Mercedes rüstet nach: Extrem nervend, aber…

Von Andreas Reiners
DTM
Mercedes kann den Rückstand zur Konkurrenz aufholen

Mercedes kann den Rückstand zur Konkurrenz aufholen

Mercedes darf bis zum 25. September nachrüsten, um den Rückstand aufzuholen. Was halten die Fahrer der Konkurrenz eigentlich davon?

Es waren gute Nachrichten für Mercedes und die leidgeprüften Fans der Sterne: Bis zum 25. September dürfen die Stuttgarter nachrüsten und so versuchen, den Rückstand zur Konkurrenz aufzuholen.

Ein Zugeständnis vor allem auch für die Chancengleichheit in der DTM, hieß es. Einstimmig von der DTM-Kommission beschlossen. ITR, DMSB und die drei betroffenen Hersteller Mercedes, BMW und Audi waren sich also mal einig.

Doch was sagen eigentlich die Fahrer der Konkurrenz dazu? SPEEDWEEK.com hat sich auf dem Norisring umgehört.

Bruno Spengler (BMW): Es ist so entschieden worden. Es stört mich nicht. Die drei ersten Rennen waren sehr schwierig für sie. Ich finde es in Ordnung, dass sie noch etwas entwickeln dürfen. Es hätte auch einem anderen Hersteller passieren können. Ich finde es fair.

Jamie Green (Audi): Vielleicht bereuen Audi und BMW das jetzt. Am Ende des Tages ist es eine Meisterschaft mit drei Herstellern, jeder weiß, dass es gut ist, alle drei an Bord zu behalten und keinen zu verlieren. Ich war dabei, als nur zwei Hersteller fuhren. Das war auch gut. Aber mit dreien ist es natürlich besser. Und ich kann auch verstehen, dass wenn einer Probleme hat, es gut für die DTM ist, wenn man demjenigen eine extra Chance gibt. Ich kann das verstehen.

Timo Scheider: Am Ende sitzen wir alle im gleichen Boot. Wir müssen uns Gedanken machen, wie eine Chancengleichheit herrschen kann. Wir müssen alle in die gleiche Richtung rudern und schauen, dass es fair für alle ist. Vielleicht haben wir in der Vorbereitung einfach besser gearbeitet. Und warum sollten wir denjenigen, der vielleicht nicht so gut gearbeitet hat, jetzt die Möglichkeit geben? Auch die Meinung gibt es natürlich. Ich glaube, dass der Mercedes generell ein Aerodynamik-Problem hat. Mechanisch funktioniert das Auto, der Motor scheint auch gut zu sein. Von daher denke ich, dass das eine oder andere Flap und Flick noch dazu kommen wird. Das habe ich hier auch schon gesehen. Deshalb bin ich froh, wenn die Entwicklungszeit auch wieder vorbei ist.

Timo Glock (BMW): Ich glaube, es wäre problematisch, wenn sie die nächsten beiden Jahre mit dem entsprechenden Rückstand bei trockenen Rennen mitfahren würden. Dann sehen sie kein Land. Ich glaube, der Serie tut es gut, dass sie das dürfen, dass sie ein bisschen näher rankommen. Ob sie das in der Kürze schaffen, wird man sehen.

Marco Wittmann (BMW): Das sind die Regularien, die sind so ausgemacht worden und von daher ist es, glaube ich, nur im Sinne des Sports. Auch wenn Sie jetzt am Norisring gewonnen haben. Es war zu erwarten, dass sie hier stark sind. Generell wurde es so vereinbart und von daher bin ich da neutral. Ich versuche in Zukunft weiter vorne dabei zu sein, dann ärgere ich mich nicht so richtig.

Mike Rockenfeller (Audi): Als Techniker bei Audi oder BMW würde es mich extrem nerven. Du reißt dir den Arsch auf den ganzen Winter und machst einen guten Job. Und die anderen, die das nicht gut hinbekommen haben, die dürfen dann weitermachen und noch probieren, es besser hinzukriegen. Aus Sicht der Serie und für die Zuschauer ist es richtig. Ich als Fahrer nehme die Dinge so wie sie sind. Klar: Wenn du ein gutes Auto hast und bist besser als die Konkurrenz, dann hätte ich mir gewünscht, dass das so bleibt. Aber ich kann schon auch ein bisschen weiter aus dem Fenster schauen und verstehe auch die möglichen Beweggründe.

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