Schweden: Haarahiltunen rang Niclas Svensson nieder

Von Jan Sievers und Per Gustafsson
Eisspeedway
Schwedens Top-3: Niclas Svensson, Martin Haarahiltunen und Ove Ledström (v.l.)

Schwedens Top-3: Niclas Svensson, Martin Haarahiltunen und Ove Ledström (v.l.)

In Hallstavik wurde Martin Haarahiltunen zum neuen Schwedischen Eisspeedway-Meister gekrönt. Im Endlauf konnte er sich gegen Niclas Svensson und Ove Ledström durchsetzen.

Die vier schwedischen GP-Piloten waren auch bei der nationalen Meisterschaft die Schnellsten. Nach den 20 Vorläufen war Titelverteidiger Niclas Svensson ungeschlagen und qualifizierte sich als Vorrundensieger zusammen mit Martin Haarahiltunen und Ove Ledström direkt für das entscheidende Finale. Im Last-Chance-Heat nutzte Jimmy Olsen seine Chance und setzte sich knapp gegen Stefan Svensson und Jonas Andersson durch, der eigentlich auf der Speedwaybahn beheimatet ist und eine immer bessere Figur auf dem Eis macht.

Im Endlauf konnte Haarahiltunen Niclas Svensson, der verbissen kämpfte, sowie Ledström niederringen und seinen ersten Meistertitel feiern. «Das Finale war richtig hart», sagte der Schwedische Meister. «Ich habe den Start gemacht und dann alles gegeben, ich sah, dass Niclas sehr nahe war, aber ich habe mein Bike umgelegt und versucht das beste Eis zu finden, um die größten Rillen zu vermeiden und war erfolgreich.»

Der schwedische Generationswechsel hat sich damit einmal mehr bestätigt. Stefan Svensson konnte den Speed der neuen Generation nicht ganz mitgehen. Mit fast 60 Jahren bei der Schwedischen Meisterschaft Fünfter zu werden, ist dennoch eine nicht zu verachtende Leistung.

Als Zweiter des Astana-GP verglich Haarahiltunen den Titelgewinn mit dem Sensationserfolg in der Weltmeisterschaft. Besonders bedankte er sich bei Stefan Svensson, der ihm in seiner Karriere mit Ratschlägen und Maschinenmaterial immer zur Seite stand: «Stefan gebührt die Hälfte der Goldmedaille.»

Es war das dritte Finale zur Schwedischen Meisterschaft in Hallstavik. Insgesamt vier Stunden dauerte das Rennen, nicht alle Zuschauer blieben bei Temperaturen von minus 10 Grad bis zum Schluss. Der Bahndienst dauerte extrem lang, zudem gab es nach dem vierten Durchgang Probleme mit dem Eis. Auf den Geraden kam auf der Ideallinie bereits der Bahnbelag der Speedwaybahn durch. Um das Rennen fortzusetzen, wurde die Strecke durch zusätzliche Strohballen verengt.

Ex-GP-Pilot Per-Anders Lindström konnte im Finale Premiere feiern: Seit diesem Winter ist er Schiedsrichter und pfiff sein bereits sechstes Rennen, es war sein erstes schwedisches Finale aus der Referee-Box. Lindström strebt nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn eine Karriere als internationaler Referee an.

Ergebnisse Schwedische Eisspeedway-Meisterschaft:

1. Martin Haarahiltunen, 14 Punkte +3
2. Niclas Svensson 15+2
3. Ove Ledström 13+1
4. Jimmy Olsen 11+3+0
5. Stefan Svensson 10+2
6. Jonas Andersson 12+1
7. Mikael Flodin 8+0
8. Pierre Hallén 8
9. Albin Lindblom 7
10. Anders Engström 6
11. Viktor Svensson 5
12. Conny Fastesson 4
13. Martin Börjegren 3
14. Michael Sjögren 2
15. Douglas Blomqvist 2
16. Michael Jarl 1

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