Gericht bestätigt: Ekström bleibt disqualifiziert

Von Andreas Reiners
DTM
Mattias Ekström

Mattias Ekström

Das DMSB-Berufungsgericht hat den Ausschluss des Schweden am Dienstag bestätigt. Allerdings gibt es nun gar keinen offiziellen Sieger mehr.

Mattias Ekström hat vergeblich gehofft: Das Berufungsgericht des DMSB hat am Dienstag nach mehr als dreistündiger Verhandlung entschieden, dem ersten Urteil der Sportkommissare zu folgen und damit die Disqualifikation des Schweden zu bestätigen. Damit ist der Schwede seinen Sieg beim fünften DTM-Rennen auf dem Norisring endgültig los.

«Im Sinne des Sportes akzeptieren wir die Entscheidung des DMSB-Berufungsgerichtes», teilte Audi in einer ersten Stellungnahme mit. «Es ist gut, dass das Berufungsgericht des DMSB diesen Fall jetzt abgeschlossen hat und wir noch vor unserem Renen am kommenden Wochenende auf dem Moskau Raceway geklärte Verhältnisse haben. Unsere volle Konzentration gilt jetzt wieder dem Sport und wir freuen uns auf unsere Premiere in Russland», sagte Hans Werner Aufrecht, Vorstandsvorsitzender des DTM-Rechteinhabers und -vermarkters ITR e.V.

Wickens bleibt Zweiter

Allerdings gibt es nach der Verhandlung am Dienstag nun gar keinen Sieger mehr: Nach dem Ausschluss Ekströms war im vorläufigen Ergebnis Mercedes-Pilot Robert Wickens als Gewinner geführt worden. Christian Vietoris und Daniel Juncadella hatten den Dreifach-Sieg von Mercedes komplettiert.

Wickens wird nun aber offiziell als Zweiter geführt, Vietoris als Dritter. Da Ekström seinen Sieg auf der Strecke unter sportlich einwandfreien Bedingungen erzielt habe und das Fahrzeug dem Reglement entsprochen habe, habe das Team durch den Regelverstoß im Parc fermé keinen Wettbewerbsvorteil gehabt, teilte der DMSB mit.

Ekströms Vater und ein Teammitglied hatten dem Schweden unmittelbar nach dem Rennen und noch vor dem Wiegen Wasser in den Rennoverall geschüttet. Damit hatte das Team aus Sicht der Sportkommissare gegen die Parc-fermé-Bestimmungenverstoßen, was nach dem Rennen zu einer sechsstündigen Untersuchung geführt hatte. Mit dem Ergebnis des Ausschlusses. Audi hatte umgehend Berufung eingelegt. Allerdings vergeblich.

Damit gibt es erstmals seit 1984 und zum zweiten Mal überhaupt in der Geschichte der DTM keinen offiziellen Gewinner. Vor 29 Jahren hatte Harald Grohs (BMW) gegen das technische Reglement verstoßen. Dass der Sieger eines DTM-Rennens disqualifiziert wurde, passierte zuletzt 2004. Gary Paffett (Mercedes) hatte auf dem Lausitzring im Ziel zu wenig Benzin im Tank. Profiteur damals: Mattias Ekström.

Die DMSB-Mitteilung:

Das Berufungsgericht des DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) hat die Entscheidung der Sportkommissare bestätigt und die Berufung des Audi Sport Team Abt Sportsline gegen den Wertungsausschluss von Mattias Ekström beim DTM-Rennen auf dem Norisring (14. Juli 2013) zurückgewiesen.

Da der Fahrer seinen Sieg auf der Strecke aber unter sportlich einwandfreien Bedingungen erzielt hat und das Fahrzeug dem Reglement entsprach, hatte das Team durch den Regelverstoß im Parc fermé keinen Wettbewerbsvorteil.

Daher entschied das Gericht, dass die nachfolgenden Teilnehmer nicht aufrücken. Der Kanadier Robert Wickens (STIHLMercedes AMG) ist damit als Zweiter der Bestplatzierte Fahrer beim 5. DTM-Lauf. Dem Team war vorgeworfen worden, die Parc-fermé-Bestimmungen missachtet zu haben, die in Art. 44 des DTM-Reglements festgelegt sind.

In diesem Reglementspassus ist unter anderem geregelt, dass vor der technischen Nachuntersuchung des Fahrzeugs keine Materialien oder Substanzen entfernt oder hinzugefügt werden dürfen. TV-Aufzeichnungen belegten allerdings, dass dem Fahrer noch vor dem durch das Reglement vorgesehenen Wiegen nachweislich eine Flüssigkeit unter anderem in die Tasche des Fahreroveralls gefüllt worden war.

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