Eisspeedway-GP

Erstmals im Eis-Grand-Prix: Wer ist Jasper Iwema?

Von - 15.01.2018 13:50

​ Von 2009 bis 2013 fuhr der Niederländer Jasper Iwema Fulltime 125er- und später Moto3-Weltmeisterschaft auf der Straße. Bereits in seiner zweiten Saison darf der 28-Jährige im Eisspeedway-GP fahren.

Wenn am ersten Februar-Wochenende in der kasachischen Hauptstadt Astana der Eisspeedway-GP 2018 beginnt, dann werden mit Martin Haarahitunen und Jasper Iwema zwei Rookies dabei sein. Während sich der Schwede in Ylitornio als Vierter aus eigener Kraft für den Grand Prix qualifizierte, schied Iwema im gleichen Rennen als Siebter aus.

Da er in den beiden Qualifikationsrunden der mit Abstand beste Niederländer war, wurde er vom Motorrad-Weltverband FIM für eine der beiden Dauer-Wildcards nominiert – neben dem Bayer Günther Bauer.

In Eisspeedway-Kreisen ist Jasper Iwema noch weitgehend unbekannt, er fuhr erst eine Handvoll Rennen.

2007 startete der Mann aus Hooghalen erstmals in der Achtelliter-Weltmeisterschaft, von 2009 bis 2013 bestritt er die gesamte Grand-Prix-Saison in der kleinsten MotoGP-Klasse. Insgesamt kommt Iwema auf 88 Grand-Prix-Einsätze, seine beste Saison erlebte er 2010, als er mit 34 Punkten WM-16. bei den 125ern wurde.

Für die WM-Saison 2014 fand Iwema mangels guter Ergebnisse keinen Platz in der Moto3-Klasse. Nach einem gescheiterten Versuch in der Spanischen Meisterschaft musste er seine GP-Karriere unfreiwillig unterbrechen. Nach zwei Wildcard-Einsätzen in Assen und Silverstone fuhr Iwema am Saisonende fünf Grands Prix im Team CIP als Ersatz für seinen entlassenen Landsmann Bryan Schouten.

Weil er mit der Mahindra nie in die Top-15 kam, fand der Niederländer auch für 2015 keinen WM-Platz. Beim Assen-GP war er mit Wildcard dabei, dieses Mal in der Moto2-Kategorie. Auf der Speed-up brachte er aber nur Rang 25 zustande.

Letztes Jahr sorgte er mit seinem Eisspeedway-Debüt für Aufsehen. «Eisspeedway macht ganz viel Spaß», erklärte Iwema gegenüber SPEEDWEEK.com seine neue Leidenschaft. «Das ist echtes Racing und man kommt mit weniger Budget aus als im Straßenrennen. Es gibt keine Bremse, es geht nur links herum und man hat Grip ohne Ende am Hinterrad. Auch die Sitzposition ist eine ganz andere und die Bahn ändert sich im Lauf eines Rennens. Da gibt es keine festen Linien wie im Straßenrennen.»

Eisspeedway hat in den Niederlanden lange Tradition: Assen war über Jahrzehnte ein Saisonhöhepunkt, bis die Eishalle abgerissen wurde. 2017 fand erstmals ein Grand Prix in Heerenveen statt, dieses Jahr wird dort am 7./8. April das Finale ausgetragen.

Erfolgreichste Niederländer der letzten 15 Jahre sind Johnny Tuinstra und René Stellingwerf, die es in der Weltmeisterschaft bis auf Rang 13 schafften.

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© SPEEDWEEK.COM
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