SBK-Test Phillip Island, 1. Session: Bulega konkurrenzlos, BMW strauchelt
Superbike-Vizeweltmeister Nicolo Bulega (Ducati) fuhr in der ersten Session der Tests am Montag auf Phillip Island in seiner eigenen Welt. BMW hat zu kämpfen: Miguel Oliveira geradeso in den Top-10.
Nach den verregneten Wintertests Ende Januar in Jerez/Spanien und Portimao/Portugal finden die Fahrer der Superbike-WM auf Phillip Island im australischen Bundesstaat Victoria endlich Bedingungen vor, die eine Entwicklung ihrer Motorräder erlauben und aussagekräftige Rundenzeiten zulassen.
In den sieben werksunterstützten Teams wurden für diese Saison zahlreiche Positionen anders besetzt: BMW hat mit Danilo Petrucci und Miguel Oliveira ein neues Fahrerduo, Honda mit Jake Dixon und dem derzeit verletzten Somkiat Chantra ebenfalls. Yamaha verzeichnet in seinem Werksquartett mit Stefano Manzi und Xavier Vierge auch zwei Neuzugänge. Vizeweltmeister Nicolo Bulega bekam im Ducati-Werksteam mit Iker Lecuona einen neuen Teamkollegen.
Chantra wird in Australien von Honda-Testfahrer Tetsuta Nagashima ersetzt, weshalb das Testteam des japanischen Herstellers, auf Phillip Island mit Wildcard dabei, den Engländer Ryan Vickers aufbietet.
Insgesamt sechs Fahrer sind im Stammfeld, die noch nie in der Superbike-WM am Start waren: Die Ex-MotoGP-Piloten Oliveira und Chantra, der langjährige Moto2-Fahrer Dixon, Supersport-Weltmeister Manzi sowie die relativ unbekannten Italiener Alberto Surra und Mattia Rato.
Vier Sessions á 120 Minuten haben die Superbike-Asse am Montag und Dienstag zur Verfügung, um sich final auf die am kommenden Wochenende auf gleicher Strecke beginnende Weltmeisterschaft 2026 vorzubereiten.
Bulega von Beginn an sehr schnell
Von Beginn an fuhr WM-Favorit Bulega in seiner eigenen Welt und führte die Wertung zur Halbzeit mit 1:29,668 min mit der neuen Ducati Panigale um deutliche 0,618 sec vor Bimota-Werksfahrer Alex Lowes an.
Das Niveau ist bereits hoch: Den Polerekord hält Bulega seit 2024 mit 1:27,916 min, die schnellste Rennrunde drehte er im gleichen Jahr in 1:28,564 min.
Bulega fast eine halbe Sekunde voraus
Für die letzten Minuten ließen einige Fahrer frische Reifen montieren und gingen auf Zeitenjagd. Bulega konnte sich auf 1:29,451 min steigern und lag damit zum Sessionende fast eine halbe Sekunde vor dem überraschend starken Yari Montella (Barni Ducati) und bereits 0,788 sec vor Bimota-Ass Axel Bassani auf Platz 3. Unerwartet ist auch der vierte Platz von Lorenzo Baldassarri aus dem Team Go Eleven Ducati, wobei unklar ist, mit welchen Reifen die Fahrer ihre schnellste Runde drehten.
Garrett Gerloff brachte die einzige Kawasaki im Feld auf Platz 6, Xavi Vierge wurde als bester Yamaha-Fahrer Achter.
BMW agierte in der ersten Session unauffällig: Oliveira und Petrucci verloren 1,1 und 2 sec landeten auf den ernüchternden Rängen 10 und 19. Dixon sorgte als Elfter für das beste Honda-Ergebnis
Zeiten Superbike-Test Phillip Island, 1. Session:
Nicolo Bulega (I), Ducati, 1:29,451 min
Yari Montella (I), Ducati, +0,470 sec
Axel Bassani (I), Bimota, +0,788
Lorenzo Baldassarri (I), Ducati, +0,824
Garrett Gerloff (USA), Kawasaki, +0,833
Alex Lowes (GB), Bimota, +0,835
Alvaro Bautista (E), Ducati, +0,882
Xavier Vierge (E), Yamaha, +0,969
Sam Lowes (GB), Ducati, +1,030
Miguel Oliveira (P), BMW, +1,169
Jake Dixon (GB), Honda, +1,204
Iker Lecuona (E), Ducati, +1,310
Alberto Surra (I), Ducati, +1,580
Tarran Mackenzie (GB), Ducati, +1,641
Bahattin Sofuoglu (TR), Yamaha, +1,665
Stefano Manzi (I), Yamaha, +1,892
Andrea Locatelli (I), Yamaha, +1,934
Remy Gardner (AUS), Yamaha, +2,003
Danilo Petrucci (I), BMW, +2,083
Tetsuta Nagashima (J), Honda, +2,092
Ryan Vickers (GB), Honda, +2,097
Mattia Rato (I), Yamaha, +3,398
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