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Africa Eco Race: Kevin Gallas und Mike Wiedemann schreiben Geschichte
Doppel-Podium für die deutschen Yamaha-Fahrer: Beim Africa Eco Race holte sich Kevin Gallas auf Yamaha den Gesamtsieg. Mike Wiedemann komplettierte mit seiner Yamaha das Podium.
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Nach zwölf Etappen auf der prestigeträchtigen Original-Route der Rallye Dakar holt sich Kevin Gallas auf der Yamaha Ténéré den Gesamtsieg beim Africa Eco Race. Mike Wiedemann, ebenfalls auf Yamaha Ténéré, wird Dritter bei den Big-Bikes. Nie zuvor hat ein Deutscher die Rallye gewonnen – nun stehen gleich zwei auf dem Podium!
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Nach einer mehr als erfolgreichen ersten Hälfte starteten Kevin Gallas und Mike Wiedemann nach dem Ruhetag am 31. Januar in weitere sieben Etappen beim Africa Eco Race. Und dies wohl mit mehr Ambitionen, als zuvor erwartet. Beide traten topfit, jedoch ohne Siegesgedanken an – und plötzlich führte Kevin in der Gesamtwertung. Diese Position galt es nun zu halten – eine beinahe unmögliche Aufgabe. Sowohl Gautier Paulin, ehemaliger MX-Profi und offizieller Werksfahrer im Yamaha-Rallye-Team, als auch Jean-Loup Lepan auf seinem leichten 450er Rally-Bike machten von hinten ordentlich Druck. Mike Wiedemann startete die zweite Rennhälfte mit einer spektakulären Aufholjagd, bis plötzlich das Podium in Sichtweite war.
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Doch wenn bei einer Rallye eines sicher ist, dann ist es, dass nichts sicher ist: So starteten beide nach dem Grenzübertritt Marokko–Mauretanien in die kurze Wertungsetappe sechs und fanden sich plötzlich auf den Rängen neun und zwölf. Plus knapp sechs Minuten für Wiedemann und knapp sieben für Gallas wären bei der ursprünglichen Dakar vielleicht nicht mal der Rede wert gewesen, inzwischen aber ist das Gesamtniveau und der Grundspeed extrem hoch und jede Sekunde zählt – was Gallas und Wiedemann auf Stage sieben eindrücklich bewiesen: Nach fast sechs Stunden gewerteter Fahrzeit, zermürbendem, extrem weichem Tiefsand und brutaler Hitze in den Dünen Mauretaniens trennen die beiden unglaubliche 18 Sekunden auf den Plätzen eins (Gallas) und zwei (Wiedemann).
Nun war vieles klar: Erstens, diese Rallye hat gerade erst begonnen, Mauretanien fordert weit mehr als die Etappen in Marokko. Zweitens, Gallas kann gewinnen, aber Sekunden entscheiden. Und drittens, Wiedemann hat Potenzial für das Podium, wenn er dieses Level hält. Auch Paulin, Botturi und Maio lieferten konstant gute Ergebnisse und setzten sich auf den Ténérés gegen den Großteil der 450er-Klasse durch.
Schon jetzt also war die Rallye ein voller Erfolg für Yamaha und Teammanager Marc Bourgeois, der zudem noch weitere, weniger erfahrene Fahrer – unter anderem in der Raid-Kategorie – betreute. Diese genossen nicht nur den gleichen Support von der riesigen Mannschaft vor Ort, sondern auch die Benzingespräche mit den Profis – auf einer Rallye ist jeder gleich, jeder hilft, jedem wird geholfen. Das ist echter Ténéré-Spirit. Zwischen Sandstürmen, nächtlichen Bergungsaktionen im hinteren Fahrerfeld, immer schwererem Terrain in Mauretanien und leichten Problemen bei Aprilia spitzte sich das Yamaha-Duell um das Podium immer weiter zu. Während Mike mit einem guten Vorsprung auf Cerutti Platz drei bei den Big Bikes nur noch verwalten musste, lieferten sich Kevin Gallas und Gautier Paulin am Tag der Einreise in den Senegal ein unfassbar knappes Rennen: Gallas hatte gesamt einen kleinen Vorsprung, Paulin aber führte die Etappe an, und bei Teamchef Marc Bourgeois lief der Taschenrechner am Zieleinlauf heiß.
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Paulin im Ziel, dann Gallas – 41 Sekunden! Mit unfassbaren 41 Sekunden Vorsprung gewann Gallas die Gesamtwertung nach Stage elf, auf die am zwölften Tag noch die obligatorische, aber nicht gewertete Zieleinfahrt am Strand von Dakar und hin zum berüchtigten Lac Rose folgte. Als erster Deutscher streckte Kevin Gallas die Trophäen für Platz eins gesamt sowie in der Big-Bike-Wertung nach oben, hätte selbst nie mit diesem Moment gerechnet: «Erst kurz vor der letzten Etappe war mir klar, dass es wirklich um den Gesamtsieg gehen würde – dann hieß es ‹all in› für die letzte kurze Stage, ich war extrem fokussiert auf die Navigation und als ich ins Ziel kam, konnte ich es überhaupt nicht realisieren, es war so unwirklich. Als Kind habe ich Stéphane Peterhansel zugeschaut, wie er am Lac Rose ins Ziel fährt und die Dakar gewonnen hat – jetzt habe ich das Rennen nach Dakar gewonnen und Stéphane war im Ziel und gratuliert mir. Der erste Sieg für Deutschland und der erste für Yamaha beim Africa Eco Race, das spricht für die Arbeit vom ganzen Team, wofür ich extrem dankbar bin.»
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Kevin Gallas schrieb als erster deutscher Sieger nicht nur Geschichte beim Africa Eco Race, auch die ursprüngliche Rallye Dakar auf dieser Route hat zuvor noch nie ein deutscher Fahrer gewonnen. Mike Wiedemann sichert sich auf seiner Ténéré nach einem spektakulären dritten Platz im Strandrennen zum Lac Rose – wenngleich dieser nur für Ruhm und Ehre war – letztlich verdient den dritten Platz unter den Big Bikes und Platz 4 gesamt. So richtig realisieren kann er dieses Wahnsinnsergebnis noch nicht: «Dass es so gut lief, hätte ich mir nie erträumt. Ich konnte meine Stärke in der Navigation voll ausspielen, war körperlich perfekt vorbereitet und beendete alle zwölf Tage ohne Probleme oder größere Stürze. Wie bisher bei jeder Rallye habe ich gerade auf den letzten, schwierigen Etappen noch einmal richtig Zeit gutgemacht; ich denke, auch das ist eine meiner größten Stärken. Die Ténéré war ein absoluter Traum während der ganzen Rallye, mein Mechaniker Marc hatte außer dem täglichen Service nahezu keine Arbeit am Motorrad. Ich bin einfach nur happy.» Auch die zwei Schützlinge in Wiedemanns eigenem Team vor Ort schafften es überglücklich ins Ziel in Dakar.
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