Timo Scheider: Wieder wie ein Youngster gefühlt

Von Andreas Reiners
DTM
Timo Scheider

Timo Scheider

Einen kleinen Seitenhieb konnte sich Timo Scheider dann doch nicht verkneifen. «Ich habe gewonnen, auch ohne DRS», jubelte der zweimalige Champion per Teamfunk.

Eine kleine Anspielung auf die verbalen Sticheleien zwischen dem Audi-Piloten und dem neuen DTM-Champion Pascal Wehrlein (Wir berichteten). Groß auf dem Thema rumreiten wollte er nach seinem ersten Sieg in der Tourenwagenserie nach fünf langen Jahren dann aber auch nicht mehr.

«Es ist alles dazu gesagt», meinte Scheider. Man müsse eher mit Wehrleins Pressesprecher sprechen, was für Ideen der gehabt habe. «Ich hatte meinen Spaß daran», so Scheider.

Spaß hatte Scheider natürlich vor allem an seiner persönlichen Genugtuung beim vorletzten Saisonrennen in Hockenheim. Sein insgesamt siebter DTM-Sieg war dann auch etwas ganz Spezielles, auch in seinem 15. DTM-Jahr noch.

In den letzten Runden hatte sich Scheider dann auch «wieder wie ein Youngster gefühlt», wie bei seinen ersten Siegen in der DTM. In sein Auto reingehört, ein wenig gebangt vielleicht, dass es am Ende dann auch wirklich klappt mit dem Platz ganz oben auf dem Podium.
Auch wenn der Knoten nach einem starken zweiten Platz im Qualifying und dem souveränen Sieg anschließend im Rennen jetzt offenbar geplatzt ist, ist Scheider froh, wenn die Saison nach dem morgigen Rennen vorbei ist, er nach Hause fahren und an 2016 denken kann.

Schließlich hatte er die «härteste Saison» seiner Karriere hinter sich, inklusive Spielberg-Skandal, Sperre und sportlicher Misere. Es lief wenig bis gar nichts. Bis Hockenheim. «Es freut mich unheimlich, dass Timo (Scheider) zu der Form zurückgefunden hat, die ihn zu einem zweifachen DTM-Champion gemacht hat», sagte Audis DTM-Leiter Dieter Gass.

Trotz der verbalen Sticheleien gab es von Scheider natürlich den obligatorischen Handshake mit Wehrlein, der passenderweise bei Scheiders ersten Sieg nach 2010 den Titel unter Dach und Fach brachte. «Gratulation an Mercedes und Pascal. Sie haben es verdient.»

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