Ove Ledström (18): Endlich wieder ein starker Schwede

Von Jan Sievers
Eisspeedway-GP
Wird der erst 18-jährige Ove Ledström der neue Posa Serenius? Im Grand Prix ist er zusammen mit Franz Zorn bester Europäer, bei der Eisspeedway-Team-WM wies er Nikolai Krasnikov in die Schranken.

Im vergangenen Jahr tauchte der Name Ledström zum ersten Mal bei der Team-WM auf. Bei seinem ersten Rennen im Konzert der Großen wurde das Potenzial von Ove Ledström deutlich. In diesem Jahr ist er einen Schritt weiter. In seiner ersten Grand-Prix-Saison kam er bei beiden Rennen in Krasnogorsk ins Halbfinale, zusammen mit Franz Zorn ist Ove bester Nicht-Russe. Und auch am ersten Tag der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Togliatti setzte er seine Erfolgsserie fort.

Im letzten Lauf am Samstagabend konnte er sensationell Rekordweltmeister Nikolai Krasnikov das Hinterrad zeigen und so die Schweden zur Halbzeit der Team-WM auf den zweiten Platz vorschieben, punktgleich mit den Österreichern. «Ich bin einfach innen gefahren und habe es locker genommen. Krasnikov und Khomitsevich sind so hart außen gefahren, als das Eis so schlecht war», sagte Ledström nach seiner Meisterleistung zu SPEEDWEEK.com. 



Dass für das junge schwedische Team am zweiten entscheidenden Tag in Togliatti noch alles drin ist, lässt ihn ruhig: «Ich wusste, wenn alles für unser Team läuft, dass wir auf dieser Position sein können. Im Rennen kann jedoch alles passieren. Jeder will sein Bestes geben, es sind verdammt harte Rennen.»



Zwar steht Ledström erst am Anfang seiner Karriere, doch nicht nur durch seinen prominenten Befürworter und Mechaniker Per-Olov Serenius ist ein Vergleich mit dem zweifachen Weltmeister zulässig. Ledström hat wie Posa enormes fahrerisches Potenzial, beide teilen auch die nordische Gelassenheit. Dass er am Sonntag seine erste WM-Medaille holen kann, lässt ihn cool: «Ich will heute einfach nur Spaß haben und das Gefühl haben etwas zu erreichen, um mit mir selbst zufrieden zu sein. Wir werden sehen, wie weit wir kommen.»

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