Günther Bauer: Inzell-GP mein absolutes Traumrennen

Von Rudi Hagen
Eisspeedway-WM
Günther Bauer bereitet sich auf die Saison vor

Günther Bauer bereitet sich auf die Saison vor

Günther Bauer sieht die Lage im Eisspeedway sehr düster. Die Russen seien für alle Europäer weit enteilt. Der Schlechinger muss im finnischen Ylitorina um einen Platz im Challenge kämpfen.

«Alle Europäer müssen einsehen, dass die Russen uns so weit enteilt sind», macht Günther Bauer die Lage im Eisspeedway deutlich. Der 43-Jährige, 2015 aufgrund von diversen Verletzungen mit 55 Punkten am Ende auf Platz 11 der Weltmeisterschaft, sieht auch sonst die Lage im Eisspeedway sehr düster.

«Natürlich bin ich gedanklich schon in der kommenden Saison», so der achtfache Deutsche Meister, «meine Motorräder sind fast fertig und ich denke darüber nach, wo ich zum Training fahre, Russland oder Schweden.» Sohn Luca fliegt Mitte Dezember sicher in den Osten, wo er in Kummertau von russischen Lehrmeistern betreut wird.

«Da wollen sie dann den Papa nicht unbedingt dabei haben», sagt Vater Günther. Und: «Russland ist nicht schlecht zur Vorbereitung, aber nur, wenn du noch viel lernen musst, oder wenn du um den WM-Titel kämpfst. Aber das können wir uns hier wohl abschminken.»

Also wird es wohl auf Schweden hinaus laufen, wo sich Günther Bauer den Feinschliff auf dem Eis geholt werden soll. «Aber auch da ist immer mehr tote Hose», klagt der Schlechinger, «früher waren dort mehr Rennen als heuer, überall gehen sie am Stock.»

Für die Qualifikation zum WM-Challenge in Strömsund (S) muss Günther Bauer genau wie der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher im finnischen Ylitorina antreten. «Dass wir Deutschen in zwei Quali-Läufen fünf Startplätze haben, ist nicht schlecht», bewertet Bauer die DMSB-Entscheidung. «Natürlich will ich mich qualifizieren und dann in der WM einer der besseren Europäer sein.»

Auf die GP’s in Berlin, Assen und vor allem zuhause in Inzell freut sich Bauer jetzt schon. «Inzell ist dabei für mich ganz klar Favorit, mein absolutes Traumrennen.» Die Team-WM sei dagegen nicht so wichtig für ihn: «Da kannst du nur Material zerstören und Geld vernichten und auf das bißchen Geld, was man dort bekommt, kann ich gerne verzichten. Glücklicherweise habe ich Supersponsoren, so dass ich in keiner ganz so schlechten Position bin.»

WM-Qualifikation 2016:

9. Januar Ylitorina (FIN): Günther Bauer, Stefan Pletschacher
15. Januar Östersund (S): Markus Jell, Max Niedermaier, Johann Weber
16. Januar Strömsund (S): Challenge

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