Endurance-WM

Endurance-WM: Offizielle Stimmen zum Einstig von BMW

Von - 02.08.2019 13:48

Wie SPEEDWEEK.com exklusiv berichtete, wird BMW ab dem Bol d’Or 2019 offiziell in die Langstrecken-Weltmeisterschaft einsteigen. Jetzt wurde die Zusammenarbeit mit dem Team von Werner Daemen bestätigt.

Von 2011 bis 2013 beteiligte sich BMW an der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Bereits im ersten Jahr verpasste das Team BMW Motorrad France Thevent um nur fünf Punkte den WM-Titel. Auch die darauffolgende Saison beendete man als Vize-Weltmeister. Nach einem enttäuschen verlaufenen Jahr wurde seitens BMW die Zusammenarbeit mit dem Team des Belgiers Michael Bartholemy wieder beendet.

Danach beteiligten sich die Bayern nur noch im Rahmen ihres Kundensport-Programms und das sogar ziemlich erfolgreich. Die Mannschaft WEPOL Racing by Penz13.com beendete die Endurance-Weltmeisterschaft 2017/2018 an der vierten Stelle, obwohl man wegen mangelnder Finanzen nur an zwei der fünf Rennen teilgenommen hatte.

Im FIM Endurance World Cup für seriennahe Maschinen hätte es diese Saison beinahe einen Gesamtsieg des German Endurance Racing Teams 56 gegeben. Am Ende gab bei Punktegleichheit eine bessere Platzierung den Ausschlag zugunsten der französischen Yamaha-Equipe Moto AIN. Und 2016 beendete die Mannschaft Voelpker NRT48 den Weltcup an der dritten Stelle, nachdem man bis zum Finale an erster Stelle gelegen war.

Wie SPEEDWEEK.com exklusiv berichtete, weitet BMW Motorrad Motorsport in der kommenden Saison sein internationales Werksengagement mit der neuen BMW S 1000 RR auf die FIM Endurance World Championship (FIM EWC) aus. BMW schickt kein reinrassiges Werksteam aus München an den Start, sondern verbündet sich mit einem Team, kümmert sich in diesem um die Technik und stellt außerdem Personal wie die Elektroniker.

Geeinigt hat man sich mit dem MRP-Team von Werner Daemen, das seit Jahren in der IDM Superbike BMWs Aushängeschild ist und früher mit Rico Penzkofer gemeinsame Sache gemacht hat. Der Belgier wird sein Engagement in der Deutschen Meisterschaft fortsetzen und hat für die Endurance-WM eine zusätzliche Struktur aufgebaut. Das Personal verfügt über viel Langstreckenerfahrung und kommt auch von anderen Herstellern.

«Die FIM Endurance World Championship bietet uns aus vielen Gründen eine attraktive Plattform», sagt Dr. Markus Schramm, Leiter BMW Motorrad. «Langstreckenrennen wie der Bol d’Or oder Le Mans sind echte Härtetests für Mensch und Maschine, bei denen wir die Performance unserer BMW S1000 RR auf internationaler Bühne unter Beweis stellen können. Die FIM EWC wird weltweit immer populärer, und sie ermöglicht uns, in den asiatischen Märkten präsent sein zu können. Daher ist es für uns ein logischer Schritt, unser werksseitiges Engagement mit der neuen RR, die in dieser Saison bereits in der FIM Superbike World Championship für Aufsehen sorgt, auf die FIM EWC auszuweiten. Ich freue mich auf spannende Langstreckenrennen mit dem BMW Motorrad World Endurance Team.»

«Im Rahmen unseres Kundensportprogramms sind wir seit einigen Jahren in der FIM EWC präsent, und wir freuen uns, nun mit der neuen BMW S1000 RR den nächsten Schritt zu gehen und uns dort werkseitig zu engagieren», ergänzt BMW Motorrad Motorsport Direktor Marc Bongers. «Im MRP Team um Werner Daemen haben wir dafür einen kompetenten und sehr rennsport-erfahrenen Partner gewonnen, der zudem die neue RR bereits sehr gut kennt. Wir freuen uns auch, dass Dunlop als Reifenpartner mit an Bord und Teil dieses Projekts ist. Dunlop wird uns mit seinem Know-how zusätzlich stark unterstützen. Die Zielsetzung ist ganz klar: Die erste Saison in dieser hochkarätigen Weltmeisterschaft dient als Lehrjahr, in dem wir Schritt für Schritt konkurrenzfähiger werden möchten. Längerfristig haben wir uns vorgenommen, im Spitzenfeld mitzumischen und um den Titel zu kämpfen.»

«Wir freuen uns sehr, dass es zu diesem tollen neuen Projekt kommt und wir mit der Unterstützung von BMW Motorrad Motorsport und einem Werksteam in die Endurance-Weltmeisterschaft einsteigen können», sagt Werner Daemen. «Ich denke, die notwendige Erfahrung bringen wir mit, und wir erwarten den Start in die Saison 2019/20 mit großer Spannung. Ich danke BMW Motorrad Motorsport für ihr fortlaufendes Vertrauen in unsere Arbeit. Ich war selbst aktiver Fahrer in der Endurance-Weltmeisterschaft und habe da auch einige Erfolge verzeichnen können, zum Beispiel mit dem zweiten Platz beim 24-Stunden-Rennen in Francorchamps im Jahr 2000. Ich hoffe, irgendwann in naher Zukunft auch ähnliche Erfolge mit dem BMW Motorrad World Endurance Team feiern zu können.»

In der Vorbereitung auf den Saisonstart entwickelt das BMW Motorrad World Endurance Team derzeit auf Basis des RR Superbikes, das in der FIM Superbike World Championship eingesetzt wird, eine Langstrecken-Version. Unter anderem haben die Superbikes in der Langstrecken-WM größere Tanks, ein Schnelltanksystem sowie weitere Modifikationen, die unter anderem auf die Langlebigkeit und die Ergonomie abzielen.

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Schon 2014 hatte Werner Daemen (re.) im BMW-Team von Rico Penzkofer seine Finger im Spiel © Ohner Schon 2014 hatte Werner Daemen (re.) im BMW-Team von Rico Penzkofer seine Finger im Spiel
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