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Bajaj Mobility verkauft letzte Anteile: Loxone erhöht Kiska-Beteiligung
SPEEDWEEK.com-Leser wissen es längst: KTM übernimmt künftig alle Schritte seines Designprozesses, Kiska wird externer Dienstleister. Weitere Anteile am Designstudio kauft Loxone von Bajaj Mobility.
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KTM ist Orange. Wohl keine weitere Motorradmarke wird so sehr mit ihrer Signaturfarbe in Verbindung gebracht wie die Mattighofener. Zurück geht die optische Markenidentität des österreichischen Herstellers auf das Salzburger Designbüro Kiska, das seit 1991 für alle Details von KTMs Markenauftritt verantwortlich zeichnet – von Briefpapier und Website über die Gestaltung der Produkte bis zur strategischen Ausrichtung der Marke. Die damalige KTM-Mutter Pierer Mobility hielt zeitweise die Hälfte der Anteile, die Österreicher waren entsprechend auch der mit Abstand größte Auftraggeber für die vom Namensgeber Gerald Kiska gegründete Designfirma.
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Aufbau einer eigenen Design-Abteilung Im Zuge von KTMs Restrukturierungsphase stieg Ende 2024 Loxone, österreichischer Spezialist für Gebäudeautomation, bei Kiska ein und übernimmt diese Tage auch die Mehrheit an der Firma. Im Zuge dessen gibt auch Bajaj Mobility seine Anteile an Kiska ab, zuletzt war die KTM-Mutter noch mit rund 20 Prozent am Designbüro in Anif beteiligt. Künftig hält Loxone einen Anteil von 71 Prozent und das Management um den 67-jährigen Firmengründer 29 Prozent am Designhaus. Der Schritt kommt nicht überraschend: Schon im Sommer 2025, kurz nach der Rettung durch den indischen Langzeitpartner Bajaj, kommunizierte der Innviertler Motorradbauer, eine eigene Designabteilung aufbauen zu wollen. Im Januar berichtete SPEEDWEEK.com erstmals, dass diese in Salzburg im Helix-Komplex nahe der Westautobahn entsteht. Die Maßnahme sei eingebettet in eine Neuordnung der Modellplanungsprozesse bei KTM. Bei diesen handele es sich schließlich, so CEO Gottfried Neumeister damals gegenüber SPEEDWEEK.com, um «Kernkompetenzen, die wir unbedingt im Konzern haben und selbst steuern wollen.» Nichtsdestotrotz werde KTM, Neumeister zufolge, «weiter mit Kiska zusammenarbeiten», der Übergang könne «nur partnerschaftlich erfolgen». Gegenüber den «Salzburger Nachrichten» sprach auch Kiska-Geschäftsführer Julian Herget von einer mehrjährigen Vereinbarung, die KTM Zugriff auf Ressourcen und für Kiska Umsätze sichere. Das Designstudio solle für KTM weiterhin als externer Dienstleister zur Verfügung stehen, so wie dies auch bei anderen Marken üblich ist: Der britische Hersteller Triumph lässt beispielsweise Teile seiner Modellpalette vom italienischen Designhaus von Rodolfo Frascoli gestalten und hat in der Vergangenheit ebenfalls Modelle von Kiska Design entwerfen lassen. Zudem ist es in der Fahrzeugindustrie allgemein üblich, im Laufe des Gestaltungsprozesses neuer Modelle externe Entwürfe einzuholen, um den eigenen Designern Einflüsse von außen mitzugeben. Dies sei auch bei KTM angedacht. Gottfried Neumeister dazu gegenüber SPEEDWEEK.com: «Wir gehen weg davon, den gesamten Produktplanungsprozess auszulagern, stattdessen soll der Großteil unserer Projekte bei uns intern verbleiben. Kreativer Austausch Der Vorteil an Agenturen wie KISKA und anderen ist, dass sie ein sehr breites Kundenportfolio haben, bei dem die Gestalter unterschiedliche Antworten für unterschiedliche Aufgabenstellungen finden müssen und so ein kreativer Austausch von Ideen passiert. Durch die Einbindung solcher Agenturen verhindern wir, zu sehr im eigenen Sud zu kochen. Gleichzeitig haben unsere eigenen Abteilungen auch eine Referenz, was Ideen, Geschwindigkeit und Effizienz angeht.»
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Bis Einflüsse der künftigen KTM-eigenen Designabteilung an den Modellen der Oberösterreicher sichtbar werden, wird es noch dauern. In der Regel wird die finale Umsetzung kompletter Projekte an Designabteilungen vergeben. KTM und Kiska hätten, so Neumeister, «laufende Projekte, die bereits vor einem und vor zwei Jahren vergeben wurden», zudem würden auch neue Projekte initiiert. Ausblicke auf diese Projekte zeigen teilweise noch die kantige Formensprache, die in den letzten 35 Jahren erdacht, im Laufe der Zeit weiterentwickelt wurden und den Motorrädern aus Mattighofen heute eine unverwechselbare optische Identität geben.
Kiska war auch für CFMOTO und BSA tätig Wie sehr sich die Gestaltung der Marke ändern wird, ist noch nicht abzusehen. Auch die Auftritte von Husqvarna und GASGAS gingen zuletzt auf das Konto der Firma des in Wels geborenen Gerald Kiska. Außerhalb des KTM-Kosmos war das Designhaus mit seinem Namen in jüngerer Vergangenheit auch für CFMOTO, BSA und weitere Marken tätig. Künftig wolle man sich breiter aufstellen und erste Schritte zeigten bereits Wirkung, so Julian Herget gegenüber den Salzburger Nachrichten. Zu neuen Kundenkreisen zählten Firmen aus einem breiten Themenspektrum, von Landwirtschaft bis zu Verpackungsspezialisten, so der Bericht. Zahlreiche der 42 Mitarbeiter, die Kiska im Zuge der KTM-Restrukturierung kündigen musste, seien inzwischen zurückgekehrt. Damit wird Salzburg künftig zum Hotspot für Motorraddesign: Neben Kiska selbst und dem künftigen Designstudio von KTM, lässt auch die chinesische Marke Benda Modelle für den Weltmarkt in einem eigenen Designstudio in der Mozartstadt gestalten.
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