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Billy Bolt vor Titelkrönung: Machtdemonstration in Belgrad
Billy Bolt gewann auch den fünften Lauf zur SuperEnduro-WM 2025/2026 in Belgrad. Bei seinem Heimrennen in der kommenden Woche scheint sein sechster WM-Titel nur noch Formsache zu sein.
SuperEnduro-WM
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Belgrad war am gestrigen Samstag erstmals Gastgeber der SuperEnduro-WM. Auch bis in Serbiens Hauptstadt dürfte sich im Vorfeld herumgesprochen haben, dass es in der Prestige-Klasse seit Jahren einen großen Dominator gibt – Billy Bolt. Davon konnten sich auch die Fans in der «Belgrade Arena» von Beginn an überzeugen.
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Wie bei den vorangegangenen Saisonrennen überzeugte der Husqvarna-Factory-Rider bereits in der Superpole mit der mit Abstand schnellsten Linie und Runde. Im ersten Heat verschlief der Brite den Start förmlich und reihte sich nach den ersten Hindernissen nur auf Position fünf ein. Danach machte er jedoch innerhalb kürzester Zeit mit seinen Vorderleuten kurzen Prozess. Noch in der ersten Runde schob er sich auf Rang zwei nach vorn, im zweiten Umlauf war auch Hole-Shot-Sieger Mitch Brightmore fällig. Auf dem Weg zu einem weiteren sicheren Heat-Sieg leistete sich der Top-Star kurz vor Rennende einen Sturz. Da sein Vorsprung jedoch groß genug war, konnte er die Führung behaupten und fuhr schließlich mit gut zweieinhalb Sekunden Vorsprung vor seinen Landsleuten Mitch Brightmore, Johnny Walker und Toby Martyn auf einem Stark-Elektro-Bike ins Ziel. In den zweiten (Reverse-Grid-)Heat startete Billy Bolt aus der zweiten Reihe auf der inneren Bahn und begann das Rennen zunächst ruhig. Tatsächlich ließ er zunächst allen Gegnern den Vortritt und überquerte folglich als Letzter den ersten Baumstamm. Nachdem sich das Feld sortiert hatte, wartete er geduldig – im Wissen und mit dem Selbstbewusstsein, ohnehin der Schnellste zu sein – auf passende Lücken und Linien. Der WM-Zweite Johnny Walker ging etwas forscher zur Sache und setzte sich in der zweiten Runde an die Spitze. Zu diesem Zeitpunkt lag Billy Bolt bereits auf Rang drei und in Schlagdistanz. Nachdem er den schwedischen Stark-Fahrer Eddie Karlsson passiert hatte, nahm er Walker ins Visier, der im vierten Umlauf fällig wurde. Walker leistete zunächst Gegenwehr, doch als der Portugiese Diogo Vieira zwischen zwei Hindernissen strauchelte, fuhr ihm der Triumph-Pilot ins Heck und stürzte ebenfalls. Dabei verlor er so viel Zeit, dass er hinter dem erneut souveränen Heat-Sieger Billy Bolt, den „Elektrikern“ Eddie Karlsson und Toby Martyn sowie Mitch Brightmore nur Fünfter wurde. In der Startphase des dritten und letzten Heats kam es zu einem wilden Durcheinander, bei dem auch Billy Bolt zu den Leidtragenden gehörte und kurzzeitig eingeklemmt wurde. Dennoch arbeitete er sich – Schritt für Schritt und mit immer wieder atemberaubenden, zugleich stilistisch sauberen Fahrmanövern – erneut an die Spitze vor. Am Ende gewann er auch diesen Lauf vor Mitch Brightmore, Eddie Karlsson, Toby Martyn und Johnny Walker. Neben dem nun fünffachen Saisonsieger – zum vierten Mal in Folge mit Punktemaximum – nahmen Mitch Brightmore und Eddie Karlsson als Tageszweiter beziehungsweise -dritter bei der Siegerehrung Aufstellung.
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Billy Bolt hat in der WM-Tabelle nun 85 Punkte Vorsprung auf Johnny Walker und damit, wie schon im Vorjahr, die Chance, seinen nächsten WM-Titel bereits bei der Vorschlussrunde und zugleich am kommenden Samstag in Newcastle vor heimischen Fans vorzeitig perfekt zu machen.
Dazu sagte er anschließend: «Es war wieder ein perfekter Abend mit maximaler Punktzahl, also kann ich mich nicht beschweren. Die Starts waren nicht besonders gut, was die Sache definitiv interessanter gemacht hat. In gewisser Weise habe ich die Zweikämpfe genossen. Es ist gut, eng mit den anderen Jungs zu fahren, weil man immer etwas lernen und Positives aus solchen Situationen mitnehmen kann. Trotz der schwierigeren Starts fühlte sich meine Pace stark an, und ich konnte ruhig bleiben, die richtigen Entscheidungen treffen und die Rennen gut managen. Das Team hat die ganze Nacht über großartige Arbeit geleistet, und das Motorrad lief perfekt. Mit 63 Punkten davonzukommen und die Führung in der Meisterschaft auszubauen, ist genau das, was wir wollten. Jetzt freue ich mich sehr auf Newcastle und darauf, vor heimischem Publikum zu fahren.»
Manuel Lettenbichler zeigte bei seinem Comeback eine solide Leistung, die man mit drei sechsten Plätzen – jeweils hinter den genannten schwer zu bezwingenden Briten sowie dem einen Schweden – durchaus auch als stark bezeichnen kann. Der zweite Deutsche im Feld, Tim Apolle, belegte die Heat-Plätze 10, 11 und 8. Damit verbesserte er sich auch in der WM-Tabelle auf Rang acht. Lettenbichler spielt im Gesamtklassement aufgrund zweier verpasster Läufe zwar nur eine untergeordnete Rolle, hat aber ebenfalls noch Chancen auf WM-Endrang sieben. Ein absolutes Fiasko erlebte Milan Schmüser. Der Norddeutsche hatte in der Junior-WM ebenfalls alle vorangegangenen Grands Prix gewonnen und war klar auf Titelkurs. Doch wie es aktuell aussieht, wird daraus erneut nichts. Gleich in der ersten Runde des ersten freien Trainings stürzte er und zog sich eine Unterschenkelfraktur zu. Am Dienstag steht zwar eine Operation an, doch da die letzten beiden Saisonrennen bereits an den kommenden Wochenenden stattfinden, muss er wohl oder übel tatenlos zusehen.
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WM-Stand Prestige nach 5 von 7 Läufen:
  1. Billy Bolt (GB), Husqvarna, 312 Punkte
  2. Jonny Walker (GB), Triumph, 227 (-85)
  3. Mitch Brightmore (GB), GASGAS, 216 (-96)
  4. Eddie Karlsson (S), Stark, 197 (-115)
  5. Toby Martyn (GB), Stark, 138 (-174)
  6. Dominik Olszowy (PL), Rieju, 128 (-184)
  7. Alberto Gomez Cantero (E), Beta, 102 (-210)
  8. Tim Apolle (D), Beta, 101 (-211)
  9. Diogo Vieira (P), GASGAS, 100 (-212)
  10. Josep Garcia (E), KTM, 99 (-213)
  11. Manuel Lettenbichler (D), KTM, 89 (-223)
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