Wittmanns Wunsch: Macht die DTM-Winterpause kürzer

Von Andreas Reiners
DTM
Marco Wittmann

Marco Wittmann

DTM-Fahrer lieben eines wenig überraschend ganz besonders: das Fahren. In der Tourenwagenserie ist genau das aber relativ beschränkt.

Die Testfahrten wurden vor der Saison nochmals gekürzt, zudem gibt es seit der vergangenen Saison zwar zwei Rennen pro Wochenende, davon wiederum aber insgesamt nur neun.

Pro Wochenende sieht die Fahrzeit so aus: 90 Minuten Training, insgesamt 40 Minuten Qualifying sowie ein 40 sowie ein 60 Minuten langes Rennen.

Was vielen Fahrern, aber auch Fans, ein Dorn im Auge ist, ist dabei nicht das Wochenende an sich, sondern die lange Winterpause. 202 Tage waren es diesmal, mehr als sechs Monate also verschwand die DTM mehr oder weniger von der Bildfläche.

Einige Piloten unternehmen deshalb Ausflüge in andere Serien. Wie zum Beispiel Marco Wittmann. Der Meister von 2014 ist derzeit ziemlich ausgebucht, wie er vor dem zweiten DTM-Event in Spielberg an diesem Wochenende erklärte.

«Aktuell bin ich ganz zufrieden. Denn nach Spielberg, dem Nürburgring und dem Lausitzring habe ich fünf Rennwochenenden hintereinander», sagte der BMW-Pilot. Als DTM-Fahrer ein ungewohnter Luxus.

Deshalb plädierte Wittmann auf die Frage, wie er seinen persönlichen Rennkalender 2017 gestalten würde, wenn er könnte, nochmals für eine Verkürzung der Winterpause. «Ich würde die Rennsaison der DTM früher beginnen lassen, im März bis Ende Oktober oder Mitte November, damit die Winterpause etwas kürzer ist», bekräftigte er. Das Problem: Das könnte nur durch mehr Events bewerkstelligt werden, was aber mit Blick auf die bekannte Kostenproblematik bei den Herstellern derzeit kein Thema ist.

Wittmann wird dafür am übernächsten Wochenende beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring antreten. Beim dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft an gleicher Stelle hatte Wittmann am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Jesse Krohn und Jörg Müller in der «Grünen Hölle» gewonnen. Das Rennen war die Generalprobe für die 24 Stunden auf dem Nürburgring,

«Für mich hat das einen hohen Stellenwert, das ist etwas ganz Besonderes. Ein Highlight der 24-Stunden-Rennen, die weltweit gefahren werden, wenn nicht sogar das Größte», sagte er. Zu einer Prognose, wie es für ihn laufen könnte, wollte er sich aber nicht hinreißen lassen. «Die Nordschleife hat es in sich, da kann viel passieren. Prognosen abzugeben ist deshalb schwierig. Das macht den Reiz aber auch aus.»

Wittmann ist nicht der einzige Fahrer aus der DTM, der sich auf der Nordschleife versuchen wird. Mit dabei sind auch Vorjahressieger Nico Müller, Maximilian Götz, Christian Vietoris, Augusto Farfus, Maxime Martin, Martin Tomczyk, Mike Rockenfeller und Timo Scheider. Und keine Frage: Auch diese Fahrer hätten gegen eine kürzere Winterpause sicher nichts einzuwenden.

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