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Mercedes-Boss: «Wollen keine Roboter fahren sehen»
Ein wenig mehr als die erste Saisonhälfte ist rum. Mercedes’ DTM-Leiter Ulrich Fritz spricht über das Mercedes-Fazit, schimpfende Fahrer und das Ziel für den Rest der DTM-Saison.
DTM
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Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Für Ulrich Fritz und Mercedes war die erste Saisonhälfte in der DTM "eine Achterbahnfahrt der Gefühle", wie der DTM-Leiter der Stuttgarter verriet. Einige Highlights setzte seine Mannschaft, hatte aber auch Pech.
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Im Interview zieht er ein Fazit, spricht über den rauen Ton in der Tourenwagen-Serie und gibt einen Ausblick auf den Rest des Jahres. Uli, nach dem Rennwochenende in Zandvoort ist mehr als die Hälfte der ersten Saisonhälfte vorüber. Wie fällt generell dein Fazit aus? Ich denke, die erste Saisonhälfte war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Bestätigt hat sich auf jeden Fall, dass unser neues Auto immer für eine Überraschung gut ist - sowohl positiv wie jetzt in Zandvoort, als auch negativ wie in Spielberg. Was uns freut, ist, dass unsere Fahrer bislang einen guten Job gemacht und wir mit Robert, Paul und vielleicht sogar Gary und Chris vier Fahrer haben, die um die Meisterschaft kämpfen können. Einer der emotionalen Höhepunkte war sicherlich der erste DTM-Sieg von Mücke Motorsport und Lucas Auer am Lausitzring. Negativ in Erinnerung bleiben das Norisring-Wochenende und der Sonntag in Zandvoort. Wenn auch aus ganz unterschiedlichen Gründen haben wir in diesen drei Rennen ganz entscheidende Punkte im Kampf um die Titel verloren. Bis Zandvoort ganz verdaut ist, wird es sicherlich auch noch ein paar Tage dauern.
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Was sagst du zum Auftreten und Äußerungen der Fahrer in den Medien. Der Ton ist deutlich ein anderer als früher. Bist du damit einverstanden, wie es zur Zeit läuft?
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Es ist doch so: Man kann sich nicht vor der Saison hinstellen und den Jungs sagen, sie sollen öffentlich ihre Meinung sagen und dürfen auch gerne einmal Kante zeigen und dann rudert man nach dem ersten Aufreger gleich wieder zurück. Damit macht man sich nicht nur selber unglaubwürdig, sondern verunsichert auch die Fahrer. Die wissen ja dann gar nicht mehr, wie sie sich verhalten sollen. Ich habe es am Norisring ja schon gesagt, einen "Nobel-Preis" wird Chris für seine Bezeichnung von Eki von mir nicht bekommen, aber ich kann die heftige Reaktion auch verstehen. Und wenn man sich im Nachgang die Kommentare dazu in den sozialen Medien anschaut, dann sieht man auch wie positiv es ankommt, dass ein Fahrer seine Gefühlslage so offensiv nach außen getragen hat. Wir wollen doch alle Menschen und keine Roboter fahren sehen.
Mit Blick auf den Tabellenstand: Welche Ziele gebt ihr zum Halbjahr intern für die Saison aus? Das Ziel kann es nur sein, Meister zu werden. Wenn der Renngott ein bisschen öfter auf unserer Seite gewesen wäre, dann würde Rob die Tabelle auch anführen. Allerdings scheint Marco Wittmann zur Zeit noch eine bessere Leitung nach oben zu haben. Aber das Blatt kann sich schnell drehen, wie man im bisherigen Saisonverlauf gesehen hat. Im letzten Jahr zu dieser Zeit hatte Pascal 17 Punkte Rückstand auf den Führenden und konnte die Meisterschaft mit 19 Punkten Vorsprung gewinnen. Robert liegt momentan 22 Punkte hinter Marco. Noch ist also nichts verloren. Ich denke, dass es bis zu den letzten beiden Rennwochenenden dauern wird, bis der Favoritenkreis auf vier bis fünf Fahrer ausgedünnt ist. Ich hoffe, wir haben bis dahin auch noch zwei, drei heiße Eisen im Feuer. Wir werden auf jeden Fall weiter pushen.
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