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Philipp Öttl aus dem Team Feel Racing Ducati präsentierte sich in der ersten Test-Session der Supersport-WM am Montag auf Phillip Island stark und führte die Zeitenliste bis kurz vor Schluss an.
Vier Sessions á 110 Minuten haben die Fahrer der Supersport-Klasse am Montag und Dienstag auf dem Phillip Island Grand Prix Circuit, zwei Autostunden südlich von Melbourne, zur Verfügung, um sich final auf die am kommenden Wochenende auf gleicher Strecke beginnende Weltmeisterschaft 2026 vorzubereiten.
Für beide Testtage ist mit 22 bis 28 Grad Celsius schönstes Spätsommerwetter vorhergesagt. In der Nacht zum Mittwoch soll es regnen, die restliche Woche aber trocken, schön und um die 20 Grad warm sein.
Die Fahrer waren am Montagmorgen, Phillip Island ist gegenüber MEZ zehn Stunden voraus, gerade mal sieben Minuten auf der Strecke, da wurde die Session zum ersten Mal unterbrochen. Nach 20 Minuten lagen Can Öncü (Ten Kate Yamaha) und Philipp Öttl (Feel Racing Ducati) über eine Sekunde vor dem Dritten.
Zur Halbzeit blieb Öttl als Erster unter 1:33 min und führte die Zeitenliste mit 1:32,991 min vor Jaume Masia (Orelac Ducati) und Öncü an.
Von den Bestmarken sind diese Zeiten noch weit entfernt. Zum Vergleich: Den Polerekord stellte 2025 Stefano Manzi (Yamaha) mit 1:31,249 min auf, die schnellste Rennrunde drehte 2024 Yari Montella (Ducati) in 1:31,271 min.
Die Session musste mehrfach wegen Trümmern auf der Strecke zur Säuberung unterbrochen werden. Mit noch 13 min auf der Uhr ließen viele Fahrer neue Reifen montieren und gingen auf Zeitenjagd.
In der letzten Minute katapultierte sich der letztjährige WM-Dritte Masia mit seiner Ducati V2 vom dritten auf den ersten Platz und sorgte mit 1:32,541 min für die Bestmarke. Öttl, am Schluss mit 0,450 sec Rückstand Dritter, wurde auch noch von Lokalheld Oli Bayliss auf einer Triumph überrumpelt. Auf Platz 4 landete Vizeweltmeister Can Öncü.
Für das neue Werksteam des chinesischen Herstellers ZXMOTO, hinter dem die Mannschaft von Evan Bros steckt, hätte der Testauftakt kaum schlechter laufen können: Valentin Debise kam in der ersten Stunde nicht zum Fahren und Federico Caricasulo konnte lediglich eine Installationsrunde absolvieren. 40 min vor Ende konnte das Duo den Testbetrieb aufnehmen und schaffte es immerhin noch auf die Ränge 10 und 21.
Schwer tut sich auch das Kawasaki-Werksteam: Während Jeremy Alcoba (14.) Trainingszeit wegen eines technischen Problems an seiner ZX-6R 636 verlor, schaffte es sein neuer Teamkollege, der zweifache Weltmeister Domi Aegerter aus der Schweiz, auch nur auf den 19. Platz.
Albert Arenas, nach seinen Moto2-Jahren jetzt in der Supersport-WM im Yamaha-AS-Team von Andrea Quadranti am Start, hatte in Kurve 11 einen Highsider und benötigte erst medizinische Versorgung, kam aber mit Prellungen davon.
Jauma Masia (E), Ducati, 1:32,541 min
Oliver Bayliss (AUS), Triumph, +0,344 sec
Philipp Öttl (D), Ducati, +0,450
Can Öncü (TR), Yamaha, +0,582
Ondrej Vostatek (CZ), Triumph, +0,624
Roberto Garcia (E), Yamaha, +0,830
Mattia Casadei (I), Ducati, +0,900
Josh Whatley (GB), Ducati, +0,929
Tom Booth-Amos (GB), Triumph, +1,071
Valentin Debise (F), ZXMOTO, +1,217
Jacopo Cretaro (I), MV Agusta, +1,335
Albert Arenas (E), Yamaha, +1,400
Lucas Mahias (F), Yamaha, +1,411
Jeremy Alcoba (E), Kawasaki, +1,444
Simon Jespersen (DK), Ducati, +1,444
Oliver König (CZ), Triumph, +1,513
Alessandro Zaccone (I), Ducati, +1,548
Matteo Ferrari (I), Ducati, +1,626
Dominique Aegerter (CH), Kawasaki, +1,665
Xavier Cardelus (AND), Yamaha, +1,688
Federico Caricasulo (I), ZXMOTO, +1,726
Aldi Mahendra (RI), Yamaha, +1,733
Filippo Farioli (I), Yamaha, +1,861
Leonardo Taccini (I), Ducati, +1,991
Borja Jimenez (E), Ducati, +2,213
Riccardo Rossi (I), Ducati, +2,383
Andrea Giombini (I), MV Agusta, +2,645
Yuki Okamoto (J), Yamaha, +3,150
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