DTM-Rookie Nico Müller (Audi): «Habe Lehrgeld bezahlt

Von Andreas Reiners
DTM
Nico Müller

Nico Müller

Nach dem ersten DTM-Saisondrittel steht für Rookie Nico Müller die nächste Herausforderung an: Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Nico Müller ist angekommen. Der Audi-Rookie war nach dem Rennen in Ungarn zwar mächtig angefressen, doch als er das Positive suchte, brauchte er nicht lange. «Ich glaube schon, dass ich sehr zufrieden sein kann mit der Performance und dass das zeigt, dass der Aufwärtstrend da ist. Jetzt heißt es den fortzusetzen», sagte der Schweizer im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. Auch wenn in Budapest «nur» der zwölfte Platz heraussprang – es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann der Youngster seine ersten DTM-Zähler sammelt.

In Ungarn wäre es bereits fast soweit gewesen – wenn Timo Glock nicht gewesen wäre. Der BMW-Pilot kollidierte in der letzten Runde mit Müllers Audi. Am Ende standen beide mit leeren Händen da. «Das war komplett unnötig. Keine Ahnung, ob er die Kontrolle über das Auto verloren hat. Aber mich kurz vor dem Ende noch umzudrehen war eindeutig unnötig für uns beide und einfach nur schade», so Müller.

Die Rennleitung sah das Manöver als normalen Unfall, eine Strafe für Glock gab es dafür nicht. Müller sah das anders. Vor allem, als er sich seinen beschädigten Boliden aus der Nähe ansah. «Um den Radkasten herum fehlt ein bisschen was. Das zeigt ja auch schon, dass ich eher vorne als hinten war und wir waren sowieso bereits am Ausgang der Kurve, als die Berührung stattfand und innen hatte er wirklich mehr als genügend Platz gehabt. Er hat Punkte liegen gelassen. Ich habe meine ersten nicht mit nach Hause nehmen können – ‚top job‘», merkte Müller süffisant an.

Schuld hin oder her: Punkte hätte es für Müller durch eine Strafe aber sowieso nicht gegeben. Seine Bilanz nach seinen ersten drei DTM-Rennen? «Ich habe am Anfang auf jeden Fall Lehrgeld bezahlt, allerdings ist es auch ein bisschen unglücklich gelaufen. In Oschersleben zum Beispiel mit der Strategie und in Ungarn mit dem unschönen Rennende», so Müller. «Ich glaube, da war das Glück nicht immer auf unserer Seite und ich bin mir sicher, dass bereits ein paar Punkte auf unserem Konto stehen müssten, die wir wirklich verdient hätten. Von daher war es unter dem Strich ein positiver Saisonstart.»

Zurücklehnen wird sich Müller in der Sommerpause nicht. Denn nach seinem Debüt in der DTM folgt die nächste Premiere. Der Schweizer tritt beim 24-Stunden-Rennen bei G-Drive Racing gemeinsam mit Roman Rusinov, Stephane Ortelli und Edward Sandström auf dem Nürburgring an.

«Da wird viel Energie investiert, um da auch ein anständiges Ergebnis zu erzielen. Was es am Ende sein wird, kann ich schlecht einschätzen, weil das auch das erste Mal sein wird. Ich habe aber sehr, sehr gute Teamkollegen im Auto und ein sehr starkes Team hintendran, von daher sind alle Voraussetzungen da, um da auch ein gutes Rennen abzuliefern», so Müller.

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