Götz: «Hätte mit den anderen Jungs mithalten können»

Von Otto Zuber
DTM
Maximilian Götz

Maximilian Götz

Mercedes hat das DTM-Wochenende auf dem Norisring dominiert. Maximilian Götz konnte davon allerdings nicht profitieren, er schied beide Male aus.

Am vergangenen Wochenende stand für Maximilian Götz nicht nur eines der Saisonhighlights auf dem Norisring auf dem Programm. Der Mercedes-Pilot startete auf dem fränkischen Stadtkurs in Nürnberg auch zu seinen beiden Heimrennen. Die starken Mercedes-Leistungen eröffneten die Chance auf Top-Resultate, doch der Rookie ging leer aus.

Heimrennen, tausende Fans und das fränkische Monaco. Wie hast du die Rückkehr an den Norisring erlebt?

Die Kulisse hier ist einfach traumhaft und am Sonntag hat zum Glück auch das Wetter gepasst. Es ist herrlich, die ganzen Menschen auf den vollen Tribünen zu sehen, die hierherkommen und Spaß haben. Für mich war es eine Rückkehr nach sehr langer Zeit. Ich bin zuletzt 2007 in der Formel-3-Euroserie auf dem Norisring gefahren und habe jetzt Runde für Runde viel Neues entdeckt und mich brutal gesteigert. Im Qualifying am Sonntag war ich lediglich drei Zehntel von der Pole-Zeit entfernt - trotz etwas Verkehr. Die anderen Fahrer kannten die Strecke bereits, während ich von ganz vorne beginnen musste. Beim nächsten Mal werde ich natürlich ganz anders einsteigen als jetzt.

Du hast dich am Samstag trotz des Regens für einen Start auf Slick-Reifen entschieden. Wieso bist du dieses Risiko eingegangen?

Die Situation war recht heikel, denn es hat kurz zuvor zu regnen begonnen. Der Start auf Slicks war entsprechend ein gewisses Risiko. Gleichzeitig musste ich von Startplatz 20 das Wagnis eingehen, um so vielleicht weit nach vorne gespült zu werden. Der Start war auch wirklich gut und ich konnte meine Position halten. Ich bin zehn Runden gut mitgekommen und habe sogar Mattias Ekström überholt. Beim Rausbeschleunigen merkte ich schließlich, dass etwas nicht stimmt. Ich konnte nicht mehr hochschalten und musste das Auto zwei Runden später abstellen. Es gab keine Chance, noch weiterzufahren - das war wirklich sehr schade.

Das zweite Rennen des Wochenendes ging für dich ähnlich schnell und frustrierend zu Ende. Schildere bitte die erste Runde aus deiner Sicht.

Ich kam am Start ganz gut weg und war auf der Innenseite, wie ich mir das zuvor ausgerechnet hatte. Beim Anbremsen auf die Spitzkehre bemerkte ich hinten links einen Schlag. Meine Räder blieben stehen und ich hatte nicht mehr genug Verzögerung. Andere Fahrer hatten Glück und fanden eine Lücke, während ich Timo Glock angeschoben habe. Es ist dort sehr eng und leider führte eine Verkettung unglücklicher Umstände zu diesem Zwischenfall. Mein Kühlerschlauch war danach angeknackst, es kam Wasser heraus und ich musste das Auto abstellen.

Ausgerechnet bei deinen Heimrennen stehen nun die ersten beiden Ausfälle deiner DTM-Karriere zu Buche. Wie fällt das Fazit des Wochenendes aus?

Das Rennen am Sonntag hake ich als normalen Rennunfall ab. Ich lerne natürlich aus allen Situationen und werde es vielleicht beim nächsten Mal anders gestalten. Am Norisring geht es darum, die erste Kurve zu überstehen. Ich schied leider in beiden Rennen früh aus, ansonsten wäre viel möglich gewesen. Alle anderen sieben Autos des Mercedes-AMG DTM Teams lagen am Sonntag in den Top-10 und das wäre auch für mich möglich gewesen. Ich war auf den Long Runs gut unterwegs und hätte im Rennen mit den anderen Jungs mithalten können - das habe ich auf dem Lausitzring demonstriert.

Bereits in zwei Wochen steht in Zandvoort das vierte Rennwochenende an. Mit welchen Erwartungen reist du in die Niederlande?

Ich habe viele schöne Erinnerungen an die Strecke. 2003 feierte ich in Zandvoort den Meistertitel in der Formel BMW ADAC - ein Wochenende vor Saisonende. Ich werde mich auf jeden Fall gut vorbereiten und bin optimistisch. Die Performance des Mercedes-AMG C 63 DTM lässt sich auf dieser Strecke nur schwierig vorhersagen. Von der Theorie her müsste uns diese Strecke aber liegen.

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