Jamie Green hadert: Warum ein Boxenstopp-Fenster?

Von Andreas Reiners
DTM
Jamie Green

Jamie Green

Der Audi-Pilot sah lange wie der sichere Sieger des Rennens in Oschersleben aus. Doch dann kam das Safety Car zum dritten Mal.

Vor dem Saisonstart hatten wir Jamie Green im Interview gefragt, ob er noch weiß, wie man Rennen gewinnt. Das sei wie Fahrradfahren, hatte der Brite geantwortet. So etwas verlerne man nicht. Nun, der Audi-Pilot bewies in Oschersleben, dass er es noch kann. Theoretisch zumindest.

Green, der auf ein durchwachsenes erstes Jahr bei Audi zurückblickt, hatte im Regen von Oschersleben das Feld angeführt und die Konkurrenz dominiert. Drei Sekunden waren es teilweise pro Runde, die er auf die Konkurrenz herausfuhr. Bis das Safety Car zum dritten Mal kam. Green, bis zu diesem Zeitpunkt der König im Regen, verlor seinen Vorsprung und fiel zudem nach seinem Pflichtstopp weit zurück. Und fuhr am Ende auf Optionsreifen ins Kiesbett.

«Ich habe sehr gepusht, da ich wusste, dass es die letzte Runde war und ich wollte überholen und habe es wohl etwas übertrieben. Ich war Siebter und wollte auf die sechs. Unglücklicherweise habe ich so gar nichts bekommen», sagte Green SPEEDWEEK.com.

Also doch nicht der fast schon sicher geglaubte Sieg, dafür null Punkte: «Ich bin enttäuscht, aber es ist nur ein Rennen. Das Leben geht weiter und morgen kann die Welt schon wieder anders aussehen. Am Ende des Tages weiß ich, dass ich ein guter Fahrer bin und einen guten Job gemacht habe, also kann ich etwas Positives mitnehmen», so Green.

Vor allem am Ende des Rennens wurde es unübersichtlich. Praktisch aus dem Nichts fuhr auf einmal Mercedes-Pilot Christian Vietoris auf Siegkurs, auch Greens Markenkollegen Mike Rockenfeller und Edoardo Mortara spülte das Chaos nach vorne. Auch Green hatte da teilweise schon den Überblick verloren. «Ich habe über Funk gefragt, nachdem ich die Slicks drauf hatte, auf welcher Position ich bin. Ehrlich gesagt, war es nicht gerade einfach den Überblick zu behalten, das Rennen war schwierig zu verstehen», so Green.

Schwierig zu verstehen war es für den Briten auch, warum es überhaupt ein Boxenstopp-Fenster gibt. In Oschersleben mussten die Reifen zwischen der 17. und 34. von ursprünglich 51 Runden gewechselt werden. Durch den Regen und die drei Safety-Car-Phasen wurden nach Ablauf der Maximalzeit von 75 Minuten letztendlich 44 Runden gefahren, und das Fenster am Ende bis zur 39. Runde verlängert.

«Ich glaube generell, dass es keinen großen Sinn macht, ein Boxenstopp-Fenster zu haben. Da musst sowieso einen Stopp machen, also warum müssen sie dir auch noch sagen, wann du ihn machst? Das gibt es zum Beispiel auch nicht in der Formel 1, also warum müssen wir es überhaupt machen? Das hat mich in Oschersleben ganz schön viel gekostet.»

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