4h Red Bull Ring: Pole-Position für einen Oreca LMP2

Von Oliver Müller
ELMS
Der Oreca 07 von IDEC startet am Red Bull Ring von der Pole-Position

Der Oreca 07 von IDEC startet am Red Bull Ring von der Pole-Position

In der Qualifikation für das ELMS-Rennen am Red Bull Ring konnte sich Paul Loup Chatin im Oreca von IDEC Sport durchsetzten. Bester Ligier auf Platz sieben. In der GTE-Klasse holte Miguel Molina im Ferrari die Bestzeit.

Am Red Bull Ring ging es in der Qualifikation für den dritten Saisonlauf der European Le Mans Series (ELMS) wieder recht eng zu. Temperaturen um die 25 Grad Celsius und etwas Sonnenschein ließen einigermaßen gute Streckenbedingungen zu. Da es am Samstagvormittag jedoch einen teilweise recht heftigen Schauer gegeben hatte, war der 4,318 Kilometer lange Kurs in der Steiermark wieder regelrecht 'grün' gewaschen worden. Durch das daraus resultierende geringere Grip-Niveau stellten sich die im Vorfeld prognostizierten Top-Zeiten in der Qualifikation folglich nicht ein. Die Pole-Position ging letztendlich an den Oreca 07 von Paul Loup Chatin. Der IDEC-Sport-Pilot, der im Rennen zusammen mit Paul Lafargue und Memo Rojas fährt, erreichte eine Zeit von 1:19,246 Minuten. Damit lag er über acht Zehntelsekunden hinter der Pole-Zeit aus dem Vorjahr zurück.

«Das ist unsere zweite Pole-Position in der ELMS und sogar schon die dritte im Jahre 2018, da wir ja auch bei den 24 Stunden von Le Mans vorne lagen. Somit bin ich natürlich richtig happy», freute sich Chatin nach getaner Arbeit. Ebenfalls aus der ersten Reihe wird der Oreca 07 von Duqueine Engineering losfahren. Der LMP2 um Pierre Ragues/Nicolas Jamin/Nelson Panciatici hatte über weite Teile der Qualifikation vorne gelegen, wurde final jedoch um 0,019 Sekunden geschlagen. Die beiden Oreca von Racing Engineering (Norman Nato/Olivier Pla/Paul Petit) und DragonSpeed (Henrik Hedman/Ben Hanley/Nicolas Lapierre) bilden mit 0,141 bzw. 0,177 Sekunden Rückstand die zweite Startreihe.

Mit den Wagen von IDEC, Duqueine und DragonSpeed sind drei der Top vier der LMP2-Klasse mit Michelin-Reifen bestückt. Der französische Pneu-Hersteller hatte die kleine Prototypen-Klasse in der Vergangenheit eher stiefmütterlich behandelt. Doch schon 2017 wurde die Schlagzahl in der Entwicklung mächtig hochgeschraubt, was sich in den aktuellen Ergebnissen nun auch ablesen lässt. Einer der Gründe für das neue LMP2-Interesse ist die Tatsache, dass Michelin die Ausschreibung zur Ausrüstung der amerikanischen IMSA-Serie ab 2019 gewonnen hat. Und dort bilden die LMP2 zusammen mit den DPi die Gesamtsieg-Klasse.

Hinter den Oreca von G-Drive und TDS Racing belegte der Ligier JS P217 von Philip Hanson/Filipe Albuquerque (United Autosports) den siebten Rang. Damit dürfte das Ligier-Lager nicht unbedingt zufrieden sein. Jedoch haben die angesprochenen Streckenbedingungen ihr Übriges für das Resultat getan. Für das 4-Stunden-Rennen ist ebenfalls Regen angekündigt, was das Bild an der Spitze aber sowieso wieder komplett durcheinander würfeln dürfte. Der beste Dallara P217 (Cetilar Villorba Corse mit Roberto Lacorte/Giorgio Sernagiotto/Felipe Nasr) fährt von Startplatz zehn los.

In der GTE-Klasse stellte sich wieder einmal Miguel Molina als der schnellste Pilot heraus. Der Spanier brauchte 1:28,827 Minuten für die Runde am Red Bull Ring. Molina teilt sich den Ferrari 488 GTE von JMW Motorsport mit Liam Griffin und Alex MacDowall. «Es war eine sehr gute Qualifikation für mich. Ich hatte eine komplett freie Strecke und konnte somit ordentlich Gas geben. Durch meine vielen Jahre in der DTM bin ich recht oft hier gefahren. Dadurch wusste ich, dass die Strecke die Reifen nicht sonderlich beansprucht. Deswegen blieb ich die ganze Session über draußen und habe mich durch immer weniger Sprit im Tank ständig verbessert», beschrieb der sehr gut deutsch sprechende Molina.

Es ist die erste Pole-Position für Ferrari in der ELMS-Saison 2018. Rang zwei ging an den Porsche 911 RSR von Gianluca Roda/Giorgio Roda/Matteo Cairoli (Proton Competition). Hier brauchte Porsche-Young-Professional Cairoli exakt 0,098 Sekunden mehr Zeit als Molina. Der Ferrari von Tracy Krohn/Niclas Jönsson/Andrea Bertolini (Krohn Racing) komplettierte mit 0,140 Sekunden Rückstand die Top drei der GTE-Klasse.

In der LMP3-Kategorie ging die Pole-Position zunächst an den Ligier von AT Racing mit Alexander Talkanitsa JR und SR sowie BMW-Junior Mikkel Jensen. Da der junge Däne jedoch bei seiner besten Runde die Tracklimits nicht einhielt, wurde seine Zeit von 1:26,408 Minuten im Nachgang gestrichen. Somit startet der Norma M30 von Ultimate (Mathieu Lahaye/Jean-Baptiste Lahaye/François Heriau) von der Klassen-Pole. Hier nochmals das LMP2-Ergebnis aus der Qualifikation zum Nachlesen: Das Resultat aus der LMP3 gibt es hier. Und die GTE ist hier zu finden.

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