BMW-Pilot Spengler: Kann nicht immer perfekt laufen

Von Andreas Reiners
DTM
Bruno Spengler

Bruno Spengler

Trotz des enttäuschenden Gesamtauftritts in der Lausitz reist Bruno Spengler optimistisch an den Norisring. Seine bisherige Bilanz? «Eigentlich gut.»

Die Führung in der DTM-Gesamtwertung muss sich Bruno Spengler mit Audi-Pilot Mike Rockenfeller teilen. Wenn der Kanadier nun gefragt wird, wie seine Bilanz nach vier Rennen ausfällt, muss der BMW-Mann aber nicht lange überlegen. «Nach vier Rennen zwei Podestplätze, ein Sieg: Das ist eigentlich eine gute Bilanz. Der Lausitzring macht die Bilanz leider ein klein wenig kaputt, aber wir haben trotzdem das Beste herausgeholt. Ich habe es aber immer gesagt – es kann nicht immer perfekt laufen», sagte Spengler SPEEDWEEK.com.

Trotz Rang sieben in der Lausitz und eine allgemein schlechte BMW-Ausbeute schaut Spengler positiv in die Zukunft. «Das Team ist wie immer motiviert und ich habe viel Spaß, für BMW zu fahren. Und mit dieser Basis können wir weitermachen.» Ähnlich sieht es auch sein Chef. «Nach dem schwierigen Wochenende auf dem Lausitzring ist nun jeder in unserer Mannschaft top-motiviert, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Im vergangenen Jahr hat der Norisring eines der nervenaufreibendsten DTM-Rennen überhaupt erlebt. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass die Zuschauer auch diesmal wieder ein spannendes Rennen sehen werden», so BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt.

 Monaco der DTM

Und nach vier Wochen Sommerpause kommt nun Spenglers «absolute Lieblingsstrecke. Hier habe ich schon drei Mal gewonnen und bin fast immer aufs Podium gefahren. Die Atmosphäre ist einfach sensationell.» Und der Teufel steckt auf dem Norisring im Detail. «Nürnberg ist das Monaco der DTM, ein Stadtkurs, der uns Fahrern trotz des auf den ersten Blick recht einfachen Layouts ziemlich viel abverlangt. Du musst sehr nah an die Mauer fahren, auf die Bodenwellen achten und spät bremsen – nur dann hast du eine Chance auf den Sieg», so Spengler.

Und sein Schnitzer-Teamchef Charly Lamm ergänzte: «Lange Geraden, zwei Spitzkehren, dazu eine S-Kurve – auf den ersten Blick ist der Norisring recht einfach gestrickt. Aber der erste Eindruck täuscht. Wie auf jedem Stadtkurs ist der Fahrbahnbelag in einigen Abschnitten äußerst wellig. Außerdem haben es die Grundig- und die Dutzendteich-Kehre in sich. Für die Fahrer ist entscheidend, die Bremspunkte optimal zu erwischen und das Auto anschließend präzise zu positionieren. Sie müssen früh auf dem Gas sein, um genügend Schwung für die folgenden Geraden mitzunehmen.»

Nach seinem sensationellen zweiten Platz zum Saisonauftakt in Hockenheim sprangen für Spenglers Teamkollegen Dirk Werner nur noch vier weitere Punkte heraus. «Nach der vierwöchigen Pause bin ich froh, dass es endlich wieder losgeht. An den DTM-Lauf im vergangenen Jahr habe ich gute Erinnerungen. Als Zehnter konnte ich meinen ersten Punkt in der Serie holen», sagte Werner, für den der Aufritt am Wochenende auch ein Heimspiel ist. «Deshalb werden meine Familie und viele Freunde vor Ort sein, um mich zu unterstützen.»

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