Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Mike Rockenfeller und Gary Paffett können die Entscheidung des DMSB, den Einsatz von DRS in Zandvoort nicht zu erlauben, nicht nachvollziehen. "Ich finde es schade, dass wir ohne DRS fahren. Generell akzeptiere ich die Entscheidung. Das heißt aber nicht, dass ich sie auch so getroffen hätte", sagte Audi-Pilot Rockenfeller. "Es ist aus Sicherheitsgründen. Aber trotzdem denke ich, dass es mit DRS auch funktionieren würde", sagte der DTM-Spitzenreiter.
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Am Freitag hatte der Deutsche Motor Sport Bund bekannt gegeben, dass die Piloten beim vorletzten Saisonlauf auf den verstellbaren Heckflügel und die damit verbundene höhere Höchstgeschwindigkeit verzichten müssen. "Die Verwendung des DRS Systems gemäß Art. S45 des Sportlichen Reglements DTM 2013 ist für die Veranstaltung in Zandvoort aus Sicherheitsgründen nicht zulässig", teilte der DMSB am Rande des Rennens mit. Mercedes-Routinier Paffett kritisierte vor allem, dass die Piloten nicht in die Entscheidungsfindung involviert wurden. "DRS hat dazu beigetragen, dass die Rennen spannender geworden sind. Dass sie nun entschieden haben, es nicht zu erlauben, ist enttäuschend", sagte der 32-Jährige. Es gebe zwar einige Stellen auf dem Kurs, die "vielleicht ein wenig gefährlich geworden wären. Aber wir Fahrer sind sehr vernünftig und würden es nur einsetzen, wenn es sich sicher anfühlt. Uns ist es bislang nicht erklärt worden, warum die Entscheidung so getroffen wurde. Und bis jetzt sind wir auch in keine Entscheidung darüber involviert worden", so Paffett.
Auch Rockenfeller wäre lieber vorher gefragt worden. "Klar, denn am Ende sind wir die, die im Auto sitzen. Ich glaube, hier hätte es super Überholmöglichkeiten gegeben. Am Ende ist es aber für alle gleich, deswegen macht es keinen Unterschied. Außer, dass weniger überholt wird."
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Offenbar hatten zuvor die drei Hersteller BMW, Audi und Mercedes einen entsprechenden Wunsch an den DMSB gerichtet. Durch den Wegfall des DRS kommt somit dem Qualifying am Samstag eine noch größere Bedeutung zu als sowieso schon, da die DTM durch das DRS in den ersten achten Rennen der Saison so viele Überholmanöver wie noch nie hatte. Durch den Verzicht auf DRS ist die Startposition praktisch schon die halbe Miete.
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In Zandvoort kann Rockenfeller seinen ersten DTM-Titel perfekt machen. Der 29-Jährige hat 33 Punkte Vorsprung auf seinen einzig verbliebenen Verfolger Augusto Farfus (BMW). Rockenfeller würde demnach ein zweiter Platz bereits reichen.
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