8h Suzuka: Fritz vs. Bradl – Das Duell der Deutschen

Von Helmut Ohner
Endurance-WM
Mit Spannung erwartet: Marvin Fritz (li.) gegen Stefan Bradl

Mit Spannung erwartet: Marvin Fritz (li.) gegen Stefan Bradl

Die beiden Deutschen Marvin Fritz (YART Yamaha) und Stefan Bradl (Red Bull Honda by Japan Post) gehen mit ausgezeichneten Chancen ins Acht-Stunden-Rennen in Suzuka, am Ende auf dem Podium zu landen.

Beim Acht-Stunden-Rennen in Suzuka kommt seit 1978 zum harten Kampf zwischen Honda, Yamaha, Suzuki und Kawasaki um den Sieg. Ein Triumph bei diesem Langstreckenklassiker ist den japanischen Motorradherstellern fast so wichtig wie der Gewinn der MotoGP-Weltmeisterschaft. Deswegen wird mit hohem finanziellem Aufwand die technische Entwicklung der Motorräder vorangetrieben.

Aber nicht nur die Motorradwerke, auch die Fahrer aus denselben Nationen liefern sich denkwürdige Duelle. So trifft bei der 42. Auflage des Rennens der Deutsche Marvin Fritz, der auf der werksunterstützten R1 des Yamaha Austria Racing Teams (YART) sitzen wird, auf seinen Landsmann und MotoGP-Piloten Stefan Bradl, der auf der Werksmaschine von Red Bull Honda by Japan Post zu den ersten Sieganwärtern zu zählen ist.

«Bei den Testfahrten vor zwei Wochen war ich mit einer Zeit von 2:07,744 Minuten um einiges schneller als Stefan», erzählte der zweifache Langstrecken-WM-Lauf-Sieger Fritz, der sich schon auf das Kräftemessen mit dem prominenten Moto2-Weltmeister freut, nicht ohne Stolz. «Auch im Nachttraining habe ich die schnellsten Zeiten abgeliefert.»

Für den Deutschen Meister der IDM Supersport 2014 und IDM Superbike 2016, der dieses Jahr mit einem speziellen Helmdesign an den Start gehen wird, stellt das Rennen auf der früheren GP-Strecke auch aus anderen Gründen etwas Spezielles dar. Die hohen Außen- und Asphalttemperaturen sowie die extreme Luftfeuchtigkeit stellen Mensch und Maschine auf eine hohe Belastungsprobe. Fast fünf Kilogramm Gewichtsverlust zehrten im Vorjahr an seinen Kräften.

Fritz: «In Japan herrscht sicher wieder Ausnahmezustand. Aktuell ist Regenzeit. Reifenpoker, kurzfristige schnelle Entscheidungen während des Rennens könnten entscheidend sein. Deswegen ist dieses Rennen weltweit ein Top-Event. Die Motorradhersteller haben wieder zahlreiche Fahrer aus der MotoGP- und Superbike-Weltmeisterschaft für dieses Rennen der Superlative verpflichtet.»

Wenn es für Fritz und seinen Teamkollegen Broc Parkes und Niccolò Canepa optimal laufen sollte, wäre beim WM-Finale der Saison 2018/2019 theoretisch sogar noch der Gesamtsieg in der Weltmeisterschaft in Reichweite. Dazu müsste das Trio allerdings über sich hinauswachsen und das Rennen gewinnen. Gleichzeitig müsste SRC Kawasaki France leer ausgehen und Suzuki Endurance sowie F.C.C. TSR Honda France nur die hinteren Ränge belegen.

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