Takamoto Katsuta gewinnt mit seinem ersten WM-Laufsieg Safari-Rallye Kenia
Nach Jahren vieler knapp entgangener Chancen hat der japanische Toyota-Pilot Takamoto Katsuta sich endlich als Sieger eines Laufs der Rallye-Weltmeisterschaft feiern lassen können.
Katsuta und sein Beifahrer Aaron Johnston sind endlich den Triumph bei einem Rallye-Weltmeisterschaftslauf - das Toyota-Duo siegte bei der Safari-Rallye Kenia 2026 mit einem Vorsprung von 27,4 Sekunden Vorsprung vor Hyundai-Pilot Adrien Fourmaux. Der Franzose sicherte somit dem koreanischen Hersteller das erste Podium der Saison. Der Finne Sami Pajari (Toyota) wiederholte mit seinem dritten Platz sein Ergebnis von der Rallye Schweden.
In der WM-Zwischenwertung ist Katsuta weiterhin Dritter. Er konnte aber seinen Rückstand auf die WM-Führenden Elfyn Evans und Oliver Solberg verkürzen. Seine beiden Toyota-Teamkollegen waren am Samstag ausgeschieden.
In WM-Klassement besitzt Evans einen Vorsprung von acht Punkten auf Solberg, der den Super Sunday gewann und auf der Powerstage der Schnellste war. Katsuta liegt drei Punkte weiter zurück. Als vierter Stelle wird Fourmaux mit 19 Punkten hinter dem Tabellenführer gelistet.
Die Safari begann für Katsuta nicht optimal, als bei dem Starkregen auf der WP1 Camp Moran seine Gegensprechanlage ausgefallen war und keine Kommunikation mit Beifahrer Johnsten für die wichtigen Pacenotes gegeben war.
Gleich zwei Reifenschäden warfen ihn am Freitag auf Position sieben zurück, bevor er seine Aufholjagd lancieren konnte.
Er entschied sich für eine vorsichtige Herangehensweise und zeigte auf der anspruchsvollen Schleife am Samstagmorgen ein vernünftiges Tempo. So kletterte er auf den vierten Platz, bevor seine drei vor ihm liegenden Toyota-Teamkollegen alle in Schwierigkeiten gerieten.
Evans, der auf dem dritten Platz gelegen hatte, erlitt in der WP12 zwei Reifenpannen, die seine hintere rechte Aufhängung beschädigten. In der WP13 zerbröselte diese schließlich komplett, sodass der Waliser liegen blieb und zum ersten Mal seit 2024 einen Ausfall zu beklagen hatte.
Monte Carlo-Sieger Solberg lag vor dem amtierenden Weltmeister Ogier in Führung, doch beide GR Yaris fielen auf der Überführungsetappe zurück zum Service aufgrund von Problemen mit der Lichtmaschine aus. Bei Solberg kam noch ein Getriebeproblem hinzu. Von den Problemen der Teamkameraden profitierte Katsuta und übernahm überraschend die Führung.
Von da an hielt Katsuta dem Druck stand und verwandelte den großen Vorsprung in seinen ersten WM-Lauf-Sieg, obwohl er keine einzige der schließlich 19 ausgetragenen Wertungsprüfungen. Die letzte Samstagprüfung war wegen den schlechten Bedingungen aufgrund des Starkregens abgesagt worden.
Katsuta ist nach Kenjiro Shinozuka erst der zweite zweite japanische Fahrer, der einen Rallye-WM-Lauf gewinnen konnte.Zwei Tage vor seinem 33. Geburtstag hat sich Katsuta wohl selbst das schönste Geschenk gemacht.
Katsuata kommentierte seinen Erfolg: «Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wir haben so viele schwierige Zeiten durchgemacht. Aaron hat sehr hart mit mir gearbeitet und das Team hat immer an mich geglaubt, selbst als ich ständig gescheitert bin. Mein Dank gilt der gesamten Mannschaft und Aaron – endlich haben wir es geschafft. Auch Dank an meine Familie. Sie ist immer eine große Stütze, was mir viel bedeutet».
Pajari verlor am Samstagmorgen fünf Minuten, als er zwei Reifenschäden hatte. Sein Rückstand auf den Sieger Katsuta betrug schließlich 4.26,1 Minuten.
Hyundai-Pilot Esapekka Lappi fuhr das ganze Wochenende über bewusst auf Ankommen langsamer, um eine Rallye zu überstehen, die ihn in der Vergangenheit schon mehrmals hart bestraft hatte. Der WM-Teilzeitstarter wurde mit dem vierten Platz belohnt - seiner ersten Punkteplatzierung bei drei Safari-Starts.
Ex-Weltmeister Thierry Neuville fuhr mit Fourmaux auf Tuchfühlung, schied jedoch am Samstag aufgrund eines Problems mit der Antriebswelle an seinem Hyundai aus.
Dem Iren Jon Armstrong (M-Sport Ford) schaffte bei der brutalen Rallye die Zielankunft, verlor aber auf zwei verschiedenen Wertungsprüfungen nach Problemen über 20 Minuten Er belegte mit dem Rally1-Puma schließlich den 15. Platz.
Sein M-Sport-Teamkollege Josh McErlean hatte mit einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt und konnte wegen Motorproblemen am Sonntag nicht mehr teilnehmen.
Das WRC2-Feld belegte wegen der Probleme der Rally1-Autos daher die Hälfte der Top-10-Plätze. Skoda-Pilot Robert Virves konnte bei seinem ersten Start in Kenia den Hattrick des zweitplatzierten von Gus Greensmith (Toyota) verwehren.
Virves schlug Greensmiths um 30,3 Sekunden. Den dritten Podiumsplatz sicherte sich Fau Zaldívar (Skoda) mit 10,7 Sekunden Vorsprung auf seinen Markengefährten Andreas Mikkelsen.
Toyota-Pilit Diego Domínguez erzielte mit dem fünften Platz in der Kategorie und dem neunten Platz in der Gesamtwertung - sein bislang bestes Ergebnis in seiner Karriere. Trotz einer Zeitstrafe von 20 Minuten für das Auslassen von zwei Etappen am Samstag konnte sich Oliver Dolberg einen Weltmeisterschaftspunkt für seinen zehnten Platz in der Gesamtwertung sichern.
Endergebnis Safari-Rallye Kenia nach 9 von 19 Wertungsprüfungen
Position/Fahrer
Fahrzeug
Zeit/Rückstand
1. Katsuta/Johnston
Toyota
3:16.05,6 h
2. Fourmaux/Cora
Hyundai
+27,4 sec
3.Pajari/Salminen
Toyota
+4.26,1 min
4.Lappi/Malkönen
Hyundai
+6.07,3
5. Virves/Viilo
Skoda
+11.38,7
6.Greensmith/Andersson
Toyota
+12.09,0
7. Zaldívar/Ohannesian
Skoda
+12.20,0
8.Mikkelsen/Listerud
Skoda
+12.30,7
9. Domínguez/Penate
Toyota
+13.28,4
10.Solberg/Edmondson
Toyota
+16.54,5
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach