DTM-Champion Bruno Spengler: Für immer BMW?

Von Gerhard Kuntschik und Andreas Reiners
DTM
Gut gelaunt: Bruno Spengler

Gut gelaunt: Bruno Spengler

Spengler hofft auf eine langfristige Zukunft bei DTM-Champion BMW. Das Projekt Titelverteidigung geht der Kanadier aber gelassen an.

Bruno Spengler ist bestens gelaunt. Wer dem Kanadier in diesen Tagen begegnet, erlebt einen sich ruhenden Menschen. Denn Spengler hat in der jüngsten Vergangenheit alles richtig gemacht. Erst der Wechsel vor der Saison 2012 von Mercedes zu BMW, dann der sensationelle Titelgewinn mit den DTM-Rückkehrern aus München. Wer vor dem Beginn der neuen Saison aber markige Sprüche des Mannes mit der Nummer eins auf dem Auto erwartet, sieht sich getäuscht.

«Ich fange wie alle anderen wieder bei null an. Und ich bin nicht der einzige, der den Titel gewinnen will. Mein Ziel ist primär, die bestmögliche Saison zu schaffen», sagte Spengler SPEEDWEEK.de. Der 29-Jährige wird nicht müde zu betonen, dass man mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben müsse. Der Kanadier lässt lieber Taten auf der Strecke sprechen.

Vier Mal knapp daneben

Denn Spengler weiß selbst am besten, wie eng es in der DTM zugeht. Es ist sein neuntes Jahr im Tourenwagen, und er musste lange auf den persönlichen Triumph warten. 83 Rennen, 13 Siege, aber vier Mal hatte er selbst den Titel nur knapp verpasst. Selbstzweifel? Nicht bei Spengler. «Auch wenn es vier Mal nicht klappte, zeigte sich doch, dass ich schnell genug war, um vorn zu sein. Ich nahm es trotzdem positiv und war mir sicher, dass es einmal klappen würde», so Spengler.

Bei den abschließenden Testfahrten in Hockenheim zeigte der Kanadier aber bereits, dass auch 2013 mit ihm zu rechnen ist. Spengler fuhr während der vier Testtage die zweitbeste Zeit aller Piloten. Kampfansagen an die Konkurrenz? Fehlanzeige: «Auch nach zwei gemeinsamen Tests werden wir erst nach der Qualifikation in Hockenheim sehen, wo jeder steht», ist Spengler keine Prognose zu entlocken.

Bestens vorbereitet ist man beim Titelverteidiger aber natürlich trotzdem, wie Spengler erklärt: «Das festgeschriebene Reglement lässt ja keine gravierenden Neuerungen zu. Wir haben über den Winter am meisten an der Abstimmung gearbeitet. Wir haben unser Auto in der vergangenen Saison ja erst kennengelernt und eine Basis legen können. BMW macht Analysen und dann Vorschläge, die einzelnen Teams setzen sie individuell um.»

Auch andere Serien interessant

Individuell bedeutet dann beim Team Schnitzer, das in der vergangenen Saison zudem den Teamtitel holte. «Die Mannschaft ist wie eine Familie für mich. Charly Lamm ist ein sensationeller Chef. Die Mechaniker sind sehr motiviert. Ich kann stolz sein, Teil dieses Teams zu sein.» So stolz, dass er seine Karriere bei BMW beendet? Möglich, aber nicht zwangsläufig in der DTM. Spengler, dem fehlendes Sponsorengeld einen möglichen Weg in die Formel 1 verbaute, kann sich auch andere Serien vorstellen. «Le Mans wäre interessant, wenn BMW ein Projekt böte. Ich bin für alles offen. NASCAR wäre auch schön. Aber das DTM hat eine große Zukunft. Ich fühle mich bei BMW wohl und wäre froh, langfristig hier meine Zukunft zu sehen.»

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