Mercedes-Pilot Paffett: Sechs Autos kein Nachteil

Von Andreas Reiners
DTM
Gary Paffett

Gary Paffett

Der Mercedes-Routinier sieht in dem reduzierten DTM-Kader sogar einen Vorteil. Man habe nun sechs gleichstarke Autos, so der Brite.

Mercedes setzt in der neuen DTM-Saison bekanntlich auf die «Konzentration der Kräfte». Was bedeutet, dass die Stuttgarter mit nur noch sechs statt acht Autos an den Start gehen werden. In der Herstellerwertung ist das kein Nachteil mehr, da das Reglement bereits 2012 angepasst wurde, als Titelverteidiger BMW ebenfalls nur mit sechs Boliden dabei war. Dass es damit zum Titel reichen kann, ist also bewiesen. Allerdings hat BMW inzwischen aufgerüstet und schickt wie Audi ein viertes Team und somit acht Autos ins Rennen. Hinzu kommt, dass Mercedes mit dem jüngsten Fahrerkader (Durchschnittsalter 23 Jahre) aller drei Hersteller ins Titelrennen geht.

Mercedes-Routinier Gary Paffett sieht allerdings keinen Nachteil in dem reduzierten und stark verjüngten Aufgebot. «Im Gegenteil. Wir sind in einer besseren Position», so der Brite. «Mercedes hatte immer vier konkurrenzfähige Autos. Letztes Jahr waren die Autos aus irgendwelchen Gründen aber nicht so stark. Jetzt haben wir aber sechs gleichstarke Autos, die alle identisch sind und die gleiche Performance haben», sagt Paffett und zieht den Schluss: «Wir haben zwei weitere, konkurrenzfähige Autos. Anstatt dass jetzt vier Autos vorne und vier eher hinten mitfahren, haben wir jetzt sechs Autos, die mit dem Maximum fahren werden, das Mercedes abliefern kann.»

Zwei Autos weniger bedeuten aber auch gleichzeitig zwei Fahrer weniger. In Ralf Schumacher ist zudem der zweite Routinier neben Paffett zumindest als Pilot nicht mehr dabei. Schumacher bleibt der DTM und auch Mercedes nach seinem Rücktritt allerdings noch im Management des Teams Mücke erhalten. Und der sechsmalige GP-Sieger gab im Winter zudem noch aktiv Input bei der Entwicklung des Autos, wie Paffett erzählt.

Mehr Einfluss

«Man muss ein Auto für jeden Fahrer bauen, nicht für einen Einzelnen. Wir haben alle ein ähnliches Gefühl dafür, was das Auto macht und was wir vom Auto wollen. Da gibt es keine großen Unterschiede», sagt Paffett. Dass er vielleicht ein wenig mehr Einfluss bei der Entwicklung als die Jungspunde Pascal Wehrlein, Daniel Juncadella, Roberto Merhi, Robert Wickens und Christian Vietoris hatte, will er aber auch gar nicht bestreiten.

«Aber ich bin eben auch der erfahrenste Fahrer und bin auch am längsten hier, vielleicht habe ich deswegen ein wenig mehr Einfluss darauf, was am Auto geändert wird. Das liegt aber wirklich nur an meiner Erfahrung.»

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