Timo Glock: Und plötzlich stand Götz im Kofferraum

Von Andreas Reiners
DTM
Der Moment des Unfalls in Kurve eins

Der Moment des Unfalls in Kurve eins

Für Timo Glock endete das sechste Saisonrennen früh mit einem Crash und herumfliegender Motorhaube. Nach dem Lauf gab es eine kurze Aussprache zwischen Götz und Glock.

Maximilian Götz wartete geduldig. Timo Glock hatte seinen Mercedes-Kontrahenten aus dem Augenwinkel bereits gesehen. Auf die Frage, ob es denn jetzt zwischen den beiden knalle, musste Glock aber lachen. «Für die Presse wäre es gut, wenn wir uns jetzt ein bisschen schlagen würden. Aber das passt schon», so Glock.

Als Glock mit seinem Interview fertig war, erklärte Götz seinem BMW-Kontrahenten das Malheur kurz nach dem Start des sechsten Saisonrennens auf dem Norisring. Nach einem guten Start war der Rookie sehr optimistisch und spät auf die Bremse gegangen. Nicht mit eingerechnet war dabei jedoch der Schlag, den er von Audi-Pilot Edoardo Mortara bekam.

«Dadurch habe ich sehr spät gebremst. Ich habe auch nicht erwartet, dass sich vor mir so ein Stau bilden würde. Ich bin dann voll auf die Bremse gestiegen, war aber wahrscheinlich etwas zu spät und bin auf Timo Glocks Auto aufgefahren. Das hat eine Kettenreaktion ausgelöst», erklärte Götz und entschuldigte sich bei Glock. Für den Crash wurde Götz schließlich auch von den Sportkommissaren bestraft und muss beim nächsten Rennen in Zandvoort drei Startplätze zurück.

Glock hatte im Wissen um die bisweilen chaotischen Zustände vor der ersten Kurve einen prüfenden Blick in den Rückspiegel geworfen. «Es war eigentlich keiner hinter mir und deshalb habe mich nur auf die Autos vor mir konzentriert. Drei Sekunden später stand mir mein Freund Maxi im Kofferraum», erzählte Glock. Dadurch wiederum wurde Glock in seinen Vordermann geschoben.

«Mein Auto war krumm vorne und hinten. Ich habe dann noch versucht, weiterzufahren, aber die Motortemperatur ging hoch und dann ist auch noch die Motorhaube weggeflogen und dann habe ich eh Feierabend gehabt», so Glock, für den es eine schwierige Saison ist. Bei BMW läuft es nur schleppend, bei ihm derzeit gar nicht. Doch seine Aussage, dass die Münchner in dieser Saison kein Rennen mehr gewinnen werden, zog er nach dem dritten Platz von Bruno Spengler zurück.

«Bruno hat gezeigt, dass BMW definitiv nicht geschlagen ist. Das ist ein gutes, positives Zeichen für uns. Jetzt müssen wir versuchen, daraus zu lernen, damit wir das auf alle Autos übertragen und einen Schritt nach vorne machen können.»

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