Während Bauer zweistellig punkten konnte und sich seinen Platz im Last-Chance-Heat sicherte, landeten die weiteren deutschen Teilnehmer am EM-Finale, Marc Geyer und Franz Mayerbüchler, im hinteren Bereich des Feldes. Geyer: «Ich bin mit dem Rennen eigentlich zufrieden, nach so wenig Training. Ich konnte den Speed mitgehen, auch wenn es bei mir wie immer war. Wenn die Bahn noch gut ist, fehlt mir einfach der Top-Speed, aber wenn die Bahn dann schlechter wird, kann ich besser Schritt halten.»
Geyer schloss mit zwei Punkten auf Rang 16 ab. Er musste im zweiten Durchgang einen Sturz überstehen. «Bei meinem Sturz habe ich zu viel nach den Gegnern geschaut und zu wenig auf meine Linie, wodurch ich zu weit raus kam und einen guten Schlag auf den Oberschenkel bekommen habe. Ich konnte dann im weiteren Rennverlauf nicht mehr den richtigen Druck auf die Raste aufbauen und so auch nicht mehr die inneren Linien halten, auch weil es auf der inneren Linie kein gutes Eis mehr gab.»
Mit einem Punkt mehr auf dem Konto schloss Franz Mayerbüchler als 15. das Rennen ab und hätte sich mit dem ein oder anderen Zähler mehr auch besser platzieren können. «Es war nicht unbedingt mein bestes Rennen», so der Inzeller. «Ich habe zwar mein Bestes versucht, bin aber nicht ganz so gut gefahren wie erhofft. Beim letzten Lauf hatte ich noch gemerkt, dass ich einen Plattfuß habe. Da hat mir Marc Geyer mit seinem Motorrad ausgeholfen, aber da kam ich nicht so zurecht mit und hab da auch noch Punkte liegen lassen.»
Ergebnisse Eisspeedway Europameisterschaft, Varkaus/FIN:
1. Heikki Huusko (FIN), 12 Vorlaufpunkte
2. Lukas Hutla (CZ), 13
3. Max Koivula (FIN), 14
4. Niclas Svensson (S), 13
5. Luca Bauer (D), 12
6. Harald Simon (A), 8
7. Sebastian Reitsma (NL), 8
8. Andrej Divis (CZ), 6
9. Isak Dekkerhus (S), 6
10. Leon Kramer (NL), 6
11. Melwin Björklin (S), 4
12. Paul Cooper (GB), 4
13. Anssi Lehtinen (FIN), 3
14. Josef Kreuzberger (A), 3
15. Franz Mayerbüchler (D), 3
16. Marc Geyer (D), 2
17. Jo Saetre (N), 1
18. Arttu Lehtinen (FIN), 1
Last-Chance-Heat: 1. Lukas Hutla, 2. Heikki Huusko, 3. Luca Bauer, 4. Harald Simon,
Finale: 1. Heikki Huusko, 2. Lukas Hutla, 3. Max Koiuvla (A), 4. Niclas Svensson (d)
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